Donnerstag, 27. Februar 2014

HAMBURG: DER »KLUB DER KÜNSTE« STARTET

EINZIGARTIGES ANGEBOT DER DEICHTORHALLEN HAMBURG BIETET JUNGEN MENSCHEN EIN SPRUNGBRETT IN KREATIVE BERUFSFELDER
AUFTAKTVERANSTALTUNG VOM 27. FEBRUAR 2014 − 2. MÄRZ 2014

Angebote für Kinder gibt es in deutschen Museen reichlich, doch was ist mit den Jugendlichen, die aus den Programmen herausgewachsen sind und die ernsthaft mit dem Gedanken spielen, ihre künstlerischen Talente und Interessen in eine berufliche Laufbahn zu lenken? Diese bisher vernachlässigte Gruppe der 16- bis 21-Jährigen findet im frisch gegründeten »Klub der Künste« der Deichtorhallen Hamburg einen Frei- Raum für die Entwicklung der eigenen kreativen Potentiale in Hinblick auf die Berufsfindung.



Der »Klub der Künste« ermöglicht eine künstlerische Grundbildung als Sprungbrett in kreative Berufsfelder. Er umfasst ein abwechslungsreiches Angebot an Kursen, Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden, Ausstellungs- und Atelierbesuchen. In Vorträgen von professionellen Illustratoren, Fotografen, Redakteuren, Architekten, Kuratoren, Ausstellungstechnikern, Restauratoren etc. erhalten die Teilnehmer einen Überblick über künstlerisch-kreative Tätigkeitsfelder und somit Orientierung bei der Wahl eines Studiengangs oder Ausbildungsplatzes. Besuche in Ateliers, Redaktionen, Agenturen, Projekträumen, Galerien und weiteren Kunstinstitutionen bieten nicht nur einen Blick hinter die Kulissen, sondern auch einen Einblick in den Berufsalltag kreativer Persönlichkeiten.
Der »Klub der Künste« beschäftigt sich mit allen Bereichen der Kunst von bildender und angewandter Kunst über Fotografie, Design und Architektur hin zu Multimedia und urbaner Kunst im Öffentlichen Raum, - den Beschäftigungsfeldern sind keine Grenzen gesetzt, sie sind möglichst interdisziplinär verbunden.

Eine wichtige Aufgabe sieht der »Klub der Künste« in der Unterstützung der Jugendlichen bei der Berufsfindung mit Beratungsgesprächen, auch begleitend zur Mappenvorbereitung. Idealerweise kann der »Klub der Künste« als Brücke zwischen Schule, Ausbildung und Studium fungieren. Die Aktivitäten des »Klub der Künste« lassen sich jederzeit erweitern und ausbauen. Jugendliche haben die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ideen einzubringen, den Klub mitzugestalten.

Zur Auftaktveranstaltung vom 27. Februar bis 2. März 2014 haben sich bereits 27 Jugendliche dem »Klub der Künste« angeschlossen. Zum Thema »Bewegende Bildwelten« geben die Hamburger Künstler Sabine Flunker und André Lützen den Teilnehmern in theoretischen und praktischen Workshops einen Einblick in die Welt des amerikanischen Malers Philip Guston. Ziel ist es, die Teilnehmer darin zu unterstützen, ihre ureigenen künstlerischen Fähigkeiten zu erkennen und zu stärken. Die Ergebnisse werden in einer Dokumentation veröffentlicht.

WEITERE INFORMATIONEN
Birgit Hübner Leitung Kulturelle Bildung der Deichtorhallen Hamburg Telefon 040 / 32103 – 140, kdk@deichtorhallen.de

Mittwoch, 26. Februar 2014

SPOT: Zona Jobs - Lottery



Geld macht nicht glücklich. Schon gar nicht ein Lottogewinn. Geld verändert das Leben, allerdings nicht so wie gedacht. Glücklich macht, jeden Tag zu tun, was wir lieben. Dieser Gedanke wird recht eindrucksvoll von McCann aus Buenos Aires in Szene gesetzt. Ich persönlich würde dem Lottogewinn doch eine Chance geben.

SPOT: Jack Daniel's - Frank the Man



Ob Frank ohne Jack jemals eine so markante Stimme bekommen hätte? Darüber lässt sich nur spekulieren. Aber dass die Freundschaft auch Jahre nach dem Tod des Sängers anhält, zeigt dieser Spot, für den die amerikanische Agentur Arnold Worldwide verantwortlich ist.



PRINT: Canada's Next Top Ad Exec

Canada's Next Top Ad Exec ist ein nationaler Werbe- und Marketing-Wettbewerb von der McMaster University School of Business DeGroote. Es ist, nach eigenen Angaben, wohl das reichste und einflussreichste Programm in der Geschichte der kanadischen Universitäten. Die Printkampagne stammt von der Agentur MacLaren McCann.





Montag, 24. Februar 2014

Ausstellung: Feuerbachs Musen – Lagerfelds Models

Hamburger Kunsthalle × Stiftung öffentlichen Rechts
21. Februar bis 15. Juni 2014
Galerie der Gegenwart, Sockelgeschoss

Mit der Ausstellung Feuerbachs Musen – Lagerfelds Models präsentiert die Hamburger Kunsthalle eine ungewöhnliche Doppelschau zu Anmut, Erotik und der Verehrung von Musen und Models, indem sie Gemälde von Anselm Feuerbach mit noch nie gezeigten Photographien von Karl Lagerfeld zusammenführt. Auf ähnliche Weise suchen Feuerbach und Lagerfeld nach einer Aktualisierung der in der Antike begründeten idealen, zeitlosen Schönheit. In der Ausstellung wird der Kult um Schönheit, der das Modell zur Ikone stilisiert, thematisiert. Von Feuerbach sind über vierzig Arbeiten vornehmlich aus den Jahren 1860-70 in der Ausstellung zu sehen. Die Werke sind Leihgaben aus dem Feuerbachhaus Speyer, sowie aus deutschen, schweizerischen und österreichischen Museen und Privatsammlungen. Karl Lagerfeld schuf speziell für die Ausstellung eine Serie von rund sechzig Schwarz-Weiß-Photographien. Die präsentierten Werke sind überwiegend großformatig und wurden in einem aufwändigen Verfahren auf silber- und goldfarbenes Gewebe gedruckt.

Anselm Feuerbach (1829–1880); Studienkopf zur Stuttgarter Iphigenie, 1870; Öl auf Leinwand, 62,5 x 49,5 cm; © Museum Oskar Reinhart, Winterthur; Photo: SIK-ISEA (Philipp Hitz) 
Anselm Feuerbach (1829–80), einer der bedeutenden deutschen Maler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, lebte ab 1856 in Rom. Die Stadt war mit ihrer Prachtarchitektur und der umliegenden heroischen Landschaft ein Sehnsuchtsort, der wie kein zweiter geeignet schien, die klassischen Ideale der Antike künstlerisch wiederzubeleben. Feuerbach widmet sich antiken Sujets und füllt sie zugleich mit Phantasie und persönlichem Empfinden. Am spannungsreichsten zeigt sich dies in der 1860 begonnenen Serie von einzigartigen Bildnissen, welche die von Feuerbach als Modell und Muse verehrte Anna Risi, genannt Nanna, darstellen. Der Künstler malte Nanna in unterschiedlichsten Rollen und feinfühlig gestalteten Inszenierungen, die von einer nahezu kultischen Verehrung für sein Modell zeugen. Nachdem Nanna Feuerbach 1865 verließ, folgte ihr das Modell Lucia Brunacci. Ähnlich wie Nanna entsprach sie mit ihrem griechischem Profil und dem vollen dunklen Haar dem klassischen Schönheitsideal der Zeit. Lucia inspirierte Feuerbach zu imposanten Darstellungen mythologischer Themen, die den Höhepunkt seines Oeuvres bilden.

