Mittwoch, 28. Mai 2014

Leica Oskar Barnack Preis 2014: Martin Kollar wird für sein Fotoprojekt "Field Trip" ausgezeichnet

(lifePR) (Wetzlar) Die Preisträger des Leica Oskar Barnack Preises und Nachwuchspreises 2014 stehen fest. Der in der ehemaligen Tschechoslowakei geborene Martin Kollar erhält den renommierten Fotopreis für Berufsfotografen für sein Projekt "Field Trip" mit Aufnahmen aus Israel. Der Leica Oskar Barnack Nachwuchspreis 2014 geht an Alejandro Cegarra aus Venezuela. Seine Fotostrecke "The Other Side of the Tower of David" ist den Hausbesetzern einer Bauruine in Caracas gewidmet.

Leica Oskar Barnack Preis 2014: Martin Kollar wird für sein Fotoprojekt "Field Trip" ausgezeichnet

Die Aufnahmen der Fotostrecke "Field Trip" sind im Rahmen des Projektes "The Places" entstanden, einem Dossier über Israel und das Westjordanland, an dem Martin Kollar zusammen mit zwölf weiteren, international renommierten Fotografen arbeitete. Ziel des Projektes war es, anhand von individuellen Bilderserien ein vielfältiges Porträt des Landes zu zeichnen und damit die Komplexität einer der wohl umstrittensten Regionen aufzuzeigen. Die Zeit in Israel weckt in Kollar Erinnerungen an die eigene Vergangenheit in der kommunistischen Tschechoslowakei. Zufällige Polizeidurchsuchungen und Festnahmen gehören zur Tagesordnung; die Bevölkerung lebt in Angst vor Überwachung und Denunziation. Mit seinen Aufnahmen gibt Martin Kollar eine transparente Darstellung der aktuellen Lebenssituation. Dabei hat er ebenso alltägliche wie auch skurrile und humorvolle Sequenzen eingefangen. Die Motive der Fotostrecke sind vielseitig: Dokumentationen militärischer Präsenz finden sich ebenso wie Landschafts- und Tieraufnahmen und Porträts israelischer Bewohner. Die festgehaltenen Szenen sind gleichermaßen banal wie absurd, komisch wie auch tragisch. Kollar dokumentiert eine seltsame Normalität und zeigt damit das Trauma auf, das innerhalb der Bevölkerung herrscht. Obwohl jede Aufnahme allein für sich steht, gibt es ein verbindendes Element zwischen den Fotografien: die allgegenwärtige Anspannung. Das Militär scheint stets präsent und es ist unklar, wo die Militärlandschaft endet und das zivile Land beginnt.

Martin Kollar wurde 1971 in Zilina, der heutigen Slowakei, geboren. Er studierte an der Akademie der musischen Künste in Bratislava und arbeitet seit seinem Abschluss als Fotograf und Kameramann. Seine fotografischen Projekte wurden bereits weltweit ausgestellt, beispielsweise in der Maison Européenne de la Photographie in Paris, im Museum of Contemporary Art Shanghai sowie auch beim Krakauer Monat der Fotografie. Darüber hinaus hat er viele Auszeichnungen erhalten, darunter den Fuji Film Euro Press Photo Award sowie eine ehrenvolle Erwähnung beim Leica Oskar Barnack Preis 2004.

Mit dem Fotoprojekt "The Other Side of the Tower of David" gibt der venezolanische Nachwuchsfotograf Alejandro Cegarra Hausbesetzern in Caracas ein Gesicht. Ursprünglich als Sitz einer Großbank, Bürokomplex und Hotel der Stadt geplant, bietet die Bauruine des Centro Financiero Confinanzas, auch Torre de David (Turm des David) genannt, heute rund 2000 bis 2500 illegalen Bewohnern ein Zuhause. Das Hochhaus entstand ab 1990 im Auftrag des Investors David Brillembourg. Nach ihm erhielt es auch seinen Namen "Torre de David". Der bislang nur im Rohbau fertiggestellte Wolkenkratzer besitzt 45 Stockwerke und ist 192 Meter hoch. Bedingt durch die Finanzkrise und den Tod David Brillembourgs wurden die Arbeiten 1994 eingestellt. Im Oktober 2007 besetzten die ersten Bewohner aus den Armenvierteln der Stadt die Investruine. Nach und nach bevölkerten immer mehr Menschen die leer stehenden Etagen und bauten diese mit provisorischen Mitteln in Eigeninitiative zu Wohnungen aus. Außenstehende erhalten nur selten Einblicke in die Gemeinschaft, die sich dort gebildet hat. Der Turm steht im Verruf, Verbrechen und Kriminalität zu beherbergen. Umso mehr überrascht es den Fotografen, wie aufgeschlossen die Menschen ihm gegenübertreten und bereitwillig Einblicke in ihre Privatsphäre gewähren. Alejandro Cegarra zeigt eine "andere" Facette des Turms: seine Bewohner, die sich nach Normalität, Alltag und Akzeptanz sehnen. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen dokumentieren ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit und einem Ort der Sicherheit. Wünsche, die der venezolanische Staat bislang nicht erfüllen konnte. Der Turm ist für seine Bewohner Zufluchtsort und Zuhause, aber auch Symbol ihrer Revolution gegen die Missstände. Was einst als Wahrzeichen der Stadt geplant war und diese als wichtiges Wirtschaftszentrum repräsentieren sollte, weist nun auf das Versäumnis des Staates hin.


