Dienstag, 16. Dezember 2014

SPOT: Otto - Handmade














Ein wunderbare Weihnachtsgeschichte von Otto Versand. Die Agentur HEIMAT zeigt, dass sich tolle Geschichte auch in knapp 1 Minute erzählen lassen.

SPOT: Scottish Fire & Rescue Service: Fire spreads




















Wie lange hast du Zeit, um aus einem brennenden Haus zu entkommen. Der Spot, der englischen Agentur The Union zeigt, warum Rauchmelder sinnvoll sind.

Freitag, 12. Dezember 2014

Bilder der Mode. Meisterwerke aus 100 Jahren im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
19. Dezember 2014 bis 3. Mai 2015
             

Réne Gruau, Ohne Titel, 1955, Mode von Dior, veröffentlicht in International Textiles, Tuschpinsel und Gouache, 39,5 x 27,5 cm, © Nachlass Réne Gruau


Mit einem einzigartigen Überblick demonstriert das Genre Modezeichnung seine Berechtigung als eigenständige Kunstform. Zwar wird Mode seit der Antike abgebildet und seit dem 19. Jahrhundert auch in Zeitschriften und Grafikserien illustriert, doch entstand die Modezeichnung als eigenständiges Format erst mit dem Aufkommen von Modemagazinen wie Vogue, Gazette du Bon Ton oder Harper’s Bazaar. Die Bilder der Mode, die das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) ab dem 19. Dezember zeigt, stammen aus dem Besitz der renommierten Münchner Galeristin, Sammlerin und großen Kennerin der Illustration, Joëlle Chariau. Die Originale aus dieser Sammlung vermitteln eine Vorstellung vom Wesen der Modezeichnung und ihrer Qualität auf höchstem künstlerischem Niveau. Die über 200 Arbeiten feiern die Kreationen der großen Haute-Couture-Häuser, von Paul Poiret und Coco Chanel über Christian Dior bis hin zu Christian Lacroix, Alexander McQueen, Yohji Yamamoto und Comme des Garçons. Ihre außerordentliche Feinheit und Präzision vermögen oft überzeugender als Fotografie, die Eleganz und die Extravaganz der jeweils neuesten Kollektionen und Kreationen ins Bild zu setzen. Die Sammlung von Joëlle Chariau zeigt diese Entwicklung in sieben Abschnitten anhand beispielhaft ausgewählter Werke. Die ersten beiden Kapitel stellen einen Stil oder eine Epoche vor. Auf das extravagante Art Déco der zehner und zwanziger Jahre folgt der gediegene Stil der dreißiger und vierziger Jahre. Die nächsten Jahrzehnte sind durch ihre herausragenden Zeichner repräsentiert: die fünfziger Jahre durch René Gruau (1909-2004), die sechziger bis achtziger Jahre durch den New Yorker Antonio (Antonio Lopez, 1943-1987), gefolgt von dem Schweden Mats Gustafson (*1951), dem Schweizer François Berthoud (*1961) sowie, als jüngster Künstlerin, der Pariserin Aurore de La Morinerie (*1962).

Joëlle Chariau befasst sich seit den 1980er Jahren mit Modezeichnungen und Modeillustrationen. Ihre private Sammlung – präzise von ihrem Handel getrennt – entsteht neben ihrer Galerietätigkeit und konzentriert sich auf wenige bekannte Namen. Der Sammlerin geht es nicht um ein möglichst breites Spektrum, sondern um wenige herausragende Künstler, die sich auf Modezeichnungen spezialisiert haben und die Entwicklung dieses Genre entscheidend prägten. Die ausgewählten Zeichnungen gehören sämtlich zu den Meisterwerken der Künstler, nicht eine erscheint belanglos oder flüchtig. So lässt sich gut nachvollziehen, dass die persönliche Handschrift und der Stil eines Künstlers in den letzten Jahrzehnten zunehmend Gewicht erhält. Die Interpretation der Mode durch den Künstler wird zum eigentlichen Thema.

In diesem Zusammenhang gewinnt die künstlerische Technik der Illustration einen erstaunlich großen Stellenwert. Jeder der großen Protagonisten, von Gruau bis Berthoud, hat neben seiner persönlichen Handschrift seine bevorzugte Technik zu großer Perfektion entwickelt. Für Gruau ist dies, noch vergleichsweise traditionell, die Zeichnung mit kräftigen Gouache-Farben. Aber schon Antonio hält sich an keine Regeln und experimentiert mit verschiedensten künstlerischen Verfahren – sein persönlicher Stil-Mix ist von einer entsprechenden Bandbreite in zeichentechnischer Hinsicht begleitet.

Mats Gustafson dagegen wählt das Aquarell und entwickelt dies zu einer besonderen Rafinesse, die es ihm gestattet, mit wenigen farbigen Akzenten und äußerstem Feingefühl die Mode zu interpretieren. Die bevorzugte Technik von François Berthoud – wie auch von Aurore de La Morinerie – ist die Monotypie, das heißt der einmalige Abdruck einer zuvor in allen Details bearbeiteten Platte. Diese schwierige und heute seltene Technik meistert Berthoud mit Ölfarben. Für die Pariser Künstlerin ist die Papierqualität entscheidend: Sie wählt sehr weiches Japanpapier, das ihren Arbeiten einen geradezu ätherischen Ausdruck verleiht.

Die moderne Modezeichnung – nicht zu verwechseln mit Entwurfszeichnungen zur Mode – entsteht erst in den Jahren um 1910, als die ersten Haute Couturiers ihre neuen Kollektionen in aufwendigen Publikationen vorstellen. Exquisite Zeitschriften wie die Gazette du Bon Ton ziehen das gezeichnete Bild dem Foto vor und setzen sich mit teuren Illustrationen in der Technik des Pochoirdrucks (Schablonendruck) von den Massenmedien des Alltags ab. Die Künstler der Gazette du Bon Ton sind die Gründerväter des Art Déco, allen voran Georges Lepape (1887-1971). Seit dieser Zeit ist die Modezeichnung ständige Begleiterin der Haute Couture. Sie steht nie wirklich in Konkurrenz zur Fotografie, vielmehr entwickelt sie sich zu einem zusätzlichen Medium der Interpretation. Freier als die Modefotografen können Zeichner neue Modeschöpfungen auf einzelne Elemente reduzieren, sie können übertreiben, Farben und Formen frei variieren und das Wesentliche einer neuen Kollektion hervorheben. Auftraggeber der Zeichner sind in der Regel die großen Magazine wie Harper’s Bazaar oder Vogue. Doch geschieht es nicht selten, dass auch die Modehäuser selbst ihre neuen Modelle in gezeichneter Form veröffentlichen. Seit den Zeiten des Modedesigners Paul Poiret arbeiten die besten Zeichner auch für die führenden Modehäuser. Dies kann so weit gehen, dass in der Öffentlichkeit das Bild eines Haute Couture Hauses maßgeblich vom Stil eines Zeichners geprägt ist – eine solche Rolle spielt beispielsweise René Gruau für Dior in den fünfziger Jahren.

Die Sammlung von Joëlle Chariau, in 28 Jahren entstanden, zeugt von der höchst erfolgreichen Zusammenarbeit ihrer Galerie Bartsch & Chariau mit den Künstlern beziehungsweise deren Erben. Die Arbeiten dieser Sammlung waren bisher nur einmal 2011 im Design Museum London zu sehen, wo sie von den Medien und dem Publikum gefeiert wurden.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint der Katalog Bilder der Mode. Meisterwerke der Modezeichnung aus 100 Jahren, hrsg. von Joëlle Chariau, mit Beiträgen von Colin Mc Dowell und Holly Brubach, im Prestel Verlag, 252 Seiten, 361 farbige Abbildungen, 45 Euro im Museumshop, 50 Euro im Buchhandel.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Ordertage Düsseldorf mit neuem Logo

www.gerryweber.com
Das neue Logo in Form eines Stempels beinhaltet neben dem Schriftzug „CPD“ zusätzlich das Datum der jeweiligen Veranstaltung. Ob Messen, Aussteller, Händler, Agenturen, Gastronomen oder Hotelbetreiber - die diversen Kommunikationsaktivitäten im Zusammenhang mit den Ordertagen können mit dem neuen Logo als verbindendes Element symbolhaft für die Synergie am Standort „gestempelt“ werden.

„Die Einführung dieses Logos hat ein einheitliches und klares Auftreten der ‚CPD Ordertage‘ zum Ziel“, sagt Klaus Brinkmann, geschäftsführender Gesellschafter der Brinkmann GmbH & Co. KG und 1. Vorsitzender des Fashion Net und ergänzt: „Der Stempel wird allen Mitgliedern und allen Beteiligten am Standort zur Verfügung gestellt, und kann auf Anzeigen der Printmedien oder Onlineportalen, aber auch auf relevanten Drucksachen, wie zum Beispiel Einladungen der Einkäufer, genutzt werden. Wir stellen kostenfrei reprofähige Vorlagen zur Integration in die eigene Werbekampagne zur Verfügung.“ Der Vorstand des Fashion Net Düsseldorf e.V. verabschiedete den einzigartigen Mode-Stempel in der letzten Vorstandssitzung. Wie eine solche Einbindung aussehen kann, zeigt als erstes Fashion Net Mitglied die Gerry Weber International AG.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

IMAGINE REALITY - RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt / RheinMain


Abelardo Morell, Tent-Camera Image on Ground: Rooftop View of the Brooklyn Bridge, 2010


Vom 20. Juni bis 20. September 2015 präsentiert RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain erneut herausragende internationale Positionen der Fotografie an über 12 Standorten in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Unter dem Titel IMAGINE REALITY zeigen das MMK Museum für Moderne Kunst, das Museum Angewandte Kunst und das Fotografie Forum Frankfurt in der Hauptausstellung sowie sechs Partnerprojekte in enger Zusammenarbeit mit mehr als 40 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern Bildfindungen zu subjektiven und inszenierten Wirklichkeiten.

Dabei legt die internationale Fotografie-Triennale RAY 2015 in ihrer zweiten Ausgabe einen besonderen Fokus auf exklusive Auftragsproduktionen. Die künstlerischen Neuproduktionen werden sowohl in der Hauptausstellung als auch in den Partnerinstitutionen in Frankfurt und der Region präsentiert. Sie entstehen im Auftrag von RAY 2015 und verbleiben zum Teil in den hiesigen Sammlungen. So präsentiert RAY 2015 auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain nicht nur die außergewöhnliche Fokussierung und Kompetenz der Partner in der Region im Bereich der Fotografie, sondern stärkt diese nachhaltig durch die einzigartige Form der Unterstützung von Auftragsarbeiten.

2015 werden die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain erstmals durch zwei Projekte in Wiesbaden ergänzt. Der NKV Nassauische Kunstverein Wiesbaden zeigt eine Neuproduktion des in Berlin und Singapur lebenden Künstlers Ming Wong (*1971), die gemeinsam mit der 2013 entstandenen Videoarbeit Me in Me präsentiert wird. In dieser 3-Kanal-Videoinstallation inszeniert sich der Künstler in verschiedenen Frauenrollen: als japanische Geisha, als zeitgenössische Frau und als futuristische Raumschiffbewohnerin. Im Rahmen von IMAGINE REALITY geht es ihm um die Möglichkeit durch Selbstportraits, den eigenen Körper, das Geschlecht und die Zeit, in der man lebt, zu hinterfragen. Neben Video arbeitet Ming Wong im Bereich Fotografie, Performance und Installation. 2009 vertrat er Singapur auf der Venedig Biennale.