Karl Lagerfeld; Moderne Mythologie, 2013; © 2013 Karl Lagerfeld  


Der Bilderzyklus Moderne Mythologie (2013) von Karl Lagerfeld widmet sich der antiken Liebesgeschichte von Daphnis und Chloe und zeigt Models wie Baptiste Giabiconi und Bianca Balti, die Lagerfeld über mehrere Jahre bei der Arbeit begleiteten. Die Geschichte des Dichters Longus erzählt von einem Jungen und einem Mädchen, die elternlos bei Hirten aufwachsen und im Laufe der Jahre eine große Zuneigung füreinander entwickeln. Die Photographien sind vor der malerischen Naturkulisse Südfrankreichs entstanden. Seit der Renaissance ist die Erzählung von Daphnis und Chloe vielfach künstlerisch aufgegriffen worden. Lagerfelds Aufnahmen stehen in einer Reihe mit Werken von François Boucher, Pierre Bonnard oder Aristide Maillol, welche die antike Textquelle als Sinnbild idyllischen Lebens präsentieren. Das von Lagerfeld inszenierte Ideal männlicher und weiblicher Körper kann dabei seine Modernität und Nähe zur Mode nicht leugnen. Die einstudierten Blicke und Posen, die Schminke und die Frisuren der Models zitieren die schöne Figur aus der Antike in einer Weise, in der die Szenen fern aller Natürlichkeit wirken und einen Grenzgang zwischen Kunst und Kitsch, Ironie und Spiel, Ewigkeit und Flitter wagen.

Die Ausstellung Feuerbachs Musen – Lagerfelds Models wirft Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Mode auf, die Karl Lagerfeld schärfer zuspitzt als manch anderer Modephotograph oder Photokünstler. Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle und zusammen mit Luisa Pauline Fink Kurator der Ausstellung, fühlt sich an Charles Baudelaires Charakterisierung des Flaneurs erinnert, der im Vorübergehen versucht, „von der Mode das loszulösen, was sie im Flüchtigen an Ewigem enthalten mag“. Gaßner: „Lagerfelds kreative Haltung als Moderschöpfer und Photograph gleicht jenem Flaneur, der die Stile und Bilderschöpfungen aus den letzten dreihundert Jahren frei nutzt, um seiner Sicht der Moderne eine Form zu geben.“

Zur Ausstellung erscheinen mehrere Publikationen, die in den Museumsshops und unter www.freundeder-kunsthalle.de erhältlich sind: Ein Katalog zu Anselm Feuerbach, der gemeinsam mit dem Museum Wiesbaden veröffentlicht wurde und die Gemälde und Zeichnungen Feuerbachs aus kunstwissenschaftlicher Perspektive vorstellt (29,80 €). Ein Textband zum Ausstellungspart von Karl Lagerfeld mit Longus` mythologischer Erzählung von Daphnis und Chloe, der als bibliophiles Lesebuch mit Illustrationen von Lagerfeld von dem Verleger Gerhard Steidl aufwendig produziert wurde (15,80 €). Ebenfalls im Steidl Verlag erscheint ein großes Photobuch mit der in der Ausstellung gezeigten Bildserie (48 €). Für die Besucher gibt es zusätzlich die Möglichkeit ein Booklet zu erwerben, das kurze Kommentare zu den ausgestellten Werken Feuerbachs und Lagerfelds enthält (3,50 €).

Ausstellung: Henry van de Velde – Interieurs

Ausstellung: 28. Februar 2014 bis 1. Juni 2014
Museum für Gestaltung Zürich

Henry van de Velde (1863–1957) hat als Architekt und Designer der Moderne weltweiten Ruhm erlangt. Ab Ende des 19. Jahrhunderts setzt sich der reformorientierte Flame dafür ein, «die Welt von ihrer Hässlichkeit zu befreien» und das Leben der Menschen mit einer neuen Ästhetik zu verbessern. Die Werke, Vorträge und Schriften des in Antwerpen geborenen Künstlers beeinflussen das kulturelle Geschehen weit über die Landesgrenzen Belgiens hinaus. Ursprünglich zum Maler ausgebildet und seit 1888 Mitglied der avantgardistischen Künstlergruppe Les Vingt, entscheidet er sich 1892 für die angewandte Kunst. Inspiriert durch William Morris’ Arts-and-Crafts-Bewegung, strebt auch er nach einer Neubewertung des Handwerks als künstlerische Disziplin. Besonders der Malerei gesteht er die bis dahin allgemein gültige Vorrangposition nicht mehr zu.

Martino Gamper, Remake aus drei Stühlen; 2008;
Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung;
Photo: Museum für Gestaltung Zürich, FX.Jaggy/U.Romito © ZHdK

Van de Velde bildet sich autodidaktisch zum Architekten aus, wirkt als Designer, Pädagoge und Kunstberater. In allen Bereichen sucht er danach, das Leben mit Kunst zu durchdringen. Er erklärt, dass der neue Stil nichts hervorbringen solle, was nicht praktische und rationale Grundlagen habe. Seine kunstgewerblichen Gegenstände des täglichen Gebrauchs zielen dabei auf die Übereinstimmung von Form und Funktion sowie auf Vereinfachung des Ornaments. Gestalt finden diese grundlegenden Prinzipien in dem 1895 für sich und seine Familie entworfenen Haus Bloemenwerf in Uccle bei Brüssel. Die provokativ einfache Formensprache dieses Refugiums zieht schon bald Bewunderer aus dem In- und Ausland an.

In der selbstgewählten Einsamkeit hält es den Künstler jedoch nicht lange. In Belgien isoliert, arbeitet er zunächst für den Kunsthändler Siegfried Bing in Paris, erfährt jedoch vernichtende Kritik durch das französische Publikum. Von den Berliner Kunstvermittlern Julius Meier-Graefe und Harry Graf Kessler ermutigt, siedelt van de Velde im Jahr 1900 schliesslich in das kulturell aufgeschlossene Deutschland über. Zunächst Berlin und dann Weimar sind die Stätten seines Wirkens, an denen er nicht nur spektakuläre Häuser und Inneneinrichtungen schafft, sondern auch die kunstgewerbliche Produktion landesübergreifend beeinflusst. Doch spätestens mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs fühlt er sich in seiner Funktion als Direktor der Weimarer Kunstgewerbeschule nicht mehr willkommen und reicht seine Kündigung ein, die erst 1915 wirksam wird. Es folgen einige Jahre des Exils in der Schweiz, 1919 der Ruf in die Niederlande sowie später die Rückkehr nach Belgien und die Realisierung umfangreicher Bauprojekte, etwa die belgischen Pavillons für die Weltausstellungen in Paris und New York.

Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbringt Henry van de Velde gemeinsam mit seiner Tochter Nele wiederum in der Schweiz, in Oberägeri im Kanton Zug, und widmet sich überwiegend dem Verfassen seiner Lebensgeschichte. Die Stadt Zürich unterhält zum Werk des Künstlers eine besondere Beziehung: Bereits 1907 – zur programmatischen Neueröffnung des Kunstgewerbemuseums – zeigt van de Veldes Schüler Julius de Praetere dessen Innenausstattungen und signalisiert damit den Aufbruch zur Kunstgewerbereform in der Schweiz. Nach van de Veldes Tod ehrt 1958 abermals das Kunstgewerbemuseum sein Gesamtwerk und richtet eine Retrospektive aus. Im darauffolgenden Jahr kommt es aus dem Erbe sowie dem Besitz des Sohnes zu umfassenden Ankäufen durch die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich, das 1993 erneut das OEuvre des begnadeten «Alleskünstlers » präsentiert.

Die aktuelle, thematisch konzipierte Ausstellung im Museum Bellerive stellt Henry van de Veldes bahnbrechende Interieurs der Jahre um 1900 anhand bedeutender Einzelstücke vor und macht die Ensembles mittels Fotografien und Entwurfszeichnungen erlebbar. Sie vermittelt Einblicke in Henry van de Veldes beeindruckendes, von der gestalterischen Kraft der geschwungenen Linie durchdrungenes Schaffen.

VIRAL: DHL - Trojan Mailing



Großartige Ideen von Jung von Matt/Neckar: DHL lässt UPS, TNT & Co. Pakete für sich schleppen.

