Mittwoch, 20. März 2013

NEXT13: Trendkonferenz veröffentlicht Programm

Seit heute ist das Programm der NEXT13 online: Branchengrößen und internationale Innovatoren treffen sich auf führender Trendkonferenz der Digitalwirtschaft am 23. & 24. April im Berliner Congress Center. Robert Scoble, Stephen Wolfram (Wolfram Alpha) und Digitalchef von Obamas datengetriebener Wiederwahlkampagne erwartet. Das gesamte Programm im Web auf nextberlin.eu

Berlin, 19. März 2013. Die digitale Revolution und der interaktive Konsument rütteln nicht nur an den Grundfesten des täglichen Lebens, sondern verändern auch die Geschäftswelt grundlegend. Welche Innovationen die kommenden 12 bis 36 Monate wirtschaftlich entscheidend prägen werden, ist auf der jährlichen Konferenz NEXT Berlin zu erfahren. In ihrem achten Jahr findet die NEXT am 23. & 24. April erstmals im Berliner Congress Center statt.

Heute haben die Initiatoren von der Digitalagentur SinnerSchrader das umfangreiche Konferenzprogramm bekanntgegeben. Matthias Schrader, CEO von SinnerSchrader und Chairman der NEXT, sagt dazu: „Digitale Innovationen haben heute mehr denn je radikale Auswirkungen auf jede einzelne Branche. Die NEXT macht relevante Trends greifbar, bevor sie den Mainstream erreichen und bietet die Chance, sich frühzeitig mit ihnen auseinanderzusetzen und sich mit den jeweiligen Experten zu vernetzen.”

Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel des diesjährigen CeBIT-Mottos „Shareconomy”, das die NEXT bereits 2009 als Leitthema führte und in seiner heutigen Begriffsbedeutung mitprägte. Für die NEXT13 hat man sich nun ein bewusst nebulöses, fast mystisches Motto gegeben: Here be Dragons. „Das Motto spielt mit dem Denkbild, dass es keine allgemeingültigen Handlungsanweisungen für Business-Entscheider mehr gibt”, sagt NEXT-Programmdirektor Peter Bihr. „Es gilt Grenzen zu überschreiten, die Zukunft auszuloten und neue Chancen zu ergreifen. Für die NEXT13 konnten wir viele Visionäre gewinnen, die mit thematischen Überblicken und praktischen Tipps mögliche Wege und erforschenswerte Gebiete im Bereich digitaler Trends aufzeigen.”

Auf drei Bühnen und in zahlreichen Workshops werden an zwei Tagen über 100 Experten ihr Wissen mit den NEXT13-Besuchern teilen. Erwartet werden etwa 2.000 Teilnehmer, darunter Vertreter großer Konzerne und Agenturen, Business-Developer, Marketing-Experten, Entwickler und Kreative sowie viele Start-ups, für deren Themen und Pitches in Zusammenarbeit mit dem Telekom-Inkubator hub:raum eine eigene Bühne bereitgestellt wird. Durch das Programm führt die Programmdirektorin Monique van Dusseldorp zusammen mit Moderator, Schauspieler und Sprecher-Coach Ole Tillmann.

Dome Stage

Auf der Bühne im Kuppelsaal werden sich internationale Vordenker die Klinke in die Hand geben, darunter Wolfram-Alpha-Erfinder Stephen Wolfram, der CTO für Obamas Wiederwahlkampagne Harper Reed, Tech-Blogger Robert Scoble, die Zukunftsforscherin Marina Gorbis (Institute for the Future), der Grand Seigneur der Start-up-Szene, Yossi Vardi, Science-Fiction-Autor Bruce Sterling und Thomas Kiessling (Chief Innovation Officer der Telekom). In einer Session mit dem Titel „Dragonslayers” werden mit Ulrich Hegge (comdirect bank), Stanton Sugarman (Gruner + Jahr Verlag), Peter Rampling (Telefónica) und Matthias Schmidt-Pfitzner (Telekom) hochkarätige Konzern-Vertreter über die Herausforderungen diskutieren, vor die die digitale Revolution ihre Branchen stellt. Die Moderation übernimmt Jochen Wegner (ab 1. April neuer Chefredakteur von ZEIT Online).