Für das Museum Wiesbaden wird die deutsche Fotografin Nicole Ahland (*1970) neue mehrteilige komplexe Raumserien realisieren. In ihren Fotografien beschäftigt sich die Künstlerin mit Raum, Licht und Zeit. Hierbei geht es ihr nicht darum, den Raum als solches abzubilden, vielmehr schafft sie mit klassischen fotografischen Mitteln wie Transparenzen, Überlagerungen und Unschärfen abstrakte, malerisch wirkende Räume. In dieser ihr eigenen radikal-minimalistischen Umgangsweise von Raum und Licht entstehen Bildwelten, die Themen wie das Flüchtige, die Leere, die Stille und das Sehen an sich umkreisen.

Die Darmstädter Tage der Fotografie, die seit 2005 jährlich Fotografen nach Darmstadt einladen, werden eine Neuproduktion des französischen Künstlers Georges Rousse (*1947) zeigen. Rousse thematisiert durch Eingriffe in den Raum den Übergang von Raum in das zweidimensionale Bild. Er erzeugt mit Farbe, Papier, Text oder Holzkonstruktionen zwei- oder dreidimensionale Objekte im Raum, um sie dann aus genau einer bestimmten Position zu fotografieren. Hierdurch verschmelzen seine Interventionen und die vorhandene Architektur. Die Wirkung seiner Bilder geht weit über eine Trompe-l’oeil- oder Op-Art-Ästhetik hinaus, vielmehr durchdringen sich hier Bild und Raum.

Zu den weiteren Partnerprojekten in Frankfurt und der Region zählen im nächsten Jahr außerdem der FKV Frankfurter Kunstverein, die Stiftung Opelvillen Rüsselsheim und die Marta Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie. Der FKV Frankfurter Kunstvereins plant eine Neuproduktion des amerikanischen Künstlers Trevor Paglen (*1974). Die Stiftung Opelvillen Rüsselsheim wird im nächsten Jahr erneut als Partner vertreten sein und zeigt in ihren Ausstellungsräumen eine Neuproduktion des deutschen Künstlers Jörn Vanhöfen (*1961).

Weitere Neuproduktionen von renommierten internationalen Künstlern und Künstlerinnen wie Barbara Breitenfellner (*1969), David Claerbout (*1969), Kathrin Sonntag (*1981), Jan Tichy  (*1974) und das Künstlerduo Gusmão & Paiva (*1979 / *1977) in die Ausstellung IMAGINE REALITY im Museum Angewandte Kunst Frankfurt am Main, im MMK Museum für Moderne Kunst sowie im Fotografie Forum Frankfurt eingebunden.

Darüber hinaus arbeitet RAY 2015 mit den drei wichtigen Unternehmens-Sammlungen der Region Rhein-Main zusammen. Zum einen werden im nächsten Jahr die Finalisten des Deutsche Börse Photography Prize 2015 während RAY 2015 im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst präsentiert. Der Deutsche Börse Photography Prize ist eine jährliche Auszeichnung, die 1997 durch The Photographers' Gallery in London eingerichtet wurde, die Gruppe Deutsche Börse ist seit 2005 Titelsponsor des renommierten, internationalen Preises. Zum anderen werden auch die DZ BANK Kunstsammlung und die Sammlung Deutsche Bank während RAY 2015 mit Projekten vertreten sein.

RAY 2015 wird nicht nur mit wichtigen Häusern aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region kooperieren, geplant ist auch eine Einbindung der Hochschulen aus der Region. Zudem soll ein umfangreiches Vermittlungsprogramm die Fotografie-Triennale RAY 2015 begleiten. Weitere Informationen zum Programm folgen zu Beginn des kommenden Jahres.

RAY 2015 ist eine Initiative von Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Art Collection Deutsche Börse, Darmstädter Tage der Fotografie, Sammlung Deutsche Bank, DZ BANK Kunstsammlung, Fotografie Forum Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und Museum Angewandte Kunst in Kooperation mit Partnern in Wiesbaden, Hanau, Hofheim und Rüsselsheim.

Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen 
RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt / RheinMain (vorläufige Liste)

Nicole Ahland (*1970 DE), Barbara Breitenfellner (*1969 AT), David Claerbout (*1969 BE), Jonas Dahlberg (*1970 SE), Hans Op de Beeck (*1969 BE), Cristina de Middel (*1975 ES), Joan Fontcuberta (*1954 ES), João Maria Gusmão & Pedro Paiva (*1979/*1977 PT), Beate Gütschow (*1970 DE), Barbara Kasten (*1936 US), Cinthia Marcelle (*1974 BR), Maix Mayer (*1960 DE), Abelardo Morell (*1948 CU/US), Trevor Paglen (*1974 US), Georges Rousse (*1947 FR), Viviane Sassen (*1972 NL), Kathrin Sonntag (*1981 DE), John Stezaker (*1949 GB), Jan Tichy (*1974 CZ), Jörn Vanhöfen (*1961 DE), Sascha Weidner (*1975 DE), Ming Wong (*1971 SG), Wolfgang Zurborn (*1956 DE) und viele mehr.

Kuratoren
Anne-Marie Beckmann (Art Collection Deutsche Börse), Peter Gorschlüter (MMK Museum für Moderne Kunst), Jule Hillgärtner (Kunstverein Braunschweig) Alexandra Lechner (Darmstädter Tage der Fotografie), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt) und Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst).


Dienstag, 2. Dezember 2014

06.12.2014: Junge Nacht im Museum Kunstpalast in Düsseldorf

Am 06. Dezember geht die JUNGE NACHT in die neunte Runde und es heißt wieder: Die Kunst ist jung! In Kooperation mit dem Museum Kunstpalast, haben Studierende der Heinrich-Heine-Universität auch dieses Jahr wieder ein aufregendes Programm zusammengestellt.

Neben Spezialführungen zu aktuellen Ausstellungen, wie „Inside the Speaker“ von Katharina Grosse, deren surreale, teils begehbare Farblandschaften an einen fremden Planeten erinnern, und Werke Winfred Gauls aus der Sammlung Kemp, erwarten Euch auch Specials anderer Kunstrichtungen.

Filme vom Institut für Kunstdokumentation oder von Freunde(n) von Freunden nähern Euch der Kunst an. Das farbintensive Kunsterlebnis wird musikalisch vom Düsseldorfer Singer-Songwriter Honig unterstrichen. In einem Art Talk mit den Künstlerinnen und Künstlern des Abends räumt der Kunsthistoriker Emmanuel Mir mit Künstlerklischees auf. Durch getanzte Performances des Jungen Tanz Kollektiv der Folkwang Universität Essen unter der Leitung von Safet Mistele und wortgewandte Poetry von Markim Pause und Jonas Jahn beweist die Nacht der jungen Künste wieder, dass ein Besuch im Kunstpalast nicht still und andächtig sein muss.

Die durch Haut & Knochen bekannten DJs Cellar und Hector White garantieren für elektronisch geladene Stimmung. Ab Mitternacht ertönen dank Sola Plexus beste Club-Sounds und das Untergeschoss des Museums verwandelt sich in einen Dancefloor der etwas anderen Art. Kunst und Party passt nicht zusammen? Passt doch!

Das Event: https://www.facebook.com/events/771965912851513/
Die Seite: https://www.facebook.com/jungenacht 
Wir auf Instagram: http://instagram.com/junge_nacht 
Die JUNGE NACHT auf der Seite des SMKP: http://www.smkp.de/bildung-paedagogik/junge-nacht-2014.html


Junge Nacht
06. Dezember 2014 im Museum Kunstpalast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf 
20.00 – 03.00 Uhr 
Eintritt 8 €

Donnerstag, 27. November 2014

Digitalk der Digitalen Stadt Düsseldorf an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf

Am Donnerstag, den 11.12.2014 findet von 18 bis 22 Uhr der Digitalk der Digitalen Stadt Düsseldorf erstmalig an der MD.H in Düsseldorf statt. Im gläsernen Atrium werden über 200 Gäste aus der Medien‐, IT‐ und Telekommunikationsbranche erwartet. Thema des Abends ist „Games & Business: Wie man spielend die Welt erobert”.

Warum sind wir im Spiel so konzentriert, teamfähig und wollen über uns hinauswachsen? Und warum ist das im Job oft so schwer?

Prof. Tim Bruysten und Prof. Dr. J. Martin zeigen, wie die Methoden des Spiels sich auf unternehmerische Ziele übertragen lassen: Kunden loyal zu binden, Mitarbeiter zu motivieren und Unternehmen erfolgreich auf Kurs zu halten. Dabei steht die Praxis des unternehmerischen Alltags im Vordergrund: Denn die Mehrheit der Deutschen ist nicht motiviert “bei der Arbeit” und die Mehrheit der Marken kämpft täglich um die Akzeptanz ihrer Kunden.

Ergänzend gibt es spannende Einblicke in die erfolgreichste Unterhaltungsindustrie der Welt – das Gamedesign. Denn: Weit über 30 Millionen Deutsche spielen regelmäßig digitale Spiele, 20 Prozent davon gelten als “Silver Surfer”. In einigen Online‐Spielen tummeln sich weit über 100 Millionen aktive Spieler. Und so befasst sich der Vortrag ebenfalls mit der Frage, was die Faszination und Motivation ausmacht, die weltweit so viele Menschen vereint.

Jeden Monat wird ein Digitalk bei einem Mitglied der Digitalen Stadt Düsseldorf veranstaltet. Neben interessanten Vorträgen werden alte Kontakte gepflegt und Neue aufgebaut.

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro (bitte am Einlass zahlen). Für Mitglieder der Digitalen Stadt Düsseldorf ist die Teilnahme kostenlos. Mitglieder können kostenlos einen Gast anmelden.

Anmeldung: digitalestadt@duesseldorf.de

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.digitalestadtduesseldorf.de/

Mittwoch, 5. November 2014

Sneeze Freeze: Russians, Asians, Explosions & Cats


















Die Filmakademie Baden-Württemberg ist vielleicht die wichtigste Kaderschmiede, was den Filmnachwuchs angeht. Das zeigt sich auch in einem Werbespot (eher Mini-Spielfilm) für das fiktive Nasenspray Sneeze Freeze.

 Director & script: Gabriel Borgetto
 Producers: Johannes Knott, Christian Schega
 Director of photography: Markus Gebhart
 Music: Patrick M. Schmitz
 Released: September 2014

Deutscher Digital Award geht an den Start: BVDW verleiht wichtigste Kreativ-Auszeichnung der Digitalbranche


Neuer Preis mit Fokus auf digitale Kreativleistungen / Auszeichnung von Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz / Umfangreichstes Kategoriensystem aller digitalen Kreativ-Awards im deutschen Markt / Deutscher Digital Award liefert Punkte für wichtigstes digitales Kreativranking / Einreichung der Beiträge ab sofort bis zum 28. November 2014 / Preisverleihung im Frühjahr 2015

Düsseldorf, 27. Oktober 2014 – Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. geht heute mit dem Deutschen Digital Award in die erste Runde. Der neue Preis, der den DMMA OnlineStar ablöst, zeichnet kreative Spitzenleistungen der Digitalbranche aus. Eingereicht werden können Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die dort 2013 und 2014 erstmals veröffentlicht wurden. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Werbe-, Design-, Internet-, und Kommunikations­agenturen als auch Werbungtreibende und Freiberufler. Belohnt werden die Gewinner mit wertvollen Kreativpunkten für das neue digitale Kreativranking, das der BVDW gemeinsam mit den Medien­partnern HORIZONT und werben & verkaufen veröffentlicht. Die Einreichung der Beiträge ist ab sofort bis zum 28. November unter www.deutscherdigitalaward.de möglich.