Freitag, 21. Februar 2014

PRINT + SPOTS: Marketing Award - We only judge your work.

Das Image der Werber ist mies. Und seien wir ehrlich, wir haben es verdient. Wer von uns würde nicht, alles tun, um einmal im Leben einen der begehrten Awards zu gewinnen und dann seine 15 Minuten Ruhm voll auszukosten. Gut, dass der kanadische Marketing-Award nur die Arbeit bewertet - und nicht den Menschen. Die Idee hatte die Werbeagentur lg2 aus Quebec.








PRINT: Wildwash, Luxury haircare, for dogs

Wenn Herrchen aus Versehen das Shampoo verwechselt, kann dies für ihn ungeahnte Folgen haben.



Donnerstag, 20. Februar 2014

VIRAL: Coca Cola Social Media Guard














Das Coca Cola Analog Lab hat keine Kosten und Mühen gescheut, einem Problem der mobilen Gesellschaft auf dem Grund zu gehen. Herausgekommen ist dabei der Social Media Guard. Er sieht nicht nur todschick aus, sondern holt laut eigenen Angaben zufolge das Social aus dem Media und bringt es zurück ins Leben.

KARL LAGERFELD - Parallele Gegensätze - Fotografie – Buchkunst – Mode

Museum Folkwang, Essen
15. Februar – 11. Mai 2014

Essen, 14. 2. 2014 – Das Museum Folkwang zeigt mit „Karl Lagerfeld. Parallele Gegensätze“ in Essen die weltweit erste große Museumsausstellung des international bedeutendsten deutschen Designers, die sämtliche künstlerischen Facetten des Modemachers präsentiert.

Karl Lagerfeld, Selbstportrait, 2011,
Aus der Serie Suite 3 Atelier Fendi,
Inkjet auf Leinwand, 84 × 120 cm,
© 2014 Karl Lagerfeld


Karl Lagerfeld arbeitete seit 1955 für renommierte Modehäuser wie Balmain, Patou und Chloé. Schon als künstlerischer Direktor von FENDI (seit 1965) wurde er schnell zu einem der wichtigsten Impulsgeber in der internationalen Modewelt. Mit CHANEL (seit 1983) führt er bis heute eines der wenigen großen Haute Couture-Häuser. Zudem bringt er unter seinem eigenen Namen aufsehenerregende Kollektionen auf den Markt (seit 1984). Karl Lagerfeld gilt als Perfektionist. Der rastlos Kreative hat sich stets neu erfunden: als Modemacher, Verleger, Fotograf und Sammler.

Die Ausstellung im Museum Folkwang zeigt auf 1400 Quadratmetern die unerschöpfliche Ideenvielfalt des Gestalters Lagerfeld. Sie schließt damit an die Tradition des Museumsgründers Karl Ernst Osthaus‘ an, Kunst und Leben zu verbinden und die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst zu überwinden. Durch 14 Ausstellungsräume zieht sich der Bogen von den glamourösen 90ern bis zur Gegenwart. Dabei lässt Lagerfeld sich regelmäßig von Künstlern wie Edward Hopper, Lyonel Feininger oder Literaten wie Oskar Wilde inspirieren. Mehr als 400 Exponate, darunter Zeichnungen, Fotografien, „Karlikaturen“, Bücher, Designobjekte und Filme, Bühnenbilder sowie natürlich aktuelle Haute Couture-Modelle aus der Herbst/Winter-Kollektion 2013/14 sind zu sehen, außerdem eine für Karl Lagerfeld typische Arbeitssituation sowie die Buchhandlung 7 L und L.S.D. in Paris, die der Designer zusammen mit Gerhard Steidl gegründet hat.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Lagerfeld konzipiert und von Gerhard Steidl und Eric Pfrunder kuratiert.

VIRAL: Pringels - Ping Pong Trick Shots



Was diese Typen mit einem Ping-Pong-Ball und Pringels-Dosen anfangen, ist ganz großes Buddy-Kino.

Dienstag, 18. Februar 2014

Frühlingserwachen in Unterbilk

Am 21. März präsentieren sich die Geschäfte und individuellen, teils versteckten Designateliers rund um die Lorettostraße bis 24 Uhr den Besuchern.

Bei Livemusik, Sonderangeboten, kleinen Köstlichkeiten und Einblicken in die Arbeit der Ateliers kann man durch die kleinen Nebenstraßen bummeln und vielleicht das ein oder andere Sahnestückchen entdecken.

„Buy local“ heißt das Motto – Stöbern, schlendern, shoppen in Düsseldorf Unterbilk.


Weitere Infos unter
http://www.loretto360grad.de/

Ideen, die alle bereichern - Designpreis Halle hat großen internationalen Zuspruch und präsentiert sich im Stadtbad

Halle (Saale), 17. Februar 2014. Internationaler Wettbewerb entschieden: Jury würdigt beste Einsendungen für den Designpreis Halle. Preisverleihung im Juni im Stadtbad. Der Wettbewerb „Designpreis Halle“ existiert seit 2007. Auf Initiative der lokalen Wirtschaft, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Stadt wird er bereits zum dritten Mal veranstaltet. Die Konstellation ist so ungewöhnlich wie erfolgreich: Studierende und junge Profis aus verschiedensten Designsparten sind aufgefordert ihre Entwürfe zu einem vorgegebenen, bewusst weitgefassten Thema einzusenden. Nach „Strom“ und „Reisen“ hat Kurator Prof. Vincenz Warnke diesmal das Thema „Wasser“ vorgegeben. Und Designer aus aller Welt beteiligen sich am Kräftemessen der besten Ideen. In diesem Jahr erreichten die Veranstalter 336 Arbeiten von einzelnen Teilnehmern oder Teams aus 41 Ländern. Nach 166 Einreichungen aus 13 Ländern ist das mehr als eine
Verdoppelung. Die Preissumme wurde gegenüber der letzten Veranstaltung auf 10.000 Euro verdoppelt.

Am vergangenen Donnerstag traf sich eine Jury aus Fachleuten unterschiedlichster Herkunft, die zu den besten Kennern der internationalen Designszene gehören. Etwa Tulga Beyerle, Kuratorin und bis vor kurzem Mitveranstalterin der Vienna Design Week, sie ist neue Direktorin des Kunstgewerbemuseums Dresden. Der Unternehmer Nils Holger Moormann führt das bekannte, gleichnamige Möbelunternehmen, das vorwiegend
Entwürfe junger Designer herstellt. Ein Schwergewicht in der Jury bilden die Hochschullehrer: Prof. Peter Raacke lehrte Design unter anderem in Hamburg, Ulm und Saarbrücken und ist mittlerweile emeritiert. Prof. Volker Albus lehrt an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Prof. Axel Kufus an der Universität der Künste in Berlin; Prof. Axel Müller-Schöll ist Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, an der er ebenso unterrichtet wie Prof. Vincenz Warnke. Als Kritiker und freier Journalist beobachtet Thomas Edelmann von Hamburg aus das weltweite Designgeschehen. In diesem Jahr ist er Vorsitzender der Jury.

„Wettbewerbe wie der Designpreis Halle sind außerordentlich wichtig für die weitere Entwicklung von Produktgestaltung und Kommunikation“, sagt Edelmann. „Unser Blick auf Design hat sich in den letzten Jahren verengt. Uns fällt vielleicht noch das neueste Smartphone ein, oder die Namen von Modemachern, sobald von Design die Rede ist. Wir haben beinahe vergessen, dass Design nicht dazu da ist, uns von einzelnen Produkten und Dienstleistungen abhängig zu machen. Seine Grundidee beruht darauf, unser aller Leben zu bereichern.“ Beeindruckend sei nicht nur die Internationalität des Wettbewerbs mit Einsendungen aus allen Kontinenten, sondern vor allem der spürbare Wunsch der Designer realistische Visionen anzubieten, die fast immer darauf abzielten, die Lebensqualität zu verbessern, das Leben insgesamt – und sei es mit Humor oder Poesie zu verändern.