Der Leica Oskar Barnack Nachwuchspreis 2014 geht an Alejandro Cegarra





Alejandro Cegarra (Jahrgang 1989) war nach seinem Studium der Fotografie und Werbung zunächst in der Werbebranche tätig, bis er als Fotojournalist bei der größten Zeitung Venezuelas, "Ultimas Noticias", anfing. Heute arbeitet er für The Associated Press in Caracas.

Im Jubiläumsjahr - die Leica Camera AG feiert 2014 "100 Jahre Leica Fotografie" - wurde das Preisgeld im Rahmen des Leica Oskar Barnack Preises verdoppelt. Martin Kollar, Gewinner der Hauptkategorie, erhält 10.000 Euro sowie eine hochwertige Kameraausrüstung des Leica M-Systems (Kamera und Objektiv) im Wert von weiteren 10.000 Euro. Alejandro Cegarra darf sich als Preisträger des "Leica Oskar Barnack Nachwuchspreises" über 5.000 Euro und eine Leica M-Kamera mit Objektiv freuen. Die Preisverleihung findet am 9. Juli 2014 im Rahmen des Fotofestivals Rencontres Internationales de la Photographie im südfranzösischen Arles statt.

Die beiden Gewinnerserien sowie Bilder der neun Finalisten in der Hauptkategorie des Leica Oskar Barnack Preises 2014 werden mit Interviews und Hintergrundinformationen in einer Sonderausgabe des Magazins LFI veröffentlicht.

Neben der Haupt- und Nachwuchskategorie wurde im Jubiläumsjahr erstmals auch ein Publikumspreis vergeben. Der Preisträger, Tadas Cerniauskas ("Comfort Zone"), wurde aus den rund 50 besten Einsendungen in der Hauptkategorie sowie den etwa 20 besten Einsendungen für den Nachwuchspreis per kostenloser Online-Abstimmung über die international führende Website für Online-Fotowettbewerbe www.i-shot-it.com ermittelt.

AUGEN AUF! 100 JAHRE LEICA FOTOGRAFIE

24. OKTOBER 2014 – 11. JANUAR 2015
DEICHTORHALLEN HAMBURG / HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Die von Hans-Michael Koetzle kuratierte Ausstellung „Augen auf! – 100 Jahre Leica Fotografie“ beleuchtet in rund 14 Kapiteln mit 400 Werken unterschiedliche Aspekte der neueren Kleinbildfotografie – von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. U.a. werden Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Hoepker, Bruce Gilden, Alex Webb präsentiert. Die Ausstellung im Haus der Photographie der
Deichtorhallen Hamburg wandert nach ihrer Premiere in Hamburg u.a. nach Berlin, Frankfurt, Wien. Ein Eintrag im Werkstattbuch belegt: Spätestens im März 1914 hatte Oskar Barnack, seinerzeit Konstrukteur bei Ernst Leitz, Wetzlar, das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinkamera für 35 mm-Kinofilm fertiggestellt. Mit der kriegsbedingt erst 1925 eingeführten Leica (= Leitz / Camera) war nicht einfach ein neuer Fotoapparat erfunden. Die kleine, verlässliche, stets einsatzbereite, mit einem von Max Berek eigens gerechneten Hochleistungsobjektiv ausgestattete Leica markiert einen Paradigmenwechsel in der Fotografie. Nicht nur gestattete sie fotografierenden Amateuren, Quereinsteigern, emanzipierten Frauen einen leichteren Zugang zur Fotografie. Auch war mit der bequem in der Manteltasche zu tragenden Leica das Fotografieren zum selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. Der vergleichsweise billige Kleinbildfilm stimulierte das fotografische Experiment. Neue Perspektiven wurden erprobt. Insgesamt gestaltete sich der visuelle Zugriff auf die Welt innovativer, mutiger, dynamischer. Keine Frage: Die von Oskar Barnack entwickelte, von Ernst Leitz II 1924 auf den Weg gebrachte Leica war so etwas wie die Antwort der Fotografie auf die phänomenologischen Bedürfnisse einer neuen, temporeichen Zeit.

