Freitag, 23. August 2013

“IBUg 2013 – Programm und Highlights”

Die Industriebrachenumgestaltung (kurz IBUg) geht in diesem Jahr im ehemaligen Zwickauer Eisenwerk in ihre achte Auflage. Was als kleines und inoffizielles Graffitimeeting in Meerane begann, hat sich seit 2006 zu einem Festival und Kunstprojekt von internationalem Renommee entwickelt – mit Künstlern aus der ganzen Welt, faszinierender Kunst und einer einzigartigen Atmosphäre.

Impressionen von der IBUg 2012 in Glauchau (Foto: Desiree Sander)


Ab dem 23. August werden etwa 100 Kreative u.a. aus Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Argentinien und Weißrussland das brachliegende Gelände, wo bis in die 1990er Jahre u.a. Motorblöcke und Getriebegehäuse für Nutzfahrzeuge, Pumpen und Armaturen, Elekromotorengehäuse und Werkzeugmaschinen hergestellt wurden, mit Installationen, Graffiti und Wandmalereien, Illustrationen und multimedialen Projektionen in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. Vom 30. August bis zum 1. September präsentiert sich das umgestaltete Eisenwerk dann im Rahmen eines Festivals für urbane Kunst und Kultur der Öffentlichkeit. Dazu gibt es an allen drei Tagen ein buntes Programm mit Führungen durch das Areal, einem Kino mit Filmen und Dokumentationen, einem Kunstmarkt und einer IBUg-Lounge. Außerdem sind am Samstagnachmittag Vorträge u.a. zum Jubiläumsjahr des Münchener Künstlers LOOMIT über 30 Jahre Graffiti in Deutschland und über Graffiti unter Denkmalschutz zu hören. Und am Sonntagnachmittag diskutieren Experten wie Jörn Harfst (Universität Graz), Katja Großer (Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes) und Eva Schweitzer (Referentin und Projektleiterin am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) zum Thema “Kunst und Kultur zur Wiederbelebung von Industriebrachen – Erfahrungen in Zwickau und Anregungen aus Europa”.

Körper trifft Eisenwerk – Tanztheater am Freitag

Am Freitag gestalten das Mondstaubtheater, Troop23 und Francesca Stampone im Programm der IBUg ab 21 Uhr eine Performance und setzen die Idee des Festivals, Material und Menschen aus verschiedenen Epochen aufeinandertreffen zu lassen, tänzerisch fort. In einer bewegten Tanztheatervorstellung zwischen Hip-Hop und zeitgenössischem Tanz, Breakdance und House, Voguing und Popping reist das Publikum mit den Tänzern von Ort zu Ort. Dabei mischen sich die Bilder der alten Industrieanlage mit neuen Tönen, Farben und Bewegungen, um wieder neue Erinnerungen zu schaffen und den verlorenen Ort – das Zwickauer Eisenwerk – wiederzuentdecken.

as Tanztheater am Freitagabend gehört zu den Neuerungen im Programm der IBUg (Foto: Thomas Dietze)



„made of steel“ – IBUg-Party mit den Pentatones am Samstag

Am Samstagabend wird im Zwickauer Eisenwerk zu einem Mix aus Elektro, Hip-Hop und Indie die traditionelle IBUg-Party gefeiert. Ab 22 Uhr sind auf drei Floors u.a. Giorgia Angiuli, Asthma La Vista, Dude&Pheab feat. DJ Free-Kee und die King Kong Kicks live und am Plattenteller sowie eine audiovisuelle Performance von Das Konglomerat aus Weimar zu erleben. Highlight im Programm ist der Auftritt der Pentatones. Die vier Wahlleipziger erschaffen aus Stimmen, Tönen, Melodien und Beats echte Ohrenöffner, die sich durch Detailreichtum, Organik, Gemischtwaren-Elektronik und einzigartigen Gesang auszeichnen. Die Pentatones sind elektronisch, nicht digital. All die filigran gesponnen, düsteren Klanglandschaften, zwischen denen sich zuweilen poppige Sonne breitmacht, entstehen live vor den Ohren der Zuhörer. Sie eröffnen eine Welt berührender Perfektion in der sie alle Register ziehen, um die Zuschauer zu überzeugen: Hier ist jemand aufgetreten, um zu spielen.

Die Pentatones sind zur IBUg-Party live zu erleben (Foto: PR)


Die IBUg öffnet am Freitag (30.08.2013) von 15 bis 20 Uhr sowie am Samstag (31.08.2013) und Sonntag (01.09.2013) jeweils von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kosten 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro. Der Eintritt zur Tanztheater-Performance am Freitag um 21 Uhr kostet 8, Euro an der Abendkasse. Der Eintritt zur IBUg-Party am Samstagabend kostet 10,- Euro an der Abendkasse bzw. 8,- Euro zzgl. Gebühren im Vorverkauf

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