Das Thema „Wasser“ bietet sich dazu an: Der Umgang mit dem Rohstoff und der Quelle des Lebens beschäftigte die Gestalter ebenso, wie konkrete Verbesserungen für den Alltag, Kommunikationsstrategien, das Filtern von Wasser, aber auch Inszenierungen, Spiele und Entwürfe, die auch so genanntes „schlechtes Wetter“ in einer angenehme Erfahrung verwandeln können.

Über die konkreten Ergebnisse – knapp 20 Arbeiten wurden für Ausstellung und Katalog ausgewählt – schweigt sich die Jury vorerst aus. Nur so viel sei verraten: Auch Beiträge aus Halle finden sich unter den Finalisten. Am 3. Juni werden sie alle der Öffentlichkeit vorgestellt – im Rahmen der Preisverleihung mit anschließender Ausstellung im historischen Stadtbad Halle. Denn auch dies ist ein wichtiger Bestandteil des „Designpreis Halle“: Kurator Vincenz Warnke sucht jeweils themenbezogen einen besonderen, mitunter vernachlässigten Ort in der Stadt aus, um auf ihn „zeitweise einen Scheinwerfer“ zu richten. Im Fall des ehemaligen Umspannwerks am Hallmarkt führte dies zur Reaktivierung und zeitgemäßen Umnutzung des Gebäudes. Mit Unterstützung des Oberbürgermeisters Dr. Bernd Wiegand gelang es, diesmal das Stadtbad von 1916 zu nutzen, ein Baudenkmal über dessen Zukunft intensiv diskutiert wird. Angesichts der Rekordteilnahme sucht der Designpreis Halle e.V. weitere Partner und Förderer, die sich für die Idee begeistern, Design in seiner ganzen Vielfalt in die Stadt zu bringen. Der Verein Designpreis Halle e.V. vermittelt zwischen Wirtschaft, Öffentlichkeit und Gestaltern. Er möchte das Bewusstsein für exzellentes Design schärfen und jungen Gestaltern einen Anreiz schaffen, sich mit ihren Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Preis wird alle drei Jahre vom Designpreis Halle e.V. ausgelobt und gemeinsam mit der Stadt Halle, der regionalen Wirtschaft und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergeben. Ausgezeichnet werden herausragende gestalterische Produkte, Ideen und Konzepte. Die Preisträger werden durch eine hochkarätige Expertenjury ausgewählt.

Kultur- und Kreativwirtschaft expandiert weiter

Die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs: Nach dem heute vorgelegten Monitoringbericht für das Jahr 2012 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 4,37 Prozent und damit deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch beim Umsatz, der Zahl der Unternehmen, der Zahl der Erwerbstätigen und der Wertschöpfung gab es gegenüber dem Vorjahr Zuwächse. Insgesamt 1,02 Millionen Erwerbstätige, davon 772.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige und 247.000 Unternehmen erwirtschafteten einen Umsatz in Höhe von 143 Milliarden Euro. Im Zeitraum 2009 bis 2012 stieg der Umsatz in der Kultur- und Kreativwirtschaft um jährlich 2,1 Prozent. Die Gründungsrate liegt im Jahr 2012 bei 6,1 Prozent und damit höher als in den meisten Vergleichsbranchen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, MdB: "Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist für uns ein wichtiger Markt. Gerade der deutliche Beschäftigungszuwachs, den der Monitoringbericht zeigt, unterstreicht die starke volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche. Mit ihrem hohen Innovationspotenzial ist die Kultur- und Kreativwirtschaft auch ein wichtiger Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige. Um die damit verbundenen wirtschaftlichen und kulturellen Potenziale weiter zu erschließen, werden wir die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ausbauen. Gerade im digitalen Zeitalter brauchen wir eine enge Kooperation zwischen Kultur- und Kreativwirtschaft und Unternehmen aus anderen Branchen."

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, MdB: "Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird zunehmend attraktiv für Künstler und Kreative. Das zeigt auch der Zuwachs an Freiberuflern. Künstlerinnen und Künstler sorgen mit frischen, schöpferischen Ideen nicht nur für Wachstum und Wohlstand. Sie leisten mit ihren hochwertigen Kulturgütern einen grundlegenden Beitrag zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ich verstehe die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft vor allem auch als eine kulturpolitische Aufgabe. So flossen aus meinem Kulturetat im Jahr 2013 allein über den DFFF 70 Millionen Euro in die Filmbranche. Auch die 'Initiative Musik' und der 'Deutsche Computerspielpreis' seien an dieser Stelle genannt. Mir ist es besonders wichtig, die Rahmenbedingungen für Künstler und Kreative zu stärken, dazu gehört besonders auch die Stabilisierung der Künstlersozialversicherung und die weitere Anpassung des Urheberrechts an das digitale Umfeld."

Der Monitoringbericht 2012 gibt nicht nur Aufschluss über die besonderen Merkmale und Strukturen der Branche. Er beinhaltet auch erstmalig Steckbriefe zu den elf Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft (Werbe-, Rundfunkwirtschaft, Games-Industrie, Designwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Architektur-, Buchmarkt, Filmwirtschaft, Presse-, Kunstmarkt und Musikwirtschaft). Ein Schwerpunkt des aktuellen Monitoringberichts war die Digitalisierung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor die Herausforderung, mit den neuen Technologien Schritt halten zu müssen, um keine Kunden und Marktanteile zu verlieren. Anderseits ergeben sich Chancen, denn auf digitalem Weg lassen sich geografisch entfernte Märkte leichter erschließen.

Der Monitoringbericht wurde vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) als Unterauftragnehmer im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung erarbeitet.

Die Kurzfassung des Monitoringberichts kann über die Internetseite www.kultur-kreativ-wirtschaft.de abgerufen werden.

Spot: Schwarzkopf Nectra Color - A Declaration of Love



Für Schwarzkopf Nectra Color setzt die Werbeagentur BBDO aus Düsseldorf eine wunderbare Liebeserklärung in Szene.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Rolf Sachs „typisch deutsch?“ - Eine Auseinandersetzung mit Eigenschaften und Klischees

Museum für Angewandte Kunst Köln
14. Januar bis 20. April 2014

Was ist typisch deutsch? Ist es die Liebe zum Gartenzwerg, zur Gemütlichkeit und zum Bier? Sind die Tugenden der Ordnungsliebe, der Pünktlichkeit und des Pflichtbewusstseins prägend für eine ganze Nation? Das Wesen der deutschen Identität scheint schwer in Worte zu fassen zu sein.

Porträtfoto von Rolf Sachs, 2013 © Rolf Sachs / Foto: Byron Slater


In der Ausstellung „typisch deutsch?“ verdichtet der Künstler und Designer Rolf Sachs seine persönliche Auseinandersetzung mit vermeintlich deutschen Eigenschaften und Klischees in einer spannenden Präsentation von Objekten und Installationen. Die ausgewählten Arbeiten umgibt ein feinfühliges Netz assoziativer Verbindungen, die mit Begrifflichkeiten wie Fleiß, Reinlichkeit, Gemütlichkeit und Spießigkeit spielen und von der Vielfältigkeit der deutschen Kultur erzählen.

Der in der Schweiz geborene Rolf Sachs ist Sohn eines Deutschen und einer Französin, er lebt und arbeitet in London gemeinsam mit seiner iranischen Frau Maryam Sachs und seinen drei Kindern. Aus diesem multinationalen Kontext heraus setzt sich Rolf Sachs seit einigen Jahren immer stärker mit seinen sprachlichen und kulturellen Ursprüngen auseinander, die auch in seiner eigenen kreativen Sprache klar sichtbar sind. Ihm gelingt es, mit der kritischen Distanz des Weltenbürgers, einen unverbauten Blick auf die Wesenszüge deutscher Identität zu werfen und dies, entgegen dem Klischee der deutschen Humorlosigkeit, voller intelligentem und offensivem Witz. Die erste Einzelausstellung von Sachs in einem deutschen Museum lädt dazu ein, seine eigenen ‚deutschen Tugenden’ zu entdecken und sich möglicherweise auf diese Art auch selbst neu zu erkennen.