Die Breite und Tiefe seiner Kategorien ist das herausstechendste Merkmal des Deutschen Digital Awards. Mit dem umfangreichsten Kategoriensystem aller digitalen Awards im deutschen Markt deckt der Preis weite Teile der digitalen Wertschöpfungskette ab und stellt damit die wichtigste Auszeichnung der Digitalen Wirtschaft dar. Die zehn Hauptkategorien reichen von Digital Advertising Formats und Digital Advertising Campaigns über Digital Live-Experience, Branded Content, Websites, Digital Commerce, Mobile Apps, bis zu Social Media und Digital Transformation und bilden mit jeweils bis zu sechs Unterkategorien die wichtigsten Bereiche und Entwicklungen der rasant wachsenden Branche ab. Als übergreifende Branchenehrung wird das Digitale Unternehmen des Jahres ausgezeichnet.

Anke Herbener (DigitasLBi), stellvertretende Vorsitzende des Fachkreises Full-Service-Digitalagenturen im BVDW: „Keine vergleichbare Auszeichnung wird der Vielseitigkeit der Digitalbranche in dem Maße gerecht wie der Deutsche Digital Award. In dem großen Themenspektrum dieser Auszeichnung sollen sich alle Marktteilnehmer wiederfinden. Durch das fein gegliederte Kategoriensystem würdigt der Preis digitale Spitzen­leistungen und sichert ihnen die verdiente Aufmerksamkeit, die der Bedeutung digitaler Medien und Kanäle und der Digitalen Wirtschaft insgesamt inzwischen zukommt. Ich bin sicher, dass sich der Deutsche Digital Award als eine zentrale Benchmark der Digitalbranche etablieren wird.“

Hohe Wertigkeit des Preises durch ausgefeiltes Bewertungssystem

Um die eingereichten Arbeiten zu würdigen und die Komplexität sowie die vielfältigen Entwicklungen der Branche ange­messen abzubilden, liegt dem Deutschen Digital Award ein ausgefeiltes Bewertungssystem zugrunde. Neben spezifischen Anforderungen für die einzelnen Kategorien finden drei übergeordnete Bewertungs­kriterien in allen Kategorien Anwendung: Der Innovationswert des Beitrages (Ist die Idee neu? Treibt die Arbeit den digitalen Wandel?), die handwerkliche Leistung (Finden die Kernbereiche des digitalen Arbeitens wie Content, Gestaltung, technische Umsetzung Anwendung?) und der Joy of Use (Nutzerzentrierung: Stellt die Arbeit die Bedürfnisse des Nutzers in den Vordergrund und stellt sie einen Mehrwert da?).

Veröffentlichung der Shortlist im Februar 2015 – Preisverleihung im April 2015

Eine hochkarätig besetzte Fachjury von Experten aus werbetreibenden Unternehmen, Agenturen und Medien wird nach Beendigung der Einreichungsfrist die Arbeiten bewerten und prämieren. Dabei werden zunächst in jeder Unterkategorie die besten Beiträge mit Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet. Die Gold-Gewinner sind dann automatisch für die Auszeichnung „Best Of Deutscher Digital Award“ in der jeweiligen Oberkategorie nominiert. Die Veröffentlichung der Shortlist ist für Februar 2015 geplant. Die Preisverleihung findet Ende April 2015 statt.

Deutscher Digital Award liefert Kreativpunkte für BVDW-Kreativranking 

Interessenten bietet der Deutsche Digital Award neben der hochwertigen Auszeichnung und hoher medialer Aufmerksamkeit noch ein weiteres gewichtiges Teilnahmeargument: Wer mit Edelmetall ausgezeichnet wird, sammelt wichtige Kreativpunkte für das Kreativranking, das der BVDW gemeinsam mit den Medienpartnern HORIZONT und werben & verkaufen veröffentlicht, und kann seine Platzierung dort entsprechend verbessern.

Geldsegen oder Geldsorgen – was haben Designer von ihrer Arbeit? Online-Umfrage zum Honorar- & Gehaltsreport 2014 gestartet

Gesicherte Existenz oder gerade mal wieder so über die Runden gekommen? Design wird als bedeutender Wirtschaftsfaktor gefeiert, Gestaltung gilt als überaus attraktives Berufsfeld. Aber wie lebt es sich als Designer? Das Klischee malt glanzvolle Altbau-Residenzen wie prekäres Lebenskünstlertum mit dem Laptop im Café. Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild vermitteln, sind Mangelware. Änderungen auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene sind jedoch nur auf Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will wissen, wie Designer leben und arbeiten. Wir wollen wissen, wie viel Geld Sie bekommen und wie Sie damit zurecht kommen. Uns interessiert, ob das Geld zur Familienplanung reicht und ob Sie sich fair behandelt fühlen. Bereits zum vierten Mal startet der Verband seine Online-Umfrage zu Honoraren und Gehältern im Design.

Erstmalig sind neben den Kommunikationsdesignern auch alle Industrie- und Produktdesigner herzlich zur Teilnahme eingeladen. Ebenso freuen wir uns auf die Antworten der österreichischen Kolleginnen und Kollegen. Sowohl der VDID Verband Deutscher Industrie Designer wie der österreichische Designverband designaustria sind Kooperationspartner beim diesjährigen Honorar- & Gehaltsreport.

Die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen beansprucht rund 10 Minuten. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Lediglich die IP-Adressen der Teilnehmer werden temporär gespeichert, um versehentliche Doppelteilnahmen zu verhindern.

Die mit dieser Umfrage gewonnenen Zahlen leisten einen wichtigen Baustein zur Diskussion über die Situation der Kreativwirtschaft und helfen den Verbänden dabei, die Interessen der Designer besser gegenüber der Politik zu vertreten. Im Mai 2015 werden die Ergebnisse dieser Umfrage veröffentlicht.

Die Umfrage ist bereits freigeschaltet und läuft noch bis zum 16. Dezember 2014. Zur Teilnahme sind alle alle selbständigen und angestellten Kommunikations- und Industriedesigner in Deutschland und Österreich aufgefordert: https://www.umfrageonline.com/s/bdg-vdid-da-report-2014

Schlosshandel: Ausstellung präsentiert angewandte Kunst und Design

Schlosshandel Silja Eggenschiler, © 2014 Region Hannover


Hannover/Neustadt a. Rbge, 03.11.2014)  Schön und nützlich zugleich: Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Weihnachtsgeschenk ist, wird beim "Schlosshandel" sicher fündig. Vom 13. November zum 14. Dezember 2014 präsentieren mehr als 30 Ausstellerinnen und Aussteller im Neustädter Schloss Landestrost exquisite Einzelstücke, die sich in Form und Design zwischen traditionellem Handwerk und künstlerischer Gestaltung bewegen. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 13. November, um 19 Uhr von Angelika Walther, stellvertretende Regionspräsidentin, eröffnet.

 Federleichte Schmuckstücke, futuristische Schalen und Vasen, geometrisches Mobiliar - die Formen- und Farbenvielfalt der ausgestellten Stücke zeugt von der Fantasie und Kreativität ihrer Designer. Ebenso vielfältig ist das Material, aus dem die Objekte gefertigt sind: Stoff, Metall, Keramik, Holz, Papier, Porzellan und Edelmetall kommen zum Einsatz. Svenja John etwa kreiert aus Kunststoff futuristische Kolliers, Armbänder und Broschen, im Atelier von Claudia Biehne entstehen hauchzarte Becher aus Porzellan, Martin Wilmes baut formschöne Möbel und Gebrauchsgegenstände aus Holz.

 Drum herum lockt ein kulinarisch-musikalisches Rahmenprogramm ins Schloss: Am Sonntag, 16. November, können Besucherinnen und Besucher im Kielmannsegge-Raum edle Tropfen der Weinhandlung VINUM probieren. Beginn der Weinverkostung ist um 15 Uhr. Schokolade aus Neustadt am Rübenberge gibt es am Sonntag, 30. November. In der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr zeigt die Firma Afa-Schokolade, wie man Pralinen herstellt. Zur Matinee am Sonntag, 7. Dezember, 11 Uhr, musiziert Saxophonist Lars Störmer, und am Sonntag, 14. Dezember, gibt die Musikschule Neustadt um 15.30 Uhr ein Konzert - beides im Großen Saal des Schlosses. Vom 13. November bis 21. Dezember finden Besucher und Besucherinnen allabendlich den Park und das Schloss in festlicher Beleuchtung vor. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Öffnungszeiten: Der "Schlosshandel" ist mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie zu den Konzerten geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gegen Spende gibt es an allen Ausstellungstagen Kaffee und Kuchen, solange der Vorrat reicht. Die Finissage findet am Sonntag, 14. Dezember, um 15 Uhr statt.

Finalisten aus Deutschland: Nachwuchsdesigner-Team der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd im Finale des globalen James Dyson Award

Treppengehhilfe „Luke Stairwalker“ unterstützt ältere oder körperlich beeinträchtigte Menschen beim Treppensteigen und biete eine kostengünstige Alternative zu sperrigen Treppenliften.
                                                                                                                                               

Mit dem Projekt „Luke Stairwalker“, einer Treppengehhilfe für ältere Menschen, kommen Alexander Abele, Maximilian Brück und Jens Eisele von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd als einziges Projekt aus Deutschland auf die Shortlist der weltweit besten Einreichungen beim internationalen James Dyson Award 2014 und haben damit weiterhin die Chance auf den Gesamtgewinn von 34.000 Euro.

„Luke Stairwalker“ ist ein unterstützendes System für ältere oder körperlich beeinträchtigte Menschen. Es schützt vor dem Fallen oder Ausrutschen auf Treppen und ermöglicht einen ergonomisch, festen Griff. Im Gegensatz zu den traditionellen Hilfen kann die einfache und kostengünstige Technik auch in engen Treppenhäusern angebracht werden. Es ist damit eine ergonomische Alternative zu teuren Treppenliften.

„In einer ausführlichen Recherche in Altersheimen haben wir herausgefunden, dass viele Menschen, die Probleme beim Treppenlaufen haben, den Griff am Geländer als unangenehm empfinden und sich mit dieser Handposition nicht gut festhalten können. Es ist jedoch wichtig, dass sie sich fest abstützen können, um die Knie zu entlasten. Für dieses Problem wollten wir eine Lösung finden. Dabei haben wir verschiedene Halterungen und Griffpositionen entwickelt, welche wir später an einfachen Modellen getestet haben. Die Lösung war am Ende die C-Form. Vorne wird ein fester Griff ermöglicht, hinten befindet sich eine Sitzschale, die für kleine Pausen genutzt werden kann. Diese schützt auch vor dem Fall nach hinten. Die einfache Mechanik sorgt für den sicheren und reibungslosen Gebrauch“, erklären Abele, Brück und Eisele ihre Erfindung.

Der James Dyson Award 2014

 Die drei Nachwuchsdesigner konnten mit „Luke Stairwalker“ sowohl eine Experten-Jury auf der nationalen Ebene, als auch eine Jury von Dyson Design Ingenieuren auf der internationalen Ebene des James Dyson Award überzeugen und haben es damit auf die Shortlist der besten 20 Einreichungen geschafft, aus denen Sir James Dyson, Gründer des Technologie- und Erfinderunternehmens Dyson, den Gesamtsieger sowie die Gewinner des zweiten und dritten Platzes wählt. Der Gesamtsieg ist mit 34.000 Euro dotiert. Auch der Fachbereich der Universität der Gewinner erhält ein Preisgeld von 12.000 Euro. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 6. November 2014.

Der James Dyson Award ist ein internationaler Designpreis, der die nächste Generation von Designern und Ingenieuren auszeichnet, unterstützt und inspiriert. Er wird von der James Dyson Foundation durchgeführt – einer von James Dyson gegründeten Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kreative Ingenieure und Produktdesigner von morgen zu fördern. Er wird in 18 Ländern, darunter Deutschland, durchgeführt. Insgesamt wurden beim James Dyson Award mehr als 600 Projekte aus den 18 Teilnahmeländern eingereicht, 75 davon aus Deutschland. Partner des James Dyson Award in Deutschland sind der Rat für Formgebung/German Design Council, der Verband Deutscher Industrie Designer und der British Council, die britische Kulturvertretung im Ausland.