Die Ausstellung „Augen auf! – 100 Jahre Leica Fotografie“ unternimmt zum ersten Mal den Versuch, den durch die Erfindung bzw. Markteinführung der Leica provozierten Umbruch in der Fotografie umfassend darzustellen. Dabei wird die Geschichte der Kamera nicht isoliert bzw. um ihrer selbst willen betrachtet. Vielmehr richtet sich der Blick auf die durch die technische Innovation Leica ausgelöste visuelle Revolution. Aus kunst- und kulturgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wie sich durch die Leica bzw. das Kleinbild das fotografische Sehen verändert hat. Welche Auswirkungen die Miniaturisierung der Fotografie auf das Schaffen von Amateuren, Künstlern, Fotojournalisten hatte. Und nicht zuletzt: Welche neuen Themen die Systemkamera mit ihrer breiten Palette an Wechselobjektiven erschlossen hat bzw. wie eingeführte Themen auf neue Art gesehen wurden: eine andere Wahrnehmung der Welt durch den Leica-Sucher.

Rund 400 Fotografien, ergänzt um dokumentarisches Material – Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme – rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage. Insgesamt folgt die von Hans-Michael Koetzle (München) kuratierte Ausstellung dem Gang der Technik- bzw. Fotografiegeschichte. In vierzehn Kapiteln beleuchtet die Schau unterschiedliche Aspekte der neueren Kleinbildfotografie – von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. Gezeigt werden Arbeiten international bekannter Leica-Fotografen (Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Hoepker, Bruce Gilden, Alex Webb), aber auch weniger bekannte Aufnahmen von Amateuren oder Künstlern, deren Namen bis dato nicht wirklich mit dem Thema Kleinbild in Verbindung gebracht wurden – wie Ilja Ehrenburg, Alfons Walde, Ben Shahn oder George Grosz. Wichtige, zum Teil noch nie gezeigte Leihgaben kommen aus dem Werksarchiv der Leica Camera AG (Wetzlar), aus internationalen Sammlungen und Museen sowie von privaten Leigebern (Sammlung F. C. Gundlach, Sammlung Skrein, Sammlung WestLicht).

Fred Herzog: Man with Bandage, 1968. Courtesy of Equinox Gallery, Vancouver © Fred Herzog, 2014

Heinrich Heidersberger: Laederstraede, Kopenhagen 1935 © Institut Heidersberger, www.heidersberger.de.

Bruce Gilden: ohne Titel, aus dem Zyklus „GO“, 2001 © Bruce Gilden

Jeff Mermelstein: Sidewalk, 1995 © Jeff Mermelstein

F.C. Gundlach, Modereportage für Nino, Hamburger Hafen 1958 © F.C. Gundlach

Dienstag, 27. Mai 2014

PRINT: Caritas - Far away is closer than you think

Unser Wohlstand hat oft auch eine weniger schöne Seite, über die wir alle nicht so gerne nachdenken. Die Motive, die von BBDO Düsseldorf für die Caritas, entwickelt wurden, zeigen dies ganz plakativ.





Freitag, 23. Mai 2014

Weniger, aber besser. Design in Frankfurt 1925 bis 1985: Das Frankfurter Zimmer

27. April 2013 – 22. Februar 2015
Museum Angewandte Kunst, Frankurt

Frankfurt am Main kann auf eine profilierte Gestaltungstradition zurückblicken, die sich durch eine eher strenge Ästhetik auszeichnet und stets das Nützliche in den Mittelpunkt stellte. Wie ein roter Faden zieht sich dieser einzigartige „Frankfurt Design Spirit“ seit den 1920er Jahren durch mehrere Designergenerationen.

Mit der langfristig angelegten Ausstellungsreihe Weniger, aber besser will das Museum Angewandte Kunst diese Haltung zur visuellen Kommunikation in Etappen aufarbeiten und darstellen. Die Ausstellungsreihe bleibt während der gesamten Laufzeit im Wandel, beleuchtet aus der Fülle an Beispielen immer wieder neue Aspekte und stellt im halbjährlichen Wechsel unterschiedliche Protagonisten der Frankfurter Gestaltung aus den Jahren 1925 bis 1985 vor.