Zur Ausstellung entsteht ein zweisprachiger Katalog mit Beiträgen international renommierter Design- und Kunstexperten. Die Präsentation startet traditionsgemäß im MAKK als Auftakt zur Internationalen Möbelmesse in Köln (imm cologne) und den Passagen. In diesem Kontext ist ein spannendes Rahmenprogramm geplant. So wird zum Beispiel am 14. Januar 2013 um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion in englischer Sprache zum Thema „Typisch deutsch? Die Globalisierung und das Nationale in Architektur und Design“ in Kooperation mit Baumeister und Abitare stattfinden.

Dienstag, 11. Februar 2014

designertreff düsseldorf am 18.02.2014: Susanne Schaller ist ‘Designer of the Day’

Jeden 3. Dienstag im Monat treffen sich Düsseldorfs Kreative ab 19.30 Uhr in der PAIISE auf dem Platz der Ideen, um sich gegenseitig zu inspirieren. Die Texterin Susanne Schaller wird als ‚Designer of the Day‘ mit einem Kurzvortrag beim designertreff düsseldorf am 18.02.2014 hierfür sicherlich wertvolle Impulse geben. Eingeladen sind alle Designer der Landeshauptstadt und Umgebung. Der Eintritt ist kostenfrei.

Vom Bild zum Wort - Seit 2009 schreibt Susanne Schaller
erfolgreich als selbstständige Texterin für Gestalter.
Der Weg, den Susanne Schaller in ihrem Berufsleben zurückgelegt hat, ist bereits auf den ersten Blick ungewöhnlich. Sie studierte an der FH Düsseldorf visuelle Kommunikation, arbeitete als Art Director in verschiedenen Werbeagenturen und dozierte als Dozentin für Kreation an der Westdeutschen Akademie für Werbung. Weitere prägende Stationen waren die Assistenz der Geschäftsleitung in einer Produktdesignagentur sowie als Verkäuferin bei einem exklusiven Juwelier. Seit 2009 arbeitet sie erfolgreich als selbstständige Texterin mit dem Schwerpunkt Gestaltung.

In ihrem heutigen kreativen Schaffen ergänzen sich ihre Erfahrungen aus der Gestaltung, Werbung und Handel effektiv. Dieses umfangreiche Know-how setzt Susanne Schaller als Texterin für Unternehmen in den Bereichen Design, Lifestyle, Kulinarik und Unternehmensberatung ein.

Wie es dazu kam, dass sie DTP-Programm, Photoshop & Co. gegen eine Textverarbeitung eintauschte, erläutert Susanne Schaller am 18.02.2014 ab ca. 20.00 Uhr im Rahmen des designertreff düsseldorf als ‚Designer of the Day‘ in ihrem Kurzvortrag „Designtänzerin? Wortakrobatin? Mein Weg vom Bild zum Wort.“

Der Einlass zum designertreff düsseldorf beginnt ab 19.30 Uhr.


Kontakt:
Susanne Schaller, schreibt für Gestalter
Haydnstraße 16
51375 Leverkusen
Telefon: 0214-500 07 74

Montag, 10. Februar 2014

Negativpreis „Plagiarius“ rückt dreiste Fälschungen ins öffentliche Bewusstsein

Produkt- und Markenpiraterie ist ein lukratives Milliardengeschäft für skrupellose Nachahmer. Den Preis dafür zahlen innovative Firmen, leichtgläubige Schnäppchenjäger und Arbeiter in illegalen Fabriken. Globalisierung und das Internet begünstigen den weltweiten Vertrieb von Plagiaten und Fälschungen - die Verfolgung unseriöser (Online)-Anbieter hingegen ist sehr schwierig. 

„Plagiarius-Verleihung 2014“ - Diebstahl Geistigen Eigentums ist kein Kavaliersdelikt Der Negativpreis „Plagiarius“ wurde am 7. Februar 2014 auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz zum 38. Mal verliehen. Bereits seit 1977 vergibt die Aktion Plagiarius e.V. die gefürchtete Negativ-Auszeichnung an Hersteller und Händler besonders dreister Nachahmungen. Ziel des Vereins ist es, die unlauteren Geschäftspraktiken sowohl von Markenfälschern als auch von Plagiatoren, die geistiges Eigentum Anderer klauen und als eigene kreative Leistung ausgeben, ins öffentliche Licht zu rücken. Darüber hinaus sollen Industrie, Politik und auch die Verbraucher für die Problematik sensibilisiert werden. Trophäe ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – als Symbol für die exorbitanten Profite, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten kreativer Designer und innovativer Unternehmen erwirtschaften.

Im Rahmen der Verleihung stellte der Verein klar, „dass die Auszeichnung mit dem ‚Plagiarius‘ nichts darüber aussagt, ob die jeweilige Nachahmung im juristischen Sinne erlaubt ist oder nicht. Die Aktion Plagiarius kann und darf kein Recht sprechen. Wir können aber auf Unrecht und die Probleme betroffener Unternehmen aufmerksam machen“.

Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze durch Nachahmungen gefährdet

Produkt- und Markenpiraterie und die oftmals vorausgehende Wirtschaftsspionage haben sich zu einer der gravierendsten Formen von Wirtschaftskriminalität entwickelt. Allein 2012 haben die EU-Zollbehörden knapp 40 Millionen rechtsverletzende Produkte im Wert von 1 Milliarde Euro an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt. Rund 72% der festgehaltenen Waren kamen aus China und Hongkong. Zu den Top Ten der Herkunftsländer gehören auch die Vereinigten Arabischen Emirate (8,37%) sowie die Türkei und zahlreiche osteuropäische Länder. Fakt ist, dass die Industrieländer selbst oftmals die Auftraggeber oder aber Importeure von Nachahmungen sind und ebenfalls vom Handel mit Plagiaten profitieren. Betroffene Designer und KMUs melden der Aktion Plagiarius zunehmend auch von Problemen mit Nachahmern aus dem eigenen Land. Sogar einzelne Markenhersteller – bisher Opfer von Plagiaten - werden hin und wieder selbst zum Täter. Das Bewusstsein für Geistiges Eigentum endet manchmal an den Grenzen des Firmengeländes. Vorsätzliche Nachahmungen jeder Art stellen aber eine ernsthafte Bedrohung für innovative Unternehmen dar und gefährden insbesondere im Mittelstand Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Betroffen sind inzwischen fast alle Branchen: Von Konsumgütern und Kinderspielzeug über Medikamente, Kosmetika und Lebensmittel bis hin zu Werkzeugen, Automobilzubehör sowie Maschinen und Geräten.


Im Originalprodukt stecken Kreativität, Know-how und Herzblut

Markenprodukte überzeugen nicht nur auf den ersten Blick, sie halten auch langfristig ihr Qualitätsversprechen. Leistung und Sicherheit haben aber ihren Preis: Denn von einer ersten guten Idee bis hin zum marktfähigen Endprodukt ist es ein langwieriger und kostenintensiver Prozess. Bei jeder Produktentwicklung geht der Hersteller finanziell in Vorleistung. Um auch zukünftig Fortschritt und Arbeitsplätze sichern zu können, muss sich sein unternehmerisches Risiko lohnen. Für eine bestmögliche Abwehr von Produkt- und Markenpiraterie sollte sich der Unternehmer deshalb juristisch, organisatorisch und technisch gegen den Diebstahl seiner Daten und seines Know-hows absichern.


Viele Parteien mitverantwortlich für Zunahme von Produkt- und Markenpiraterie

Noch in den 90er Jahren hat Produkt- und Markenpiraterie nach dem „schwarz-/weiß“-Prinzip funktioniert. Markenprodukte waren qualitativ hochwertig - Fälschungen hingegen konnte man bereits von weitem anhand der mangelhaften Qualität einwandfrei als solche identifizieren. Was aber einst als laienhafte Kopierversuche in Hinterhof-Werkstätten begann, ist längst eine professionelle Industrie mit globalem Netzwerk aus Herstellung, Logistik und Vertrieb geworden. Und zwischen schwarz und weiß haben sich vielfältige .Grauschattierungen entwickelt - mit vielen Beteiligten.