Montag, 3. November 2014

create:business: Inspirierender Start-up-Day am 18.11.2014 für Kreative

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht create:business am 18.11.2014 von 9.00 bis 19.30 Uhr auf dem Platz der Ideen in Düsseldorf in die zweite Runde. Neu ist neben einem erweiterten Vortragsforum der create:business Marktplatz, auf dem sich Fachexperten aus unterschiedlichen Bereichen Zeit für die individuellen Fragen der Gründer und Selbstständigen in Kreativberufen nehmen. 

DÜSSELDORF, den 29.10.2014 – Innerhalb der Gründerwoche Deutschland lädt create:business am 18.11.2014 die Kreativen aus Nordrhein-Westfalen zum Start-up-Day in die Landeshauptstadt Düsseldorf ein. Damit ist der Platz der Ideen zum zweiten Mal Schauplatz der Veranstaltung, die sich in diesem Jahr größer und facettenreicher präsentiert.

Das create:business Vortragsforum wurde stark erweitert und durch einen Marktplatz ergänzt. Hier beantworten die
Partner von create:business in persönlichen Gesprächen die individuellen Fragen der Besucher. Besonders interessant dürfte für viele Kreative sein, dass die NRW.BANK sowohl im Vortragsforum als auch dem create:business Marktplatz über den kürzlich lancierten NRW.Kreativkredit informieren wird. Dank dem Engagement der Partner kann create:business für alle Teilnehmer kostenlos angeboten werden. Für eine kostenlose Kinderbetreuung ist ebenfalls gesorgt.

Eine gute Heimat für Kreative

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen in NRW. So kam bereits 2012 jeder vierte Euro des bundesdeutschen Branchenumsatzes von 36 Milliarden Euro aus Nordrhein-Westfalen. NRW ist damit für ungefähr 50.000 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft mit mehr als 300.000 Beschäftigten eine Heimat, wo sie sich gut entfalten können“, so Bianca Seidel, Projektleiterin von create:business, „mit create:business möchten wir den Kreativen beim Gründen und Wachsen helfen.“ *

Die Landeshauptstadt Düsseldorf gehört mit seinen Branchenschwerpunkten Werbung, Medien (Film-, Rundfunk- und Pressemarkt) und Design neben anderen Städten wie Köln oder Essen zu den Leuchttürmen der nordrhein-westfälischen Kreativwirtschaft. Über 4.000 Unternehmen arbeiten laut der Wirtschaftsförderung Düsseldorf hier in diesem Bereich. Die wenigsten davon sind so groß und wirtschaftlich stark wie beispielsweise die Werbeagentur GREY. Es sind tatsächlich gerade die vielen Kleinunternehmen, die für die Kultur- und Kreativwirtschaft prägend sind.

„Mit create:business wollen wir diesen kleinen, innovativen Unternehmen helfen, ihr Marktpotenzial besser zu nutzen“, betont Immo Schiller, der zweite Projektleiter von create:business, „die Vermittlung von unternehmerischen Know-how ist hierfür elementar. Ebenso wichtig aber ist es, Angebote zu schaffen, die kleine Unternehmen im Wettbewerb unterstützen.“ Der NRW.Kreativkredit ist nach Ansicht der Veranstalter ein Schritt in die richtige Richtung, da bisher viele gute Ideen gerade an der Kapitalbeschaffung scheitern.

Die Wichtigkeit der Geldbeschaffung spiegelt sich im Programm von create:business wider. Mit dem NRW.Kreativkredit, Crowdfunding und Crowdinvesting wird gleich in drei von sieben Vorträgen dieses Thema aufgegriffen. Weitere Vorträge behandeln die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Kreativwirtschaft, das richtige Kalkulieren von Honoraren, die Künstlersozialversicherung und das selbstsichere Präsentieren der eigenen Ideen.

Zum Abschluss des ereignisreichen Tages lädt der designertreff düsseldorf ab 19.30 Uhr zur create:business Netzwerkparty in die PAIISE ein, die sich ebenfalls auf dem Platz der Ideen befindet.

Weitere Informationen unter www.create-business.de

* Die Zahlen sind nachzulesen im Kreativ-Report NRW (2012)



Donnerstag, 25. September 2014

Mode 4.0 - Neues MSTextiles Forum zeigt Kleidung als Hightech-Produkt


Quelle: ITA, RWTH Aachen
Textilien sind ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens: Sie umgeben uns tagtäglich und schützen den menschlichen Körper, aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände vor Kälte, Nässe und Schmutz. Die Anforderungen an moderne Textilien steigen seit Jahren. Insbesondere Kleidung soll ein komfortables Tragegefühl mit ansprechendem Design, pflegeleichter Handhabung und funktionaler Ausrüstung vereinen. Das Spektrum der bisherigen Eigenschaften, wie z.B. "wasserabweisend", "atmungsaktiv" oder "reflektierend", kann nun durch miniaturisierte, elektronische Hightech-Komponenten entscheidend erweitert werden.

Leitende Fasern im Stoff sind z.B. in der Lage, elektronische Chips, Sensoren und Aktoren so zu verbinden, dass Warnhinweise auf den Rücken von Kindern im Straßenverkehr aufleuchten. Vitalfunktionen von Patienten, wie Körpertemperatur, Atmungsaktivität, Pulsrate usw. können mit eingewebten Sensoren in Kleidungsstücken gemessen und über Transmitter direkt an den Arzt gesendet werden. "Unsichtbare" RFID-Chips erleichtern zudem die Identifikation der Patienten.

Das erste MSTextiles Forum zeigt am 20. November 2014 in Aachen Einsatzbeispiele und neue Technologien, um z.B. elektronische Bauteile auf flexible, dehnbare Stoffe zu bringen, und wie Elektronik beschaffen sein muss, um zerstörungsfrei tägliche Prozesse, wie z.B. das Waschen von Kleidung, zu überleben. Das MSTextiles Forum 2014 wird vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik gemeinsam mit dem Gastgeber, dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen, und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM organisiert.

>> Weitere Informationen, das Konferenzprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung 

Carpet Design Awards 2015: Bewerbungsfrist läuft

Carpet Design Awards 2015: Bewerbungsfrist läuft
Bewerbungsschluss: 24. Oktober 2014
Jury unter dem Vorsitz von Top-Designer Michael Sodeau

 
Hannover (ots) - Das Bewerbungsverfahren für die Carpet Design Awards 2015 läuft. Noch bis zum 24. Oktober 2014 können Designer von exklusiven handgefertigten Teppichen ihre Beiträge für den renommierten Wettbewerb einreichen. Der Preis wird 2015 in acht Kategorien vergeben. Die Carpet Design Awards gelten als höchste internationale Auszeichnung für kostbare handgefertigte Teppiche. Sie setzten weltweit Maßstäbe in Bezug auf Design und Qualität. Die Gewinner werden am DOMOTEX-Sonntag, 18. Januar 2015, auf der Innovations@DOMOTEX Area in Halle 17 bekanntgegeben.


Carpet Design Awards 2015 presented by Innovations@DOMOTEX

Im kommenden Jahr werden die Carpet Design Awards erstmals unter dem Dach von Innovations@DOMOTEX 2015 präsentiert. Mit dem Zusammenschluss bilden sie einen Anziehungspunkt für neues und spannendes Design handgefertigter Teppiche und bieten Teilnehmern des Wettbewerbs einen deutlichen Mehrwert für die Präsentation und Kommunikation ihrer exklusiven Kreationen.

Eine internationale Jury unter dem Vorsitz des renommierten Londoner Designers Michael Sodeau wählt aus den eingereichten Bewerbungen je drei Teppiche in acht Kategorien aus. Bewertet werden Design und Designkonzept, Material, Ausführung, Struktur und Qualität sowie Nachhaltigkeit und Markenbildung. "Als Designer arbeite ich gern in allen industriellen Bereichen und habe Teppiche, Möbel, Beleuchtungen, Inneneinrichtungen und Ausstellungen gestaltet. Für mich als Designer sind Teppiche die größte Herausforderung, weil man sehr intensiv mit dem Hersteller verbunden ist. Ihre Interpretation deines Designs und der Prozess des Webens und Knüpfens sind einzigartig. Das ist der Grund, warum eine DOMOTEX und die Carpet Design Awards so aufregend sind. Es gibt immer wieder eine große Vielfalt zu entdecken", sagt Michael Sodeau.

Jeder Bewerber kann online unter media.domotex.de bis zu drei Designs pro Kategorie einreichen. Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen, die auf der DOMOTEX 2015 in Hannover ihre exklusiven handgefertigten Einzelstücke präsentieren. Ausschließlich in der Kategorie "Bestes Design Studio - Künstlerteppiche" können sich auch Designer qualifizieren, die nicht auf der DOMOTEX ausstellen. Die Teilnahme an dem renommierten Wettbewerb ist kostenfrei.
Die insgesamt 24 Teppiche der Finalisten werden auf der Innovations@DOMOTEX Area in Halle 17 in Szene gesetzt. Aus diesen Beiträgen wählt die Jury am 16. Januar einen Gewinner je Kategorie aus. Die Sieger werden am DOMOTEX-Sonntag, 18. Januar 2015, ausgezeichnet.
Weitere Informationen über die Teilnahmebedingungen, die Kategorien und die Jury sind online unter www.domotex.de verfügbar.

Die Jury: 

Jury-Vorsitz: Designer Michael Sodeau, Michael Sodeau Partnership, London
Jochen Ehresmann, Teppichspezialist, Einrichtungshaus Böhmler, München
Linda O'Keeffe, Autorin und Designjournalistin, New York
Michael Pourvakil, Branchenexperte und Händler für hochwertige handgefertigte Teppiche, Weavers Art, Toronto
Ross Urwin, Design- und Lifestyle-Experte, Hongkong

Die Kategorien 

-   01 Bestes Design Studio - Künstlerteppiche
-   02 Bestes modernes Design Superior
-   03 Bestes modernes Design Deluxe
-   04 Bestes klassisches Design
-   05 Bestes klassisch-modernes Design
-   06 Beste moderne Kollektion
-   07 Beste klassische Kollektion
-   08 Beste Innovation

Das ökoRAUSCH Festival für Design & Nachhaltigkeit

Ob Gemüseanbau mitten in der Großstadt, hippe Design Textilien aus Upcycling Projekten oder ethisch-moralisch korrektes Banking - Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind absolute Trendthemen. Nicht nur in den Großstädten streben viele Menschen einen grüneren Lebensstil an und tragen zu einer lebendigen, hoch dynamischen Szene bei.

Das dritte ökoRAUSCH Festival für Design & Nachhaltigkeit bildet genau diese Szene ab.
Es gibt wichtige Impulse und ist ein stetig wachsender Magnet für alle, die sich für ein bewussteres Leben interessieren.

Vom 28. September bis zum 5. Oktober 2014 wird das Forum VHS im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum an der Cäcilienstraße zum Mittelpunkt des Festivals. Das diesjährige Motto »create« komplettiert den 2012 begonnenen Dreiklang »identify, react, create« und versteht sich als Aufforderung, die Welt und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Eine Vielzahl von Workshops und Vorträgen, Mitmachaktionen, Ausstellungen oder Filmvorführungen steht für jeden Festivaltag unter einem anderen Motto - vom Urbanen Gärtnern bis zu umweltpolitischem Kunst-Aktivismus.

Ergänzend zum Programm im Rautenstrauch Joest-Museum gehören außerdem rund 60 "Satelliten" zum ökoRAUSCH Festival. Über die ganze Stadt verteilt, beteiligen sich vielfältige Vereine, Läden oder Ateliers mit eigenen Angeboten und Aktionen.