Sesselprogramm/Chair Programme 620, Dieter Rams, Vitsoe, 1962, Foto: Koichi Okuwaki


Den Auftakt zur Reihe bildet vom 27. April 2013 bis 22. Februar 2015 die Überblicksausstellung Das Frankfurter Zimmer, die mithilfe eines imaginären Zimmers ein Bild davon entwerfen will, welche Designhaltung in Frankfurt vorherrschend war und vielleicht bis heute ist. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf den Gestalter Ferdinand Kramer und seine Tätigkeit im „Neuen Frankfurt“ der 1920er Jahre und auf  Dieter Rams gelegt werden, der über 40 Jahre lang das Design bei Braun verantwortete.

Stahlrohrstuhl B 263 und Schreibtisch, Mart Stam, 1932, Thonet Frankenberg



Herzstück der Ausstellung ist ein konstruierter Raum-im-Raum im Erdgeschoss des Museums, der mit Möbeln und Interieur bestückt ist, die in den sechs Jahrzehnten zwischen 1925 bis 1985 in und um Frankfurt herum entstanden sind. Hier sowie in den ergänzenden Themeninseln, die sich um das Frankfurter Zimmer herum gruppieren, spielt das Zweckhafte und visuell Haltbare, das Ästhetische in klaren Formen und das Visionäre eine große Rolle. Die Dinge und Bilder stehen dabei über lange Zeiträume und unterschiedliche Anlässe hinweg in einer erkennbar intensiven Beziehung zueinander.

Regalsystem 606 / Universal Shelving System 606, Dieter Rams, Vitsoe, 1960, Foto: Vitsoe London


Zeitlich setzt die Ausstellung wie auch die gesamte Reihe mit dem Projekt des „Neuen Frankfurt“ der 1920er Jahre ein, das nicht nur im Bereich Architektur, sondern auch im Produktdesign und in der Typografie wegweisend war. In Frankfurt wurden in dieser Zeit zahlreiche Gegenstände für den modernen Haushalt entworfen. Die Adlerwerke waren einer der größten Automobilhersteller, die Bauer’sche Gießerei veröffentlichte mit der „Futura“ die wichtigste Reformschrift der Zeit, und das Team um Hans Leistikow gestaltete das gesamte öffentliche Grafikdesign. Die Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“ wurde zu einem der wichtigsten Diskursorte für die neue Gestaltung.

MPZ 21 citromatic, Zitruspresse / juicer, Dieter Rams und Jürgen Greubel, Braun 1972, Foto: Koichi Okuwaki


1955 war es dann das Frankfurter Unternehmen Braun, das bei Elektrogeräten und Radios völlig neue Wege ging und eine Designhaltung entwickelte, die sich durch visuelle Langlebigkeit und einfache Benutzerführung auszeichnete. Braun-Chefdesigner Dieter Rams prägte dabei den Satz, der auch zum Motto der Ausstellungsreihe wurde: „Weniger, aber besser“. Aber auch das Grafikdesign der Nachkriegszeit präsentierte sich auf höchstem Niveau, wie etwa in den Jazzplakaten von Günter Kieser, den Theaterplakaten und Erscheinungsbildern von Gunter Rambow oder in den vier Designhochschulen, die sich vor den Toren Frankfurts befinden.



Die Übersichtsausstellung Das Frankfurter Zimmer wird ab Februar 2014 mit der Ausstellung Das Prinzip Kramer. Design für den variablen Gebrauch vertieft durch einen Schwerpunkt auf Ferdinand Kramer, 2015 folgt Die Typografie im Neuen Frankfurt.

Hintergrund
„Weniger, aber besser“, das Motto des Frankfurter Designers Dieter Rams, hat heute eine neue und weithin akzeptierte Aktualität. Eine fortgeschrittene Globalisierung, die in den kommenden Jahren eine noch sehr viel größere Anzahl von Konsumenten hochwertiger Produkte hervorbringen wird, muss sich die Frage nach den Ressourcen stellen. Der verantwortliche und zukunftsorientierte Umgang mit den vorhandenen Materialien erfordert eine neue Einstellung zu den Dingen. Die Produktzyklen werden zwangsläufig länger werden und dies stellt neue Anforderungen nicht nur an die Techniker und Ingenieure, sondern auch an die Gestalter, die Produkte mit einer deutlich längeren visuellen Haltbarkeit entwerfen müssen.