Weitere Programmpunkte werden das Leitthema Here be Dragons aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Dazu Martin Recke (Konferenzleiter der NEXT Berlin): „Wir haben uns vier Schwerpunkte gesetzt. Es wird eine Session geben zum Maker Movement, die aufzeigen wird, wie neue Produktionsmöglichkeiten unsere Gesellschaft verändern werden. Das Thema neue Interfaces und Mensch-Maschine-Schnittstellen wird sich nicht auf Bildschirmoberflächen beschränken, sondern auch in Bereiche der Robotertechnik vordringen. Es wird um unsichtbar werdende Digitaltechnik gehen, und wir werden die zunehmende Bedeutung des Nutzungskontextes mit Hilfe von Robert Scoble erhellen.” Dazu stehen unter anderem folgende Sprecher auf der Bühne:

  • Maker: Anab Jain (Superflux), Alice Taylor (Makielab)
  • Interface: Limor Schweitzer (Robosavvy), Raphael Pirker (Team BlackSheep)
  • Invisible: Dan Hill (Fabrica), David Bausola (Weavrs)
  • Context: Robert Scoble (Rackspace), Tal Dagan (Primesense)

 

White Stage

 Während auf der Dome Stage das „Bigger Picture” gezeichnet wird, liegt auf der zweiten Bühne, der White Stage, ein praktischer Fokus, der unter anderem die Präsentation interessanter Fallstudien verspricht.
 In der Money-Session zeigen etwa Barbara Karuth-Zelle (Allianz), Jörg Ziesche (ING-DiBa), Konstantin Wolff vom mobilen Bezahlservice Payleven und Mikko Teerenhovi vom finnischen Finanz-Start-up Holvi, wie Bank- und Payment-Systeme der Zukunft aussehen werden.

Dem Thema Service Design, zu dem SinnerSchrader seit 2012 den Konferenz-Ableger NEXT Service Design ausrichtet, widmet sich eine eigene Session mit Beiträgen der hochkarätigen Experten Birgit Mager (Service Design Network), Anne Pascual (IDEO), Louisa Heinrich (Superhuman) und Axel Averdung (SinnerSchrader). Sie wird das Thema Service Design aus wissenschaftlicher, strategischer und praktischer Sicht erläutern. Und die disruptive Kraft neuer Player im Bereich E-Commerce und Services zeigen Vertreter des DIY-Marktplatzes Etsy (Caroline Drucker), der Sharing-Plattform für Privatunterkünfte Airbnb (Gunnar Froh) und des Taxi-Konkurrenten Uber (Daniel Michalczyk).
 Weitere Sessions sind zu mobilen Trendthemen, kreativen Anwendungen und neuen, alltagstauglichen Roboter-Technologien geplant.

Start-up Stage

In diesem Jahr wird die NEXT Berlin sich noch stärker auf die Gründerszene Europas fokussieren. Nach dem großen Vorjahreserfolg werden die Deutsche Telekom und ihr Inkubator hub:raum dieses Mal an beiden Konferenztagen Partner des Start-up-Tracks sein. Am ersten Tag wird sich das Programm um relevante Themen für Start-ups drehen. Dort stellen sich beispielsweise Vertreter von hub:raum, Wayra und TechStars den Publikumsfragen zum Thema Corporate Venturing. Mit den VCs Niko Wäsche (GMPVC), Gabriel Matuschka (Partech) und Bryce Roberts (O’Reilly AlphaTech) wird es um Finanzierungsoptionen für Start-ups gehen, und in der Session “Building Start-ups” geben Experten Gründern praktische Tipps zu Produktentwicklung, Design und Teamaufbau.

Der zweite Konferenztag gehört dann jenen Start-ups, die es ins Finale des Start-up Pitches geschafft haben. Noch bis 29. März kann die NEXT-Community ihre Favoriten auf nextberlin.eu/startups in die nächste Runde voten. Eine Jury wählt dann die 12 Finalisten aus den Top 30 der Community aus. Sie dürfen ihre Ideen dann live auf der NEXT vorstellen. Hermione Way (Newspepper, TNW) wird durch die Pitch-Sessions führen und am Ende den Favoriten der Experten-Jury zum Gewinner küren. Ihm winkt ein Preispaket im Wert von rund 20.000 Euro.

Workshops

Neben den drei großen Bühnen werden in über 20 Workshops businessrelevantes Hands-on-Wissen vermittelt. Agenturen wie SinnerSchrader, Interone und iCrossing werden das Programm mitgestalten, ebenso der Künstler Juha van’t Zelfde und die PR Experten Colette Ballou und Tilo Bonow. Die Berlin Geekettes und der neu gegründete Digital Club Franco-Allemand planen dort Meet-ups.

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