>> Mehr über das Festival und das Programm


BDG-Vortrag on Tour: »Bewegte Zeiten - Agiles Publishing« in Münster, Wuppertal, Berlin und Münster

Unsere Zeit schreit nach Veränderung: Nach wie vor arbeiten wir in der Entwicklung von Kommunikationsprodukten mit linearen Prozessen. Dabei passen diese nur noch bedingt zum Verhalten heutiger Medien und zur extremen Marktdynamik. Wir brauchen andere Arbeitsweisen, um die Dynamik um uns herum und in unseren Medien vorwegzunehmen. Die innovativsten Branchen machen es vor: Sie haben etablierte Prozessmodelle wie Scrum, die auf dem Konzept der Agilität beruhen und darauf ausgerichtet sind, mit der Geschwindigkeit am Markt Schritt zu halten.

Mit dem Vortrag »Agiles Publishing« lädt der BDG alle Designerinnen und Designer ein, von den Erfahrungen dieser Branchen zu lernen. Möglichkeiten dazu bestehen Anfang Oktober in on Tour Münster, Wuppertal, Berlin und München.

Der Referent Georg Obermayr ist Co-Autor des Buches »Agiles Publishing«. Anhand vieler praktischer Beispiele erklärt er in seinem Vortrag, wie Agilität verwirklicht werden kann. So werden organisatorische Ideen diskutiert und Prozessmodelle beschrieben. Das praktische Handwerkszeug agilen Publishings wird sichtbar und mit kreativen und technologischen Mitteln ausgestaltet. Das Ergebnis ist nicht nur mehr Spaß an der (Zusammen-) Arbeit, es entstehen auch fast automatisch crossmediale Vernetzung und Storytelling - die entscheidenden Zutaten für erfolgreiche Kommunikation. Ein inspirierender Vortrag mit vielen neuen, herausfordernden Gedanken!

Georg Obermayr ist Co-Autor des Buches "Agiles Publishing" - laut Jürgen Siebert ?vielleicht das wichtigste Buch des Jahres für (Print-)Mediendesigner". Das Buch beschreibt wie mit einer agilen Form der Medienproduktion die User Experience und das Storytelling ins Zentrum rücken. Als Leiter der Crossmedia Produktion in einer bayrischen Werbeagentur konzipiert und realisiert Georg Obermayr integriertes Publishing in digitalen und gedruckten Medien. Er schreibt für verschiedene Fachpublikationen, berät bei Digital-Publishing-Projekten und arbeitet im Schweizer Verein PDFX-ready an Industriestandards mit.

Tourdaten:

Münster:
6.10,2014, 19:30 Uhr,
Bunter Vogel, Alter Steinweg 41
Der Eintritt ist frei

Wuppertal:
7.10.2014, 18:00 Uhr
VillaMedia, Viehhofstraße 123
BDG-Vortragsabend im Doppelpack:
18:15 Uhr »PANTONE - Farben richtig kommunizieren«
19:30 Uhr »Agiles Publishing«
Der Eintritt ist frei

Berlin:
8.10.2014, 18:00 Uhr
design akademie berlin, Paul-Lincke-Ufer 8e
Eintritt für BDG-Mitglieder und Studierende der design akademie berlin kostenfrei,
Gäste zahlen 5,00 Euro

München:
10.10.2014, 18:00 Uhr
Akademie U5, Einsteinstraße 42
Eintritt für BDG-Designerinnen und Designer und Studenten der Akademie U5 kostenfrei,
Gäste zahlen 5,00 Euro


Donnerstag, 18. September 2014

SPOT: Canal+ - Cameramen



Wenn's um Fußball geht, zeigt der französische TV-Sender Canal+ vollen Körpereinsatz. So nah dran, waren die Zuschauer noch nie. Für den Spot verantwortlich ist die französische Agentur BETC.

PRINT: WWF - Trees save wildlife. Wildlife saves trees.

Großartige Printmotive für den WWF von Ogilvy & Mather India.

Bär

Nilpferd

Panda

SPOTS: Quicken Loans - Save your money




Alle wollen sie nur eure schwer verdiente Kohle. Und sie scheuen keine Mittel, unm dieses Ziel zu erreichen. Es ist Zeit etwas dagegen zu tun - zum Beispiel mit Quicken Loans.



TRAIN - The first spot in the new campaign that DRIVEN created with the team at Quicken Loans from DRIVEN on Vimeo.

AUSSTELLUNG: AUGEN AUF! 100 JAHRE LEICA FOTOGRAFIE

24. OKTOBER 2014 – 11. JANUAR 2015
HAUS DER PHOTOGRAPHIE / DEICHTORHALLEN HAMBURG

Christer Strömholm. Nana, Place Blanche, Paris 1961. © Christer Strömholm/Strömholm Estate, 2014. 


Die Ausstellung »Augen auf! − 100 Jahre Leica Fotografie« beleuchtet in rund 14 Kapiteln Aspekte der Kleinbildfotografie − von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. U.a. werden Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Höpker, Ulrich Mack, Bruce Gilden, Alex Webb präsentiert.

Ein Eintrag im Werkstattbuch belegt: Spätestens im März 1914 hatte Oskar Barnack, seinerzeit Feinmechaniker bei Ernst Leitz, Wetzlar, das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinkamera für 35 mm-Kinofilm fertiggestellt. Mit der kriegsbedingt erst 1925 eingeführten Leica (= Leitz / Camera) war nicht einfach ein neuer Fotoapparat erfunden. Die kleine, verlässliche, stets einsatzbereite, mit einem von Max Berek eigens gerechneten Hochleistungsobjektiv ausgestattete Leica markiert einen Paradigmenwechsel in der Fotografie. Nicht nur gestattete sie fotografierenden Amateuren, Quereinsteigern, emanzipierten Frauen einen leichteren Zugang zur Fotografie. Auch war mit der bequem in der Manteltasche zu tragenden Leica das Fotografieren zum selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. Der vergleichsweise billige Kleinbildfilm stimulierte das fotografische Experiment. Neue Perspektiven wurden erprobt. Insgesamt gestaltete sich der visuelle Zugriff auf die Welt innovativer, mutiger, dynamischer. Keine Frage: Die von Oskar Barnack entwickelte, von Ernst Leitz II 1924 auf den Weg gebrachte Leica war so etwas wie die Antwort der Fotografie auf die phänomenologischen Bedürfnisse einer neuen, temporeichen Zeit.

Die Ausstellung unternimmt zum ersten Mal den Versuch, den durch die Erfindung bzw. Markteinführung der Leica provozierten Umbruch in der Fotografie umfassend darzustellen. Dabei wird die Geschichte der Kamera nicht isoliert bzw. um ihrer selbst willen betrachtet. Vielmehr richtet sich der Blick auf die durch die technische Innovation Leica ausgelöste visuelle Revolution. Aus kunst- und kulturgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wie sich durch die Leica bzw. das Kleinbild das fotografische Sehen verändert hat. Welche Auswirkungen die Miniaturisierung der Fotografie auf das Schaffen von Amateuren, Künstlern, Fotojournalisten hatte. Und nicht zuletzt: Welche neuen Themen die Systemkamera mit ihrer breiten Palette an Wechselobjektiven erschlossen hat bzw. wie eingeführte Themen auf neue Art gesehen wurden: eine andere Wahrnehmung der Welt durch den Leica-Sucher.

Rund 500 Fotografien, ergänzt um dokumentarisches Material − Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme − rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage. Insgesamt folgt die von Hans-Michael Koetzle (München) kuratierte Ausstellung dem Gang der Technik- bzw. Fotografiegeschichte. In vierzehn Kapiteln beleuchtet die Schau unterschiedliche Aspekte der neueren Kleinbildfotografie − von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen.

Gezeigt werden Arbeiten international bekannter Leica-Fotografen (Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Höpker, Bruce Gilden, Alex Webb), aber auch weniger bekannte Aufnahmen von Amateuren oder Künstlern, deren Namen bis dato nicht wirklich mit dem Thema Kleinbild in Verbindung gebracht wurden – wie Ilja Ehrenburg, Alfons Walde, Ben Shahn oder George Grosz. Wichtige, zum Teil noch nie gezeigte Leihgaben kommen aus dem Werksarchiv der Leica Camera AG (Wetzlar), aus internationalen Sammlungen und Museen sowie von privaten Leigebern (Sammlung F. C. Gundlach, Sammlung Skrein, Sammlung WestLicht).

MAK Specials zur VIENNA DESIGN WEEK 2014

Mit der departure-Jubiläumsausstellung TOMORROW IS..., einer departure/MAK d>nite, Talks, Führungen und vielem mehr bietet das MAK ein hochkarätiges Programm

Wien (OTS) - Als verlässlicher Programmpartner bietet das MAK zur achten VIENNA DESIGN WEEK, die von 26. September bis 5. Oktober 2014 veranstaltet wird, auch dieses Jahr mit einer departure/MAK d>nite, Spezialführungen, Late-Night-Shopping und mit zahlreichen hochkarätigen Gästen ein facettenreiches Programm. Neben den beiden Ausstellungen "HANNA KRÜGER. [DIE SAMMLUNG] a collective structure" und der in Kooperation mit designforum Wien/kulturen in bewegung realisierten Schau "SOUTH MEETS NORTH: Local Innovation. Global Conversation" ist die Eröffnung der departure-Jubiläumsausstellung "TOMORROW IS..." ein Höhepunkt der departure/MAK d>nite am 30. September 2014. Die Zwischennutzungsspezialisten der Betonküche sorgen an diesem Abend mit ihrer foodistisch-futuristischen Intervention in der MAK-Säulenhalle für eine kulinarische Stärkung der besonderen Art. Auch in der MAK-Expositur Geymüllerschlössel ist mit einer international besetzten Matinee für anspruchsvolles Diskussionsprogramm zu Design gesorgt.

MAK-Programm im Rahmen der VIENNA DESIGN WEEK 2014

SAMSTAG, 27.9.2014, 11:00 Uhr
Führung
"VORBILDER. 150 Jahre MAK: Vom Kunstgewerbe zum Design"
Rund um die Frage "Wer oder was sind VORBILDER im Design heute?" dreht sich die Führung durch die MAK-Jubiläumsausstellung mit Gastkuratorin Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, Dresden, und den Ausstellungsgestaltern LichtwitzLeinfellner visuelle Kultur KG.
MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 11.6. - 5.10.2014

SAMSTAG, 27.9.2014, 13:00 Uhr
Ausstellungsgespräch
"THONET-TALK: MEINE VORBILDER"
In dem von Amelie Klein, Vitra Design Museum, Weil am Rhein (DE), moderierten Talk sprechen die Designer Stefan Diez und Steffen Kehrle sowie breadedEscalope im Rahmen der MAK-Ausstellung "VORBILDER. 150 Jahre MAK: Vom Kunstgewerbe zum Design" über HeldInnen und Haltungen im Design. Ein Gespräch, in Kooperation mit Thonet und Nespresso. MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 11.6. - 5.10.2014

SONNTAG, 28.9.2014, 11:00 Uhr
Matinee
"MAK DESIGN SALON #03: ROBERT STADLER. Back in 5 min"
In Kontrast zum Empire- und Biedermeierambiente der MAK-Expositur Geymüllerschlössel reinterpretiert Robert Stadler in seiner Designintervention simple Möbeltypen ländlicher Stuben und schafft durch seine Rauminszenierung eine Dekonstruktion des Ortes. In der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde spricht der Kurator des MAK DESIGN SALON Thomas Geisler, Kustode MAK-Sammlung Design, mit dem Designer Robert Stadler, der Londoner Autorin und Kuratorin Emily King und mit Jana Scholze, Kuratorin für zeitgenössische Möbel und Design, Victoria and Albert Museum, London, über die Verwandtschaft von Kunst und Design in Stadlers Arbeit. Mit freundlicher Unterstützung von DOROTHEUM Wien.