Ein solches zukünftiges Design muss aber keineswegs ästhetisch defizitär, sondern sollte im Gegenteil bereichernd sein. Die Designgeschichte Frankfurts und des gesamten Rhein-Main-Gebietes bildet dazu ein herausragendes Beispiel. Der Blick auf jene Geschichte kann in dieser Hinsicht konstruktive Zukunftsarbeit sein.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von der international tätigen Anwaltssozietät Clifford Chance.

Noch bis zum 01.06.2014: Visiona 1970 – Revisiting the Future

Visiona 1970 – Revisiting the Future
07.02. – 01.06.2014
Vitra Design Museum Gallery, Weil am Rhein

Im Jahr 1970 gestaltete der dänische Designer Verner Panton im Auftrag der Bayer AG die Wohnlandschaft »Visiona 2«, eine der wohl radikalsten Zukunftsvisionen im Design des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von Popkultur und Science-Fiction holte sie den gesellschaftlichen Umbruch der 1960er und 1970er Jahre in den privaten Wohnraum: anstatt getrennter Räume und klassischer Möbel sah Panton niedrige, bunte Polsterelemente vor, die das entspannte, informelle Lebensgefühl der Zeit widerspiegelten. Im Zentrum der »Visiona 2« stand die »Phantasy Landscape«, ein höhlenartiger Raum aus leuchtenden Farben und organischen Formen. Die Ausstellung in der Vitra Design Museum Gallery zeigt eine originalgetreue, begehbare Rekonstruktion dieser »Phantasy Landscape«, ergänzt durch einen Blick hinter die Kulissen von Pantons »Visiona 2« -Projekt. Der Besucher lernt die Hintergründe einer großen Zukunftsvision kennen und kann sich zugleich selbst auf eine Zeitreise begeben – back to the future! sie gleichzeitig mehreren Medien zuzuordnen sind.

Spiral-Lampen (1969, produziert von Lübner), »Phantasy Landscape«, Visiona 2, IMM Köln, Möbelmesse, 1970 © Panton Design, Basel 

Verner Panton, 1993, © Panton Design, Basel 

»Phantasy Landscape«, Visiona 2, IMM Köln, Möbelmesse / Cologne Furniture Fair, 1970, © Panton Design, Basel 

Ausstellung in München: Stan Douglas - Mise en scène:

Stan Douglas: Mise en scène
20. Juni - 12. Oktober 2014 
Haus der Kunst, München

Derzeit steht Stan Douglas an einem ganz besonderen Moment seines künstlerischen Werdegangs: Seit 2008 hat er großformatige fotografische Werkserien produziert, und in den jüngsten Werken Musik, Film, Theater, Fotografie sowie digitale Formate aufs engste verwoben, so dass sie gleichzeitig mehreren Medien zuzuordnen sind.

Eine Hauptattraktion der Ausstellung ist die Video-Musik-Installation "Luanda-Kinshasa" (2013), eine fiktive Erzählung über den abwesenden Miles Davis. Neuland betritt Stan Douglas auch mit der Theaterproduktion "Helen Lawrence" (2014), bei der die Darbietung der Schauspieler augenblicklich in eine computergenerierte Umgebung eingefügt wird (zeitgleich zur Ausstellung als Gastspiel in den Münchner Kammerspielen).

Die Ausstellung vereint außerdem die neuesten, überwiegend großformatigen fotografischen Werkserien: "Crowds and Riots" (2008), "Interiors" (2009-2010), "Midcentury Studio" (2010-2011), "Malabar People" (2011) und "Disco Angola" (2012). Diese Fotografien inszenieren historische Momente, vorwiegend aus der Zeit vom Kriegsende bis Mitte der 1970er-Jahre: die Schwarzmarktkultur der Nachkriegszeit und den Übergang zu anderen Formen des Warenhandels, streikende Hafenarbeiter, Demonstrationen für die Redefreiheit sowie die Auseinandersetzung zwischen Hippies und Staatsmacht. Mit der Werkserie "Disco Angola", einer synchronen Betrachtung der Discokultur in New York und der spannungsgeladenen Atmosphäre in Angola, bindet Stan Douglas beide Kulturen in eine übergreifende Narration über Postkolonialismus ein. Auf diese Weise bereichert er die Präsentationen, die sich in jüngster Zeit im Haus der Kunst auf Konzepte der Entwicklung von Modernität konzentriert hatten, um die bewusst fragmentarisch angelegte Erzählung: "Man inszeniert ein Historiendrama in Bruchstücken, die einen dazu anregen, sich eine umfassendere Situation vorzustellen." (Stan Douglas)