Bandbreite der Fälschungen - Von Billigkopie bis hochwertigem Nachbau

Heutzutage gibt es Plagiate und Fälschungen in allen Preis- und Qualitätsabstufungen: Von gefährlichen Billigimitaten bis hin zu qualitativ einwandfreien Produkten, die nur im Labor als Fälschung entlarvt werden können. Bei Billigkopien setzen die Fälscher auf schnelle Gewinnmaximierung und kopieren plump ein erfolgreich am Markt etabliertes Produkt. Oftmals verwenden sie minderwertige Materialien, verzichten auf Qualitäts- und Sicherheitskontrollen, produzieren unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und setzen billigend die Gesundheit der Fabrikarbeiter sowie der Verbraucher aufs Spiel. Im Fall hochwertiger Nachahmungen haben die Plagiatoren über Jahre Know-how aufgebaut und Erfahrungen gesammelt und sind nun in der Lage Qualitätsprodukte herzustellen. Würde dieses Potential zukünftig in eigenes Design und eigene technische Lösungen investiert werden, so könnte fairer, legaler Wettbewerb entstehen, der die Märkte positiv beleben würde.

Große Nachfrage auch im B2B-Bereich

Da Markenhersteller und der Handel im Rahmen der Globalisierung zunehmend unter Kostendruck stehen, suchen sie u.a. auch im Einkauf nach Einsparungspotentialen. Da sind die verlockenden Angebote manch internationaler Großhändler - die zweigleisig fahren und sowohl Markenprodukte, als auch Nachahmungen anbieten - sehr willkommen. Ein vermeintlich günstiges Angebot kann am Ende aber zu einem teuren Unterfangen werden. Insbesondere bei technischen oder elektronischen Produkten sind höchste Qualität, Präzision und Sicherheit unerlässlich. Werden billige Alternativprodukte mit mangelnder Funktionalität und Leistungsdefiziten eingesetzt, so können Produktionsabläufe gestört und Ergebnisse verfälscht werden. Das zieht hohe Kosten u.a. für Produkthaftung, Rückrufaktionen etc. nach sich.

Verbraucher auf Schnäppchenjagd nach Statussymbolen

Statussymbole sind in der heutigen Gesellschaft für viele Menschen wichtig – ob echt oder falsch scheint dabei keine Rolle zu spielen. Dementsprechend sind viele Konsumenten Marken- und Schnäppchenjäger zugleich. Und selbst Verbraucher, die vermeintlich Wert auf hochwertige Markenprodukte legen, können teils der Versuchung einer gefälschten Markenuhr oder -tasche nicht widerstehen. Verbraucher dürfen sich aber nicht blauäugig der Illusion hingeben, Ziel der Fälscher sei es, ihnen mehr Vielfalt oder günstige Alternativen zu bieten. Die Nachahmer handeln rücksichtslos und rein profitorientiert. Da Märkte den Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage unterliegen, trägt jeder Konsument eine erhebliche Mitverantwortung - d.h. wer bewusst Fälschungen kauft, unterstützt auch Kinderarbeit und kriminelle Machenschaften.

Das Internet – (k)ein rechtsfreier Raum?

Unseriöse Anbieter nutzen zunehmend das Internet. Teils täuschen sie leichtgläubige Konsumenten mit vermeintlichen Marken-Websites und Originalproduktfotos, teils verstecken sie sich in der Anonymität einschlägiger Online-Verkaufsplattformen, die für Fälschungen bekannt sind. Für die Markenhersteller ist es extrem schwierig gegen solche Fälschungen vorzugehen. Zwar besteht auf vielen Plattformen die Möglichkeit, rechtswidrige Angebote zu melden und Antrag auf Löschung sowie auf Herausgabe der Kontaktdaten des Anbieters zu stellen – oftmals aber ohne jedwede Reaktion. Hersteller bzw. Händler der Fälschungen sind schwer zu ermitteln, eine Rechtsverfolgung entsprechend aussichtslos. Auch für geprellte Online-Käufer ist eine Rückabwicklung meist schwierig. Umso ärgerlicher ist es, wenn man auf einer gefälschten Marken-Website viel Geld für ein unechtes Produkt ausgegeben hat. Verbraucher sollten Online-Angebote immer sorgfältig und kritisch prüfen. Ein Blick ins Impressum sowie auf die Website des Markenherstellers hilft meist weiter.

Verbraucher fürs Original-Markenprodukt begeistern

Angesichts der Tatsache, dass nicht nur Fälschungen, sondern vielfach auch (Teile der) Markenprodukte in Niedriglohnländern hergestellt werden, sind die Verbraucher irritiert über die großen Preisunterschiede. Original und Fälschung sind auf den ersten Blick täuschend ähnlich. Die Herausforderung für Markenhersteller besteht folglich darin, Qualitätsunterschiede und den Mehrwert des Originals erkennbar zu machen und klarer zu kommunizieren.

Die Verleihung des „Plagiarius 2014“ fand statt während der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“
im Congress Center der Messe Frankfurt, Raum „Illusion 1-3“ am Freitag, 07. Februar 2014, 12:30 Uhr. Die ‚Laudatio‘ auf die Preisträger hielt Doris Möller, Leiterin des Referats für Geistiges Eigentum beim DIHK e.V. - Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Berlin.

Die Plagiarius-Preisträger 2013 und 2014 werden im Rahmen der Sonderschau „Plagiarius" vom 07. - 11. Februar 2014 im Foyer 5.1 / 6.1 ausgestellt. Nach der Ambiente werden die aktuellen Preisträger im Museum Plagiarius in Solingen präsentiert.

Praxisnahe Sensibilisierung im Museum Plagiarius in Solingen

Das Museum Plagiarius präsentiert die Sammlung der Plagiarius-Preisträger von 1977 bis heute. Die Ausstellung umfasst mehr als 350 Produkte der unterschiedlichsten Branchen und zeigt jeweils Original und Plagiat im direkten Vergleich. Die vielen Praxis-Beispiele verdeutlichen anschaulich Ausmaß, Schäden und Gefahren von Plagiaten und tragen maßgeblich zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei. Ergänzt wird die Sammlung durch vom Zoll beschlagnahmte Fälschungen.

Die Preisträger des Plagiarius-Wettbewerbs 2014:

Die Jury traf sich am 11. Januar 2014 und vergab drei Hauptpreise, drei Sonderpreise und sieben gleichrangige Auszeichnungen aus insgesamt 51 Einsendungen:

1. Preis

Radiales Stoßwellentherapiegerät „ZWave" (für ästhetische Medizinanwendungen), inkl. Website: Original: www.zimmer-aesthetic.de / Plagiat: www.ziaverwaver.com
Original: Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm, Deutschland
Plagiat: Shenzhen PRT Import Export Co., Ltd., VR China

Links Original: Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm, Deutschland / Rechts Plagiat: Shenzhen PRT Import Export Co., Ltd., VR China









2. Preis

Hochdruckreiniger „HD 6/15 C"
Original: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden, Deutschland
Plagiat: Wenzhou Haibao Co., Ltd., VR China

Links Original : Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden, Deutschland / Rechts Plagiat: Wenzhou Haibao Co., Ltd., VR China















3. Preis

Magnetklapphalter „Sprintus Magic Click"
Original: SPRiNTUS GmbH, Weissach, Deutschland
Plagiat: Vertrieb: Otto Oehme GmbH, Allersberg, Deutschland

Links Original: SPRiNTUS GmbH, Weissach, Deutschland / Rechts Plagiat: Vertrieb: Otto Oehme GmbH, Allersberg, Deutschland









Sieben gleichrangige „Auszeichnungen“ wurden verliehen:

Ursprünglich hatte die Jury 7 Auszeichnungen vergeben. Von einer der 7 Auszeichnungen wünscht der Originalhersteller nun überraschend (+ kurzfristig) doch keine Veröffentlichung.