MAK-Expositur Geymüllerschlössel, Pötzleinsdorferstraße 102, 1180 Wien
Öffnungszeiten: Sa und So, 11:00-18:00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten während der VIENNA DESIGN WEEK:
Fr, 26.9.2014, 14:00-18:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 13.9. - 30.11.2014

DIENSTAG, 30.9.2014, 17:00 Uhr
departure/MAK d>nite
Präsentation der Ausstellung
"SOUTH MEETS NORTH: Local Innovation. Global Conversation" "Südnovation", eine Initiative von kulturen in bewegung aus Wien, zeigt in einer "Wohnzimmer"-Installation, was der Norden etwa durch frugale, also kostengünstige und effizienzorientierte Innovation, Upcycling oder hochflexible und kollektive Arbeitsprozesse, vom Süden für den Alltag lernen kann. Zudem wird der Upcycling-Designer Heath Nash aus Kapstadt in einem dynamischen Work in Progress mit lokalen Partnern aus Österreich diesen kollaborativen Dialog in neue Produkte umsetzen. Als World Design Capital 2014 bietet Kapstadt einen aktuellen Anlass zu dieser Auseinandersetzung mit Design- und Innovationsprozessen in unterschiedlichen Breitengraden. Österreich ist mit der vom MAK mitbegründeten Plattform AustriaDesignNet von 6. bis 13. November 2014 in Kapstadt zu Gast.
In Kooperation mit designforum Wien/kulturen in bewegung.
MAK DESIGN SPACE, Ausstellungsdauer: 26.9. - 26.10.2014
Weitere Informationen und Anmeldung zum Workshop-Programm während der VIENNA DESIGN WEEK unter www.kultureninbewegung.org

DIENSTAG, 30.9.2014, 18:00 Uhr
departure/MAK d>nite
After-Work Meeting Point im MAK Design Shop
"STUDIO FORMAFANTASMA. Alphabet"
Der After-Work Meeting Point im MAK DESIGN SHOP lädt in Anwesenheit der Designer Simone Farresin und Andrea Trimarchi (Studio Formafantasma) zur Österreichpremiere der Präsentation einer speziellen Jubiläumsedition des Glasservice "TS284 Alphabet" von Studio Formafantasma, das in Zusammenarbeit mit der Wiener Glasmanufaktur J. & L. Lobmeyr auf Basis von Dekorentwürfen aus der MAK-Sammlung entwickelt wurde.

DIENSTAG, 30.9.2014, 18:30 Uhr
departure/MAK d>nite
Präsentation der Ausstellung
"HANNA KRÜGER. [DIE SAMMLUNG] a collective structure"
Durch die Neuanordnung und Kombination bereits vorhandener Produkte untersucht die Berliner Designerin Hanna Krüger in ihrem Experiment "Stapeln+Addieren" das Potenzial privater und öffentlicher Sammlungen für die eigene Entwurfspraxis. Für die im MAK erstmals ausgestellte Arbeitspräsentation "[DIE SAMMLUNG] a collective structure", ermöglicht durch das Nespresso Design Scholarship, setzte sich Krüger unter anderem intensiv mit der Online-Sammlung des MAK, insbesondere mit dem Archiv der Wiener Werkstätte, auseinander.
MAK DESIGN LABOR, Hoffmann Geometrisch, Ausstellungsdauer: 26.9. -5.10.2014

DIENSTAG, 30.9.2014, 19:00 Uhr
departure/MAK d>nite
"TOMORROW IS ... TONITE"
Eröffnung der departure-Jubiläumsausstellung "Tomorrow is ..."
Die Ausstellung ist eine Wien-spezifische, begehbare, multimediale Installation, die sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von departure - Das Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien mit der Gegenwart und Zukunft selbständiger kreativer Arbeit auseinandersetzt. Im Rahmen der Kooperation "design>neue Strategien" von MAK und departure ist die d>nite nicht nur Ausstellungseröffnung, sondern auch Experimentierfeld dieser Fragestellungen. Die Zwischennutzungsspezialisten der Betonküche begeben sich mittels foodistisch-futuristischer Intervention an diesem Abend mitten hinein in die Debatte: "Tomorrow Is ... Tonite!"
Führungen durch die Ausstellung mit den Kuratorinnen Eva Kraus und Martina Fineder sowie den Gestaltern Andreas Pawlik (dform) und Julian Roedelius (r-g.io) am Mi, 1.10.2014, 17:00 Uhr sowie Fr, 3.10.2014, 16:00 Uhr.
MAK-Säulenhalle, MAK FORUM, Ausstellungsdauer: 1.10. - 2.11.2014

FREITAG, 3.10.2014, 17:00 Uhr
Spezialführung
"MAK DESIGN LABOR: Designrevolution NOW!"
Führung des IDRV - Institute of Design Research Vienna durch das kürzlich eröffnete MAK DESIGN LABOR. Auf der Suche nach Möglichkeitsräumen für einen gemeinsamen Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Gesellschaft thematisieren die MAK-Designers-in-Residence 2014 in dieser Führung bereits bestehende Entwicklungen und finden Potenziale im MAK DESIGN LABOR.

SAMSTAG, 4.10.2014, 11:00 Uhr
Führung und Ausstellungsgespräch
"HOLLEIN"
Die Ausstellung "HOLLEIN" taucht in den reichhaltigen Kosmos des Universalkünstlers, Designers und Architekten Hans Hollein (1934-2014) ein. Sie unternimmt anhand von großteils unveröffentlichten Archivmaterialien eine erste umfassende Neubetrachtung seines Gesamtwerkes und eröffnet durch die fotografischen Arbeiten der KünstlerInnen Aglaia Konrad und Armin Linke ungewohnte Perspektiven auf Holleins Schaffen. Gastkurator Wilfried Kuehn und MAK-Kuratorin Marlies Wirth führen gemeinsam mit Lilli Hollein, Direktorin, VIENNA DESIGN WEEK durch die Ausstellung. In Anwesenheit von Aglaia Konrad und Armin Linke. MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 26.9. - 5.10.2014

SAMSTAG, 4.10.2014, 18:00-1:00 Uhr
"Lange Nacht der Museen 2014" im MAK
Informationen zum diesjährigen MAK-Programm zur Langen Nacht unter www.MAK.at.

SAMSTAG, 4.10.2014, 19:00-21:00 Uhr
Late-Night-Shopping im MAK Design Shop
"DESIGNER'S NEWS: MEGUMI UND DAISAKU ITO"
Die in Wien und international vor allem als Lampen-Designerin aktive Megumi Ito präsentiert mit ihrem Zwillingsbruder Daisaku Ito und dessen Label Colinetta aus Tokyo eine neue Serie von handgemachten Lederaccessoires, u.a. Leder-Clutches gefüttert mit exklusiven Vintage-Kimono-Stoffen.

Weitere Informationen unter MAK.at sowie viennadesignweek.at

6. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG - INTERNATIONALES FOTOFESTIVAL VOM 18. BIS 28. JUNI 2015


10 Tage für die Fotografie – Ausstellungen in Museen, kulturellen Institutionen und im Containerdorf - Internationale Konferenzen – Ted Talks - Künstlergespräche – Workshops - Portfoliosichtungen - Parties - nächtliche Projektionen - unter dem Motto „THE DAY WILL COME“.

2015 wird Hamburg vom 18. bis 28. Juni zum sechsten Mal das Zentrum für Fotografie in Deutschland. In zehn Tagen konzentriert die Triennale der Photographie außergewöhnliche Ideen, Begeisterung und Engagement für die Fotografie in Vorträgen, Filmen, Projektionen, Begegnungen sowie Ausstellungen, die auch über den Festivalzeitraum hinaus zu sehen sein werden. Zehn Tage, in denen an der Fotografie und an Kunst Interessierte die Möglichkeit haben, sich intensiv mit Fotografie auseinanderzusetzen.

Die künstlerischen Leitung übernimmt der neue Kurator Krzysztof Candrowicz, der für das gesamte Programm des internationalen Festivals verantwortlich zeichnet. Krzysztof Candrowicz, 35, ist Gründer des Internationalen Fotofestivals in Lodz (Fotofestiwal Łódź), der Stiftung für Visuellen Erziehung (Fundacja Edukacji Wizualnej) und des Łódź Art Centers in Polen. Darüber hinaus rief er 2004, unter dem Namen PhotoFestivalUnion, ein Netzwerk von 30
Europäischen Fotofestivals ins Leben. Als Kurator und Redner ist er bei zahlreichen Museen, Fotoschulen und Fotofestivals europa- und weltweit zu Gast. Im Januar 2014 wurde er zum künstlerischen Leiter der 6. Triennale der Photographie berufen.

Unter dem Motto des Fotofestivals „THE DAY WILL COME“ präsentieren die Hamburger Kunsthalle, das Haus der Photographie/ Deichtorhallen, das Museum für Kunst und Gewerbe, die Stiftung Historische Museen, das Bucerius Kunstforum und der Kunstverein in Hamburg Ausstellungen mit Künstlern von internationalem Rang. Weitere Sonderausstellungen werden im Oberhafen, bei Designxport und in Galerien gezeigt. Ergänzt werden die Ausstellungen von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

Im Zentrum der Triennale und seiner Aktivitäten steht ein Containerdorf vor den Deichtorhallen, in dem zehn europäischen Fotofestivals und zehn europäischen Fotoschulen eine Plattform geboten wird und damit auch den Austausch zwischen Besuchern und europäischen Fotografen anregt. Im Vorfeld der Aktivitäten wird die Triennale im September 2014, in gegenseitiger Partnerschaft mit Photoville, in einem der Container auf dem Festivalgelände des Brooklyn Bridge Parks in New York, eine Ausstellung des Hamburger Fotografen Henrik Spohler zeigen.

Das Motto der Triennale „THE DAY WILL COME“ ist ein Bibelzitat und soll anregen, über die Zukunft der Fotografie in technischer und vor allem in ästhetischer Hinsicht nachzudenken. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Kuratoren, Künstlern, Futurologen und Soziologen wird eine Brücke in die Zukunft geschlagen. Dabei sollen verschiedene Aspekte von unterschiedlichen Standpunkten aus beleuchtet werden. Die Stiftung historischer Museen erforscht unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN THE PAST MEETS THE FUTURE“ ihre fotografischen Sammlungsbestände in Zusammenarbeit mit fünf zeitgenössischen Künstlern der Gruppe Sputnik.

Im Fokus des Hauses der Photographie/Deichtorhallen stehen unter dem Titel THE DAY WILL COME WHEN MAN FALLS verschiedene Werkgruppen des zeitgenössischen New Yorker Fotografen Phillip Toledano, der gesellschaftsrelevante und persönliche Zukunftsvisionen entwickelt. Inhaltlich und thematisch ergänzend zu den Arbeiten von Phillip Toledano werden in einer Kabinettausstellung sechzig historische und zeitgenössische Porträts unterschiedlichster Fotografen aus der Sammlung F.C. Gundlach gezeigt. Das Bucerius Kunstforum thematisiert unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN WATER MATTERS“ die Ressource Wasser in Fotografie und Malerei, und das Museum für Kunst und Gewerbe wird das Phänomen des Netzwerkens aufgreifen unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN WE SHARE MORE THAN EVER“. Die Hamburger Kunsthalle widmet sich in der Ausstellung „THE DAY WILL COME WHEN THERE IS HOPE“ den ambivalenten und höchst kontrov ersen Momenten des „Prinzips Hoffnung“ in der zeitgenössischen Photographie, während der Kunstverein in Hamburg unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN PHOTOGRAPHY REVISES“ sechs Fragen an die Fotografie stellt, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse umreißen.

