Donnerstag, 6. März 2014

Museum Ludwig - Pierre Huyghe

11. April -13. Juli 2014
Museum Ludwig, Köln

Eine Eiskunstläuferin, die auf einer schwarzen Eisbahn abstrakte Figuren zeichnet, ein weißer Hund mit pinkfarbener Pfote, der sich durch die Ausstellungssäle bewegt, Krebse, die in einem maritimen Ökosystem in der Ausstellung leben: der französische Künstler Pierre Huyghe (1962* in Paris) lädt den Besucher ein auf eine magische Entdeckungsreise durch seine Arbeit der letzten zwanzig Jahre.

Untilled, 2011-2012
Site: animal and plant species, manufactured objects and minerals
variable period and dimensions
View of exhibition, Kassel, 2012
Courtesy of the artist; Marian Goodman Gallery, New York/Paris; Esther Schipper, Berlin.
Commissioned and produced by documenta (13) with support from IAC, Colección Isabel
y Agustin Coppel, Culiacan, Mexico; Fondation Louis Vuitton Pour la Création, Paris;
 Ishikawa Collection, Okayama, Japan. | Photo © Pierre Huyghe


Die Ausstellung im Museum Ludwig ist die erste große Ausstellung zum bisherigen Werk im deutschsprachigen Raum und wird mit über 50 Arbeiten verschiedenste Medien – Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Filme und Performances– zusammenbringen und eine Zeitspanne von 1993 bis heute umfassen. Einige Arbeiten werden eigens für die Ausstellung im Museum Ludwig entstehen.

Pierre Huyghe gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Seit über 20 Jahren untersucht er anhand unterschiedlicher Medien die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Die Themen, die er bearbeitet, sind oft universal, hinterfragen unsere Konventionen und Ideale und bauen auf unserem Kollektivgedächtnis auf. Der Betrachter wird vom Künstler in vielen Projekten einbezogen und ist dazu aufgerufen, selbst zu agieren; in anderen Projekten bezieht er lebendige Wesen – Tiere oder Pflanzen – in seine Arbeit mit ein. Die daraus resultierenden Arbeiten sind häufig sehr poetisch und visuell bezaubernd. Pierre Huyghe transformiert das Alltägliche ins Ungewöhnliche, das „ordinary“ ins „extraordinary“. Die dialektische Beziehung zwischen Natur und Kultur, Leben und Tod, Aufbau und Zerfall ist ein wiederkehrendes Leitmotiv in vielen seiner Arbeiten.

Sein Beitrag für die dOCUMENTA (13), ein vom Künstler für die Dauer der Ausstellung angelegtes Ökosystem mit eigenem Lebensrhythmus, das neben einer Aktskulptur mit einem Bienenstock und verschiedenen Pflanzen auch einen Hund mit einem pinkfarbenen Bein und einen Menschen zu seinen Bewohnern zählte, zog internationale Aufmerksamkeit auf sich und bildete einen neuen Höhepunkt in seinem Schaffen.

Die Ausstellung wurde vom Centre Pompidou, Musée National d’art moderne, Paris, in Zusammenarbeit mit dem Museum Ludwig, Köln und dem Los Angeles County Museum of Art organisiert. Die Praxis der Ausstellung und ihre Verknüpfung mit dem jeweiligen Ausstellungsort spielt dabei eine zentrale Rolle – in seinem Werk allgemein ebenso wie in der konkreten Konzeption der drei Ausstellungen. An jeder der drei Stationen reagiert der Künstler in Inszenierung und inhaltlicher Umsetzung speziell auf die örtlichen Gegebenheiten und entwickelt so über die drei Orte hinweg einen Prozess, der als eine Gesamtinstallation gelesen werden kann. In Köln wird der Künstler im Außen- und Innenraum arbeiten und stärker als an den anderen beiden Stationen die Musik in den Vordergrund rücken.

Es erscheint ein Katalog in Deutsch / Englisch mit Beiträgen von Pierre Huyghe, Tristan Garcia, Emma Lavigne, Amelia Barakin, Vincent Normand, Jarrett Gregory und Katia Baudin.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Sammlung Rheingold und das Institut francais. Outset ermöglicht die Performances.

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