Mittwoch, 28. August 2013

KLAPPE AUF! – Inklusion trifft Kurzfilm

Das bundesweit erste und einzige Kurzfilmfestival zum Thema Inklusion vom 25. - 27. Oktober 2013 im Metropolis-Kino Hamburg – veranstaltet von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf „Die Vielfalt der Gesellschaft erkennen, wertschätzen und nutzen.”

Mit diesem Leitgedanken riefen die Organisatoren des KLAPPE AUF!-Festivals unter der Leitung des Hamburger Filmemachers und Sozialarbeiters Andreas Grützner im letzten Herbst zu einem Kurzfilmwettbewerb auf. Die Resonanz war überwältigend – insgesamt 350 Filme wurden eingereicht.
33 haben es in den Wettbewerb geschafft, davon sechs Welturaufführungen, die ins Rennen um die drei Jurypreise (insgesamt mit 3.000 € dotiert) sowie den Publikumspreis (1000 €) und den Sonderpreis (1000 €) gehen.

Das Kurzfilmfestival zeichnet besonders aus, dass auch in der gesamten Vorbereitung, Organisation und Durchführung Partizipation aktiv umgesetzt wird. In allen Bereichen – von der Filmauswahl bis hin zur Moderation der Filmabende – engagieren sich Menschen mit und ohne Behinderung. Die Wettbewerbsfilme werden barrierefrei vorgeführt, d.h. untertitelt, von einem Gebärdendolmetscher begleitet und mit Audiodeskription versehen.

Das Team geht mit seiner Definition des Begriffs Inklusion sogar noch einen Schritt weiter. Dazu Andreas Grützner: „Jeder Mensch braucht die Möglichkeit, sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – ob mit oder ohne Behinderung und das unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.”

Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Filmauswahl. Neben Arbeiten, die sich direkt mit dem Thema Inklusion befassen, finden sich auch Filme über gesellschaftliche Außenseiter sowie sehr phantasievolle Utopien einer besseren Gesellschaft. Auch formal sind der Vielfalt der Filmgenres keine Grenzen gesetzt: Die Auswahl reicht über Dokumentar- und Kurzspielfilme bis hin zu Animations- und Experimentalfilmen.

Auch die Besetzung der Jury spiegelt den Anspruch der Festivalmacher wieder und zeigt die verschiedenen filmischen und gesellschaftlichen Aspekte unter denen die Filme bewertet werden:


  • Nadja Ulrich – Projektleitung Filmfest „Überall dabei” der Aktion Mensch
  • Louisa Marie Pethke – gehörlose Protagonistin des 2011 mit dem deutschen
  • Kurzfilmpreis ausgezeichneten Films „Louisa”
  • Graf Fidi – Filmemacher und Rollstuhl-Rapper aus Berlin
  • Jessica Schröder – Protagonistin in dem Film „Vom Hören Sagen” von
  • Eibe Marleen Krebs über geburtsblinde Menschen
  • Christian Bau – Hamburger Dokumentarfilmer


Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin, der gerade seinen neuen Spielfilm „The Cut” dreht, übernahm trotz seines engen Terminplans die Schirmherrschaft für KLAPPE AUF!: „Das Festival liegt mir besonders am Herzen, weil es sich für eine weltoffene Gesellschaft einsetzt und zeigt, welche Kraft im künstlerischen Ausdruck liegt.”

Birgit Schulz, Vorstandsmitglied der Evangelischen Stiftung Alsterdorf engagiert sich im 150. Jahr des Bestehens der Stiftung ganz besonders für die Realisierung des Projekts: „Die Initiative unseres langjährigen Mitarbeiters Andreas Grützner hat mich sofort überzeugt, weil das gemeinsame Kinoerlebnis und die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der filmischen Umsetzung einen sehr lebendigen Zugang zum Thema Inklusion gewähren.”

Das bundesweit einzigartige Kurzfilmfestival KLAPPE AUF! findet mit der freundlichen Unterstützung der Aktion Mensch, der Kulturbehörde Hamburg, der Hochschule für bildende Künste, der Kurzfilmagentur Hamburg und des Metropolis Kinos Hamburg statt.

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