Zur Triennale erscheinen ein Katalogkompendium und ein kostenloser Guide. Es wird ein Triennale-Ticket, gültig während der zehn Tage des Festivals, geben und einen Professional Pass für Fotokuratoren und Fotofachleute.

Die erste Triennale der Photographie Hamburg, initiiert durch den Fotografen und Sammler F. C. Gundlach, fand 1999 in vier Museen und Institutionen sowie in vierzig Galerien und anderen Veranstaltungsorten statt. Die letzte Triennale der Photographie 2011 hatte doppelt so viele Veranstalter und Veranstaltungsorte und sie zog über 200 000 Besucher an. Wir hoffen mit unserem diesjährigen Programm noch mehr Besucher anzulocken, besonders aus den europäischen Nachbarländern.

Produkt- und Markenpiraterie: Gefahr für Wirtschaft und Verbraucher - Negativpreis „Plagiarius“ rückt skrupellose Fälschungen ins öffentliche Licht -

Plagiarius-Wettbewerb 2015
Einsendeschluss: 30. November 2014
Frühbuchertarif für Anmeldungen bis 31. Oktober 2014

Plagiarius Zwerg



Bereits zum 39. Mal schreibt die Aktion Plagiarius e.V. den Plagiarius-Wettbewerb aus. Unternehmen, Designer und Erfinder sind aufgefordert, ihre Originalprodukte sowie vermeintliche Nachahmungen einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler - als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen.

In Ergänzung zur juristischen Verfolgung hat sich die Teilnahme am Wettbewerb für viele Betroffene als sehr erfolgreich erwiesen: Die Angst vor öffentlicher Blamage hat schon so manchen Plagiator dazu gebracht z.B. Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder seine Lieferanten preiszugeben.

Zudem sind Praxis-Beispiele von Produkt- und Markenpiraterie wichtig für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Konsumenten. Die Aktion Plagiarius vereint beides: Abschreckung der Plagiatoren (Angebot) und Aufklärung der Verbraucher (Nachfrage).

Zum Wettbewerb einzureichen sind:

- Das Originalprodukt (sofern die Verpackung nachgemacht wurde in Original-Verpackung)
- Das vermeintliche Plagiat (inkl. Verpackung)
- Das ausgefüllte Anmeldeformular (1 x ausgedruckt, 1 x per email an info@plagiarius.com)
- Korrespondenz mit dem Plagiator, falls erfolgt
- Kopien von eingetragenen Schutzrechten (Urkunden), falls angemeldet
- Ggfs. weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten (kurz/ präzise)

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. Februar 2015 auf der Frankfurter "Ambiente" - der weltweit größten Konsumgütermesse – statt. Während der Ambiente (13.-17. Februar 2015) werden alle eingereichten Originale und Plagiate im Foyer 5.1 / 6.1 an prominenter Stelle ausgestellt. Anschließend werden die Preisträger-Objekte u.a. im Museum Plagiarius in Solingen sowie bei weltweiten Wanderausstellungen einem breiten Publikum präsentiert.

Bearbeitungsgebühr „Frühbuchertarif“ bis 31. Oktober 2014: 
1. Anmeldung: EUR 300,00 - jede weitere Anmeldung: EUR 150,00

Bearbeitungsgebühr bis 30. November 2014: 
1. Anmeldung: EUR 350,00 - jede weitere Anmeldung: EUR 200,00

Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen - das Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen können unter www.plagiarius.com in der Rubrik „Wettbewerb“ herunter geladen werden.

Fragen beantwortet Christine Lacroix, Tel. +49(0)7308 / 922 422 oder e-Mail info@plagiarius.com.

AUSSTELLUNG: "Fette Beute. Reichtum zeigen" - Darstellung von Reichtum in Fotografie, TV und in den Neuen Medien

17. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Juergen Teller, Ed´s Godmother, Stephanie Simon Hale and Artur Teller, Werbung für Phillips de Pury & Co Magnificent Jewels, London, 2005, Offsetdruck, 76 x 115 cm, © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York


Mit der Ausstellung „Fette Beute“ widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Darstellung von Reichtum und der Selbstdarstellung von Reichen in der Fotografie und den Massenmedien. Während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wird Reichtum offenbar immer exzessiver vorgezeigt. In einer umfassenden Ausstellung wurde dieses Phänomen bisher noch nicht behandelt. „Fette Beute“ versammelt 20 zeitgenössische interna-tionale Positionen, darunter künstlerische Arbeiten, Reportage-Fotografie, Dokumentarfilme und Videoarbeiten von Tina Barney, Gabriel Mascaro, Martin Parr, Julika Rudelius, Juergen Teller, Paolo Woods u.a. Hinzu kommen Amateur-aufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“. Die thematischen Kapitel werden durch 13 historische Pendants aus der Zeit vor der Jahrhundertwende bis zum Bildjournalismus der 1960er Jahre ergänzt. Dazu zählen Aufnahmen von Jacques Henri Lartigue, Lisette Model, Regina Relang, Edward Steichen u.a. Die 150 Werke umfassende Ausstellung nähert sich dem Thema mit soziologischem Interesse. Sie fragt nach kulturellen Prägungen und nationalen Unterschieden von Reichtum, nach den Auswirkungen der Globalisierung auf die Darstellung von Luxus, beleuchtet die Motivation und Rolle von Zeigenden und Betrachtern und reflektiert den Wandel der Bildmedien.

„Niemand hat, soweit ich weiß, das soziale Phänomen des Reichtums fotografiert“, äußerte 1964 die Fotografin Dorothea Lange, die ihr Leben der Dokumentation von Armut gewidmet hat. Tatsächlich ist Reichtum im Verhältnis zu Armut sehr viel seltener Thema sozialdokumentarischer Fotografie gewesen. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die privilegierte Schicht den forschenden Blicken der Fotografen entzieht und bewusster die Bildproduktion steuert. Seit den 1980er Jahren aber gehen renommierte Fotografen dem Phänomen nach; oftmals stammen sie selbst aus gehobenen Verhält-nissen. Neben sozialdokumentarischen und künstlerischen Projekten wirft die Ausstellung einen Blick auf die Darstellungskonventionen in der Reportage-Fotografie und auf die Selbstdarstellung junger Reicher in Fotosharing-Portalen und Fernsehformaten. Reality TV-Sendungen wie „Rich Kids of Beverly Hills“ und die in den letzten Jahren aufgekommene Handy- und Tagebuchfotografie, die in Blogs wie „Rich Kids of Instagram“ auf Webportalen geteilt, kommentiert und ausgestellt werden, sind von der Geste des Zeigens geprägt. Mit den neuen medialen Verbreitungsmög-lichkeiten kann jeder zum Reporter der eigenen Lebensumstände werden, der Blogger wird zum Paparazzo in eigener Sache; Printmedien, Internet und TV präsentieren die Insignien einer neuen ultrareichen Gesellschaftsschicht: goldene Mobiltelefone, eine goldene Kalaschnikow oder die Quittung einer Champagnerflasche für 100.000 Euro. Die Ausstellung fragt, welche Rolle die Fotografie für die Selbstinszenierung spielt, und wie sie als Medium den Blick auf das Phänomen „Reichtum“ lenkt.

Das Verhalten Wohlhabenden gegenüber ist ambivalent: Einerseits werden sie um ihren Reichtum beneidet, andererseits bereitet selten etwas so viel Vergnügen wie der Anblick von Neureichen und ihr vermeintlich schlechter Geschmack, der in eigenen Realtiy TV-Formaten wie „Die Geissens“ vorgeführt wird. Daneben beschäftigt sich die Schau mit den Repräsentationsansprüchen, den kulturellen Prägungen und dem Habitus der Reichen, die sich in Porträts spiegeln.

Aufnahmen aus China, Russland und Brasilien knüpfen an koloniale Darstellungsmuster des 19. Jahrhunderts an und thematisieren damit die Auswirkungen der Globalisierung. Die räumliche Abgrenzung der Wohlhabenden und die Demonstration von Machtstrukturen werden anhand der „Orte des Reichtums“ zur Diskussion gestellt. An diesen Orten der Macht scheinen Fotografen und Filmer aufgefordert, die Autorität der Kamera ins Feld zu führen.

Arm und Reich

Den Auftakt der Ausstellung bildet das Projekt „Rich and Poor“ des US-amerikanischen Fotografen Jim Goldberg. In seinem Porträtprojekt (1977-1985) stellt er Arm und Reich einander gegenüber und fragt danach, welchen Stellenwert Geld in der Gesellschaft hat. In den Kommentaren der Porträtierten, die auf den Fotografien zu lesen sind, wird deutlich, dass Geld eine wesentliche Rolle dabei spielt, wie sich Menschen in der Gesellschaft einordnen und ob sie ihr Leben als gelungen verstehen. Das historische Pendant zu dieser Serie bilden die Porträts des in Hamburg geborenen Briten Bill Brandt. Für sein Buch „The English at Home“ setzt er 1936 der sozialen Not der englischen Arbeiterklasse das mondäne Leben der Oberschicht entgegen. Im Rahmen der Ausstellung sind Goldbergs und Brandts Arbeiten die einzigen, die Reichtum und Armut unmittelbar gegenüberstellen. Gleichzeitig sind sie beispielhaft für das Anliegen der sozialdokumentarischen Fotografen, über gesellschaftliche Phänomene aufzuklären. Diese Absicht schwingt bei vielen gezeigten Arbeiten mit.


Die feine Gesellschaft

Bälle, Opern oder Pferderennen sind traditionell Anlässe zu denen sich die gehobene Gesellschaft trifft. Die Fotografen rücken die aufwendigen und kostspieligen Kleider, den opulenten Schmuck und das ausgelassene Fest ins Bild. Der ironische Blick auf die „feine“ Gesellschaft begleitet die Arbeit der Fotografen und zeigt auch die Ambivalenz von Reichtum. So hält der Schweizer Jakob Tuggener fasziniert die rauschende Stimmung der Ballnächte der High Society fest, zeigt jedoch auch Stillleben von ausufernden Genüssen, die sozialkritisch gelesen werden können. Die Porträts der Amerikanerin Lisette Model auf der „Promenade des Anglais“ im französischen Badeort Nizza bleiben mehrdeutig. Die Gesichter der Fotografierten werden durch sie zu Karikaturen von Reichen. Die „feine“ Gesellschaft nehmen auch der Brite Martin Parr und der Niederländer Otto Snoek in den Blick und übersteigern sie. Mit entlarvender Geste fokussieren sie auf Haut, Frisuren, Kleider und Juwelen und enttarnen jene Momente, in denen das sorgfältig arrangierte Make-up sich als Maske entpuppt und die Gestik und Mimik zum Zerrbild des demonstrativen Vorzeigens werden.


Globalisierter Reichtum

Wie wird der Reichtum verschiedener Ländern dargestellt? Gibt es Unterschiede in der Selbstinszenierung von Wohl-stand zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern? Wie spiegelt sich die Veränderung der Einkommens-verhältnisse im Alltag und in der Selbstdarstellung der Bevölkerung wider? In Staaten wie Brasilien, Russland und China, die durch politische und wirtschaftliche Transformationsprozesse große Veränderungen in der Einkommensverteilung durchlaufen, scheint das Thema besonders virulent. Die Amerikanerin Tina Barney dokumentiert in ihrem Projekt „The Europeans“ ab 1996 die selbstverständliche Gesetztheit der wohlhabenden Familien im „alten Europa“. Die weiße Geld-Elite, die Lamia Maria Abillama in „Ladies of Rio“ in der südamerikanischen Metropole porträtiert, umgibt sich mit den Insignien dieses alten Reichtums. Ihre Wohnungen schmücken sie etwa mit altniederländischer Malerei und kostbaren antiken Möbeln. Die Auswirkungen des globalisierten Reichtums verhandelt der Holländer Paolo Woods. Er zeigt in seiner Arbeit „La Chinafrique“(2007) neokoloniale Tendenzen. Die chinesischen Investoren, die er in Nigeria fotografiert, manifestieren ihren Status, indem sie ihr hierarchisches Verhältnis zu den nigerianischen Arbeitern betonen. Der südafrikanische Fotograf Muntu Vilakazi beobachtet von 2009 bis 2013 in „Politics of Bling“ wiederum das große Bedürfnis der aufsteigenden südafrikanischen Mittelklasse nach materiellem Besitz.