Besteck „Triangle"

Original: Amefa Stahlwaren GmbH, Solingen, Deutschland
Design: Kurz Kurz Design, Solingen, Deutschland
Plagiat: Vertrieb: Esmeyer GmbH & Co. KG, Erkrath, Deutschland

Links Original: Amefa Stahlwaren GmbH, Solingen, Deutschland, Design: Kurz Kurz Design, Solingen, Deutschland / Rechts Plagiat: Vertrieb: Esmeyer GmbH & Co. KG, Erkrath, Deutschland










Spielzeug-Schaufelbagger „CAT”

Original: BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, Fürth, Deutschland
Plagiat: Vertrieb: GIFI DIFFUSION SAS, Frankreich und
GIFI Asia Ltd., Hongkong, VR China

Links Original: BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, Fürth, Deutschland / Rechts Plagiat: Vertrieb: GIFI DIFFUSION SAS, Frankreich und GIFI Asia Ltd., Hong Kong, VR China













Käsereibe „Kasimir"

Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiat: Öz Plastik, Türkei

Links Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland / Rechts Plagiat: Öz Plastik, Türkei













Schmuckbaum „pi:p"

Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiat: unbekannt, Korea (Plagiat wurde über das Internet angeboten; Hersteller und
Händler sind nicht zu ermitteln)

Links Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland / Rechts Plagiat: unbekannt, Korea (Plagiat wurde über das Internet angeboten; Hersteller und Händler sind nicht zu ermitteln)














Einkaufswagentasche „easyshoppingbag"

Original: Reisenthel Accessoires, Gilching, Deutschland
Plagiat: Vertrieb: DIAL srl, Italien (DIAL hat nach langer Verhandlung eine Unterlassungserklärung
unterzeichnet)

Links Original: Reisenthel Accessoires, Gilching, Deutschland / Rechts Plagiat: Vertrieb: DIAL srl, Italien (DIAL hat nach langer Verhandlung eine Unterlassungserklärung unterzeichnet)











Küchenschneidegerät „swizzzProzzz sP20"

Original: swizzzProzzz AG, Beckenried, Schweiz
Plagiat: Vertrieb: D-Market Elektronik Hizmetler ve Tic. A.S., Türkei

Links Original: swizzzProzzz AG, Beckenried, Schweiz / Rechts Plagiat: Vertrieb: D-Market Elektronik Hizmetler ve Tic. A.S., Türkei











Folgende drei „Sonderpreise" wurden verliehen:

Sonderpreis „Wiederholungstäter“

LED-Taschenlampe „LED LENSER M7R” und LED-Stirnlampe „LED LENSER H14”
Originale: Zweibrüder Optoelectronics GmbH & Co. KG, Solingen, Deutschland
Fälschungen: JRS Technology Co., Ltd., VR China (JRS wurde bereits 2013 mit dem Sonderpreis „Fälschung“ ausgezeichnet; die Firma zeigt keinerlei Reaktion oder Einsicht)

Sonderpreis „Fälschung“

Taschenmesser „Victorinox Rescue Tool"
Original: Victorinox AG, Ibach-Schwyz, Schweiz
Fälschung: unbekannt (Fälschung wurde über das Internet angeboten; Hersteller und Händler sind nicht zu ermitteln)

Links Original: Victorinox AG, Ibach-Schwyz, Schweiz / Rechts Fälschung: unbekannt (Fälschung wurde über das Internet angeboten; Hersteller und Händler sind nicht zu ermitteln)











Sonderpreis „Fälschung“

Druckmessgerät „111.11.-B“
Original: WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg, Deutschland
Fälschung: Hersteller: Huayuan Gas Control Equipment Man. Ltd., VR China
Vertrieb: Zwei deutsche Händler hatten die Fälschungen übers Internet angeboten, haben aber Unterlassung zugesichert; der slowenische Zwischenhändler wurde zur Unterlassung verurteilt

Links Original: WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg, Deutschland / Rechts Fälschung: Hersteller: Huayuan Gas Control Equipment Man. Ltd., VR China, Vertrieb: Zwei deutsche Händler hatten die Fälschungen übers Internet angeboten, haben aber Unterlassung zugesichert; der slowenische Zwischenhändler wurde zur Unterlassung verurteilt













Die Jury des Plagiarius-Wettbewerbs 2014:

Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt aus Vertretern der unterschiedlichsten Bereiche. Die Jury des Plagiarius-Wettbewerbs 2014 setzte sich wie folgt zusammen:

  • Katharina Altemeier, Senior Consultant Unity AG, Büren
  • Roman Gorovoy, Geschäftsführer Electrostar GmbH, Reichenbach
  • Martin Hampe, Unternehmensberater, Neuss
  • Anita Müller, Müller Holding Ltd. & Co. KG, Ulm
  • Christiane Nicolaus, Leiterin Design Center Stuttgart
  • Dr. Peter Pretzsch, Geschäftsführer VIKING GmbH, Langkampfen /Kufstein (Österreich)
  • Caroline Schwarz, Geschäftsführerin Ehinger-Schwarz GmbH & Co. KG, Ulm
  • Detlev Stocke, Vorsitzender des Beirats Carl Mertens GmbH, Solingen


Freitag, 7. Februar 2014

ars viva 2013/14 - Wahrheit / Wirklichkeit

8. Februar – 6. April 2014
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. den ars viva-Preis an junge, in Deutschland lebende Künstler. Björn Braun, John Skoog und Adrian Williams sind die ars viva-Preisträger 2013/14, die im MMK Zollamt des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main ihre exklusiv für diese Station der Ausstellung entstandenen Arbeiten erstmals zeigen. Die Auswahl der Künstler stand in diesem Jahr unter den Schlüsselbegriffen „Wahrheit / Wirklichkeit“ – zwei Worte, die untrennbar miteinander verbunden sind und dabei doch keinesfalls das Gleiche bezeichnen. Wahrheit ist Realität und Tatsache, ist Erkenntnis, Erfahrung und Überzeugung. Wirklichkeit ist alles, was ist, was geschieht, unabhängig von jeglicher Wahrheit. Die Untersuchung von Wahrheit und Wirklichkeit impliziert immer auch das Motiv von Fiktion und Vorstellung. Die ausgewählten Künstler verändern nicht die Wirklichkeit, sondern unsere Wahrnehmung derselben.

Adrian Williams, Craft, Foto auf Papier, Tinte 2013, Courtesy Adrian Williams und Kadel Willborn, Düsseldorf © VG-Bildkunst, Bonn 2014
„Es hat uns sehr gefreut, diese Ausstellung zusammen mit dem Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V. zu entwickeln. Der ars viva-Preis ist eine außergewöhnliche engagierte Förderung junger Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen und durch den Preis die Möglichkeit erhalten neue Werke zu produzieren und diese in einem renommierten Haus auszustellen. Diesen Förderansatz unterstützen wir gerne.“ sagt Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK.

Die drei Preisträger wurden aus 59 vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Zur Entscheidung sagt der Vorsitzende des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein: „Die diesjährigen Preisträger setzen sich in ihren Werken auf sehr unterschiedliche und feinsinnige Art und Weise mit der Relation des Individuums zur Welt auseinander. Sie geben individuelle Antworten auf die Frage, was eigentlich Wahrheit ist, und haben in ihrer künstlerischen Qualität überzeugt.“
Björn Braun (*1979 Berlin, lebt in Karlsruhe) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Transformationsprozessen. Er unterzieht vorgefundene Objekte einer materiellen und gedanklichen Metamorphose und fragt damit nach deren Sinn, Form und Funktion. Im MMK Zollamt sind sieben Betonabgüsse zu sehen, die der Künstler von Landschaftsgemälden und einem Stillleben genommen hat. Die Textur des pastosen Farbauftrags erscheint im Betonabdruck nur noch als Spur und wird zur subtilen Referenz auf die Malerei, während die Haptik des Bildes betont wird. Ergänzt werden die Betonabgüsse
durch drei Säulen aus einer Vielzahl an übereinander gestapelten Eierkartons in einem gräulich braunen Farbton. Vereinzelt sind Eier darin zu entdecken. Die Kartons hat der Künstler aus verlassenen Vogelnestern durch mehrmaliges Einkochen und Pürieren selbst angefertigt. Parallel dazu macht Braun in einem schwarz-weiß gehaltenen Film die Interaktion zwischen ihm und seinen beiden Zebrafinken zum Gegenstand des Bildes: Sichtbar ist die Hand des Künstlers, die dem Vogel unterschiedliche halmartige Materialen anbietet.

Ohne dies zu zeigen, lässt der Film erahnen, dass der Vogel aus den Materialien ein Nest baut. Das künstlerische Medium von John Skoog (*1985 in Malmö, lebt in Frankfurt a. M.) ist der Film. In ruhigen, cineastisch anmutenden Bildeinstellungen sucht er an alltäglichen Orten nach den Spuren von Menschen und Erinnerung. Dokumentarisches und filmische Fiktion gehen ineinander über. Die im MMK auf einem 35 mm Projektor präsentierte Arbeit “Värn„ ist der neueste Film des Künstlers, den er erst im Dezember 2013 in Südschweden gedreht hat. Zu sehen ist ein verfallenes Gebäude, das Skoog mit seiner Kamera in Nahsicht abtastet und erkundet. Es handelt sich um ein altes Bauernhaus, das von seinem Besitzer in einen Bunker
verwandelt wurde, um sich gegen eine mögliche Invasion der Sowjetunion zu wappnen. Adrian Williams (*1979 in Portland, lebt in Frankfurt a. M.) erzählt Geschichten, indem sie eigene Texte, Fotografien ebenso wie performative Aspekte miteinander verknüpft. Sie bettet ihre Charaktere in Situationen ein, in denen das Erzählte zwischen Realität und Fiktion changiert. Im Zentrum ihrer Präsentation im MMK Zollamt steht die Performance „Once Removed / Einmal Entfernt“, die Williams in Kooperation mit dem Komponisten Theodor Köhler für diese Ausstellung entwickelt hat. In der Arbeit thematisiert sie Liebe, Vertrauen, aber auch Tod, Verlust und Schmerz. Sie zeigt den inneren Kampf und die Machtlosigkeit gegenüber Krankheit und Tod, den Willen zum Leben sowie die Macht und Möglichkeit selbst darüber bestimmen zu können. Es geht um den schmerzlichen Umgang damit, einen Menschen zu verlieren, aber auch um die Schwierigkeit loslassen zu können. Aufgeführt wird das Stück von einer Schauspielerin und Musikern. Im MMK Zollamt sind von Adrian Williams zudem eine Reihe von Papierarbeiten zu sehen. Die Fotografien, die Williams mit handgeschriebenen Texten kombiniert, erzählen Episoden von erlebten Geschichten oder Erfindungen.

Der Jury des ars viva-Preises unter dem Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben sieben Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises in diesem Jahr die Kuratoren und Kuratorinnen Dr. Ulrike Bestgen (Neues Museum Weimar), Anna Musini (GAM – Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea, Torino) und Bernd Reiß (MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main) an.

Die ars viva-Ausstellung der Preisträger Bildende Kunst des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. wird realisiert in Kooperation mit dem Neuen Museum Weimar, dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und der GAM – Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea, Torino. Sie war bis 5. Januar 2014 im Neuen Museum Weimar zu sehen. Nach dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main (8. Februar bis 6. April 2014) wird sie in der GAM – Galleria Civic zu sehen sein.

PRINT: KEIRA Gießkannen

Gießkanne ist nicht gleich Gießkanne. Das spürt man, wenn man sich die Printmotive von der amerikanischen Agentur McCann Worldgroup für das Unternehmen Keira ansieht.





SPOT: LensCrafters - Anthem




Augen sind der Spiegel der Seele, so heißt es im Allgemeinen. Dass sie im Speziellen noch viel mehr sind, zeigt dieser Spot von Publicis Conseil, Paris.

ajoofa - Fashion von den ungewöhnlichsten Designern der Welt

Richtig gute Geschäftsideen, die konsequent durchdacht und auf den Punkt gebracht wurden, sind eine absolute Seltenheit. Das allein ist eigentlich schon Grund genug euch ajoofa vorzustellen. ajoofa steht für art joins organic fashion.

Sicherlich werden die kritischen Geister unter euch einwerfen, dass nachhaltige, fair produzierte Mode nichts Neues ist. Im Kern stimmt dies auch, aber ajoofa hat eine ganz eigene Art gefunden, nachhaltig und fair produzierte Mode, zoologische Einrichtungen und Partner aus dem Natur- und Artenschutz zusammenzubringen. Und malende Menschenaffen als Designer zu beschäftigen, ist schon etwas so Besonderes, dass es sich lohnt, darüber zu berichten.

Schaut euch das folgende Video an und wir sind uns sicher, dass ihr danach ajoofa auf Facebook kräftig liken werdet.

SPOT: Volkswagen - Teddy Tragedy




Dies ist eine tragische Geschichte von Einsamkeit, der großen Liebe und Gewalten, die darauf keine Rücksicht nehmen. Volkswagen bricht Herzen in diesem Spot von der Londoner Agentur Adam&Eve DDB.

PRINT: OXFAM - Imprisoned

"Imprisoned by the truth. Only the truth will set them free. Report gender abuse now." Die in Nairobi, Kenya, ansässige Werbeagentur Hatari gestaltete die Printmotive für den Appell der gemeinnützigen Organisation OXFAM.




Mittwoch, 5. Februar 2014

Der Verein 701 e.V. zeigt im Kö-Bogen die Ausstellung Blended Generations - 15.02. - 16.03.2014



NATIONALE UND AUCH INTERNATIONALE NACHFRAGE BESTÄTIGT DIE WICHTIGKEIT DES STANDORTES DÜSSELDORF UND DER SUPREME WOMEN&MEN.

Supreme Women&Men Düsseldorf schaut auf vier erfolgreiche Tage zurück

Die achte Supreme Women&Men Düsseldorf beendet erfolgreich die vier Ordertage mit einer klaren Aussage: Internationalität, positive Stimmung und Vielfalt von Kollektionen.

Foto: Borris Mayer
Schon der erste Tag der Supreme Women&Men zeigte bereits eine hohe Besucherfrequenz, die gleichzeitig den Samstag als Auftakt dieser Orderplattform für Düsseldorf bestätigte. Diese Frequenz setzt ein klares Zeichen für die Wichtigkeit und Stärke der Supreme Women&Men.

Nationale, aber auch vermehrt internationale Einkäufer aus Europa, Osteuropa und Übersee  besuchten explizit die Messe und genossen das ausgesuchte Portfolio an Marken, aber auch die positive Grundstimmung auf den drei Etagen des B1.

Die Aussteller profitierten von einer extrem starken Internationalität der Besucher und einer Vielzahl von Neukunden, die ihre Ordern platzierten.


PREMIUM ORDER DÜSSELDORF: Positive Bilanz

Die PREMIUM ORDER DÜSSELDORF (POD) zieht auch diese Saison erfolgreiche Bilanz mit guter Besucherfrequenz über alle Veranstaltungstage und zufriedenen Ausstellern. Mit 27% neuen Kollektionen präsentierte die POD – wie gewohnt – ein hochwertiges und vielseitiges Portfolio während der Düsseldorfer Ordertage.

Im Anschluss an die POD präsentiert die PREMIUM ORDER MÜNCHEN (POM) vom 15. – 18. Februar 2014 auf dem Münchner Zenith Gelände ein PREMIUM Portfolio aus ca. 800 hochwertigen Kollektionen, von denen zahlreiche ihre Saisonpremiere auf der POM feiern, da sie aufgrund von späteren Produktionszyklen nicht vorher fertiggestellt waren.