Die Orte des Reichtums

Die Orte des Reichtums zeichnen sich durch ihre Exklusivität aus. Zahlreiche Fotografen beschäftigen sich mit ihrer begrenzten Zugänglichkeit und setzen sich mit dem Verhältnis von Macht und Architektur auseinander. Der US-Amerikaner Jim Dow zeigt die mit wertvollen Möbeln und Materialen ausgestatteten Clubräume der privaten Zirkel von New York City, wie die „Harvard Hall“ oder den „Metropolitan Club“. Gabriel Mascaro interviewt 2009 in seinem Dokumentarfilm „High-rise“ neun vermögende Brasilianer zu ihren Penthäusern und ihrem Leben “at the top“. Die amerikanischen Fotografen Julius Shulman und Slim Aarons fotografieren die repräsentative Architektur privater Anwesen vor Ort, während sich der französische Paparazzi-Fotograf Sébastien Valiela zwischen 2005 und 2008 den Besitztümern kalifornischer Stars mit Drohnenkameras nähert. Giacomo Bianchetti verhandelt in „Can I?“ den Zugang zu den abstrakten Orten des Geldes, indem er seine Kamera vor den Eingangsbereichen börsennotierter Unternehmen in der Schweiz platziert und die Gespräche aufzeichnet, die er vor Ort mit Sicherheitskräften führt.


Born Rich

Die Fotografie war in ihren Anfängen zunächst ein kostspieliges Hobby für Gutbetuchte. Jacques Henri Lartigue, Sohn wohlhabender Eltern, fotografierte seit Anfang des 20. Jahrhunderts Freunde und Verwandte bei ihren extravaganten und exklusiven Hobbies. Fasziniert von der neuen Geschwindigkeit, fing er Tempo und Bewegung beim Flugsport und bei Autorennen ein. Die vermögenden Foto-Amateure von heute beschränken sich auf das Abbilden ihres Lifestyles mit schnellen Handy-Aufnahmen, die auf dem Internet-Portal „Rich Kids of Instagram“ in einem Tumblr-Blog zusammen-gefasst sind. Dort repräsentieren typische Luxusgüter den „demonstrativen Konsum“: teure Uhren, Sportwagen, ausladende Treppenaufgänge, Swimmingpools, Champagnerrechnungen. In beiden Fällen sind es die Reichen selbst, die mit solchen Bildern Einblicke in eine Welt geben und den meisten Betrachtern die Rolle von außenstehenden Voyeuren zuweisen. Reich geboren zu sein, bedeutet auch, einen Habitus spielerisch eingeübt zu haben. Diese Rituale macht Julika Rudelius 2009 in ihrem Video „Dressage“ zum Thema. Junge Mädchen kleiden sich in hochpreisige Fashionlabels und schminken sich gekonnt. Das Rollenspiel bricht jedoch auf und die Szene entwickelt sich zu einem vergeblichen Ausbruchsversuch aus der vorbestimmten Welt.


Prestigeobjekte

Typische Statussymbole können auch Gemälde und Kunstobjekte sein. Sie finden sich in vielen Darstellungen, die Reiche in ihrer häuslichen Umgebung zeigen, wie etwa bei den Aufnahmen von Tina Barney oder Lamia Maria Abillama. Eine Reihe zeitgenössischer Künstler hat die Funktion der Kunst als Prestigeobjekt selbst zum Thema gemacht. Louise Lawler untersucht, was sich mit der Platzierung eines Werks im Sammlerhaushalt ändert und hinterfragt den dekorativen Charakter von Kunst. Wie verändert sich etwa unser Blick auf einen Jackson Pollock, wenn unterhalb des Gemäldes eine Porzellanterrine mit farblich korrespondierendem Dekor platziert wird? Kunstwerke können kulturelles Kapital generieren und den Käufer so über den herkömmlichen Geschmack und den rein materiellen Konsum erheben. Ausgangspunkt für Christian Jankowskis Arbeit „The Finest Art on Water“ war das Eintreffen der Superyacht des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch anlässlich der Biennale von Venedig 2011. Der Künstler bietet in Kooperation mit den Bootsherstellern Riva und CRN 2011 auf der Londoner Kunstmesse Frieze zwei Luxusyachten zum Kauf an und macht damit typische Spielzeuge Megareicher zu Skulpturen. Der potentielle Käufer soll entscheiden, ob er die Objekte als Gebrauchsgegenstand oder als Kunstwerk erwerben würde. Das Boot als Kunstwerk hat dabei den höheren Preis.

Freitag, 29. August 2014

Audi Art Night in Düsseldorf: Bühne frei für die Gewinner des Audi Art Awards

Fotocredit: AUDI AG / Die Audi Art Award Jury 2014, v.l.n.r. Dr. Christiane Hoffmans (Welt am Sonntag, Kultur), Daniel Hug (Direktor ART COLOGNE), Anna K.E. (Künstlerin), Mischa Kuball (Künstler), Werner Lippert (Kurator) und Florian Meisenberg (Künstler)
Düsseldorf, 28. August 2014 – Mit der Audi Art Night öffnet am 4. September die Ausstellung der besten sechs Arbeiten des Audi Art Awards ihre Türen. Die temporäre Ausstellung wird für Besucher bis einschließlich 7. September in der alten Schraubenfabrik „Boui Boui Bilk“ in der Suitbertusstraße 149 in Düsseldorf zu sehen sein.

Kristina Buch, Carolin Eidner, Henning Fehr & Philipp Rühr, Bastian Hoffmann, Alvin Lay und Johannes Post heißen die Finalisten des diesjährigen Audi Art Awards, die unter fast 100 Einreichungen von der hochkarätigen Jury ausgewählt wurden. Ihre Werke werden bei der Audi Art Night und einer anschließenden dreitägigen Ausstellung honoriert.

Der Gewinner des mit  € 10.000  dotierten Kunstpreises wird am 4. September im Rahmen der Ausstellungseröffnung bekanntgegeben. „Wir wollen den jungen Künstlern eine positive Weiterentwicklung ermöglichen und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit  stärken“, erklärt Rainer Höfler, Gesamtvertriebsleiter der Audi Region West. „Die Audi Art Night ist eine feste Größe im Düsseldorfer Kulturkalender und bietet eine tolle Präsentationplattform für die Teilnehmer.“

Für viele der bisherigen Gewinner war der Audi Art Award ein erfolgreicher Auftakt für zahlreiche weitere Kunst- und Ausstellungsprojekte. Zu den Gewinnern seit 2006 zählen unter anderem Nate Harrison, Anna Edzgveradze und Florian Meisenberg, Erika Hock, Manuel Graf und Philipp Schulze, Michael Englert und Adam Harrison, Frauke Dannert sowie der Rhein Verlag.

Weitere Informationen zum Audi Art Award unter www.audipowersduesseldorf.de.

Ausstellung: RAY kommt wieder! Von Juni bis September 2015 feiert Frankfurt/RheinMain erneut die Fotografie

Nach der erfolgreichen Premiere der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain im Jahr 2012 zeigt auch RAY 2015 wieder herausragende internationale Positionen der zeitgenössischen Fotografie in Frankfurt und der Region. Initiiert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain bündelt RAY 2015 die besonderen Qualitäten der hier vertretenen Sammlungen und Institutionen in einer einzigartigen Kooperation. Damit reiht sich RAY in die Riege bedeutender internationaler Fotofestivals ein.

Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, über das Projekt: „Auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain sind im Jahre 2010 die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain entstanden. Gleich ihre erste Ausgabe im Jahr 2012 war ein weithin beachteter nationaler und internationaler
Erfolg. Die außergewöhnlich enge Kooperation zwischen bedeutenden Institutionen und Sammlungen, die sich für das Medium Fotografie engagieren, wird auch 2015 Frankfurt und die Region Rhein-Main als wichtigen Standort der Fotografie stärken und international sichtbar machen. Ich freue mich auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte RAY im Jahre 2015.“

Von Juni bis September 2015 werden die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain an über 12 Orten in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet präsentiert, entdeckt und diskutiert. Ergänzend zur Hauptausstellung IMAGINE REALITY werden in der zweiten Ausgabe von RAY zahlreiche neue, exklusive Produktionen in Auftrag gegeben, die in den Partnerinstitutionen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region ausgestellt werden.

Das Museum Angewandte Kunst wird gemeinsam mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und dem Fotografie Forum Frankfurt die Hauptausstellung von RAY 2015 IMAGINE REALITY präsentieren. Die gezeigten Positionen wie auch die vielen Neuproduktionen werden vor allem die Übergänge zwischen dokumentarischer, foto-journalistischer, angewandter und künstlerischer Fotografie in den Blick nehmen. RAY 2015 zeigt, wie Fotografie unsere Wirklichkeit nicht nur abbildet, sondern selbst neue Realitäten schafft. Die dabei verwendeten fotografischen Mittel sind so vielfältig wie die Geschichte der Fotografie und spiegeln die Transformation des Mediums wider: Traditionelle fotografische Verfahren und neue, durch technologische Entwicklung entstandene Möglichkeiten werden gleichermaßen in der aktuellen künstlerischen Fotografie genutzt. So greifen John Stezaker und Abelardo Morell zurück auf analoge Bilderzeugung durch Collagetechniken oder der Camera Obscura. Fotografinnen wie Viviane Sassen und Barbara Kasten komponieren ihre Motive zunächst dreidimensional, spielen dabei mit Licht, Schatten und Perspektive. Dabei verschmelzen die räumlichen Ebenen und es entstehen neue, oft unerwartete Zuordnungen. Die Erweiterung der Fotografie durch wissenschaftliche und digitale Verfahren führt bei Künstlern wie Beate Gütschow oder Trevor Paglen zur Auseinandersetzung mit Transformationsprozessen, die von einzelnen Elementen der Realität ausgehen und sie verwandeln.

Die Hauptausstellung von RAY 2015 wird aufs Neue von KuratorInnen der beteiligten Frankfurter Institutionen und Sammlungen für Fotografie entwickelt. Luminita Sabau, Sprecherin der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain: „RAY 2015 versammelt erneut die derzeit spannendsten Positionen der Kunst mit Fotografie. International anerkannte Künstler und Newcomer werden in Frankfurt und der Region drei Monate lang ihre subjektiven Bildwelten präsentieren. RAY 2015 veranschaulicht kaleidoskopartig Bilder von Utopien und Dystopien, Welten, die sich gegenüberstehen, sich ergänzen, negieren oder ineinanderfließen. Nun können wir die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain als Triennale fest in der Kulturlandschaft der Region und international verankern und somit wichtige Impulse über die Region hinaus ausstrahlen.“

RAY 2015 wird nicht nur mit wichtigen Häusern aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region kooperieren, sondern auch mit den Hochschulen und über vielfältige Vermittlungsprogramme darüber hinaus ein breites Publikum beteiligen. RAY 2015 ist eine Initiative von Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Art Collection Deutsche Börse, Darmstädter Tage der Fotografie, Sammlung Deutsche Bank, DZ BANK Kunstsammlung, Fotografie Forum Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und Museum Angewandte Kunst in Kooperation mit Partnern in Wiesbaden, Hanau, Hofheim
und Rüsselsheim.