Stan Douglas, Crowds and Riots, 2008, Series of 4 color photographs, Digital C-print mounted on Dibond aluminum, Edition of 5, # 3, Hastings Park, 16 July 1955, © Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London and Victoria Miro, Londonondon



"Midcentury Studio", 2010-2011 

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmeten sich u.a. ehemalige Soldaten der Fotografie, weil sie hofften, vom Fotojournalismus leben zu können. Ein bezeichnendes Beispiel hierfür war Raymond Munro. Stan Douglas schildert dessen Werdegang so: "ein Veteran der kanadischen Luftwaffe, der 1949 beschwipst und mit einer Schlüsselbeinfraktur in Vancouver auftauchte, um sich bei einer Lokalzeitung als Luftbildfotograf zu bewerben. Munro war kein ausgebildeter Fotograf, aber er war sich sicher, dass er ein Flugzeug mit einer Hand fliegen konnte; er bekam den Job." Im Archiv der Fotoagentur Black Star in der Universität Ryerson schaute sich Stan Douglas zahlreiche Bilder aus den Jahren 1945 bis 1950 an. Sie wurden von Autodidakten mit einer unhandlichen 4 x 5" Laufbodenkamera mit Blitz, die langsam zu laden und mühselig einzustellen war, aufgenommen. Die Motive waren Verbrechen, Unfälle, Straßenszenen, Tiere, Mondscheinkneipen, berühmte Leute - alles, was dem Fotografen Geld einbrachte. Für die 29-teilige Schwarzweißserie "Midcentury Studio" schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines solchen Fotografen der Nachkriegszeit, der für praktische Zwecke fotografiert und "schlechte Fotos, aber manchmal ... interessante Bilder" macht. In "Camouflage, 1945", 2011 etwa soll die Beleuchtung das Modell eigentlich besser sichtbar machen, tatsächlich aber macht sie es völlig unsichtbar. Und "Athlete, 1946" ist das Porträt eines Sportlers, bei dem das Geschehen am Bildrand vom Thema ablenkt, weil der Moment des Abdrückens ungeschickt gewählt ist.

Stan Douglas, Crowds and Riots, 2008, Series of 4 color photographs, Digital C-print mounted on Dibond aluminum, Edition of 5, # 4,Abbott & Cordova, 7 August 1971, © Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London and Victoria Miro, London


So sorgfältig Stan Douglas die historischen Ereignisse auch recherchiert und so aufwändig er sie inszeniert - die Fotografien sind dennoch frei von jedem Anspruch auf Geschichtstreue oder Deutungshoheit. Sie geben sich als Mutmaßungen und Fragmente zu erkennen, als eine im Konjunktiv II vorgetragene Erzählung. Stan Douglas wendet eine literarische Technik an: Nach Recherche der historischen Fakten erschafft der Autor eine fiktive Hauptfigur und erzählt aus auktorialer Perspektive, wie es gewesen sein könnte. Auch ein entsprechend konstruierter Roman vermittelt den Eindruck, dass Wissen Stückwerk ist, und Realität instabil.

"Disco Angola", 2012 

Die 1974 und 1975 angesiedelte Serie von acht Farbfotografien kombiniert Situationen in Angola und New York. In dieser Zeit führte in Angola die Auseinandersetzung um Unabhängigkeit und Entkolonialisierung zum Bürgerkrieg. Diesmal schlüpft Stan Douglas in die Rolle eines Fotografen, der mit wenig Ausrüstung arbeitet, auf 35mm-Film, bereit schnell zu wechseln und schnell zu knipsen um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das richtige Bild zu bekommen. "Irgendwie ist es ihm gelungen, das Vertrauen von einigen Rebellen zu gewinnen, die ihn mit wiederum anderen Leuten bekannt machen, die ihm dann die einheimischen Verhaltensregeln beibringen; die nicht zu kennen, wäre tödlich", sagt Stan Douglas über diesen fiktiven Abenteurer. Versklavte Afrikaner, die im 18. Jahrhundert von Luanda aus über die Mittelpassage verschifft wurden, hatten die afrikanisch-brasilianische Kampfkunst Capoeira in die Neue Welt gebracht. Mit "Disco Angola" stellt sich Stan Douglas vor, diese Kampfkunst sei in ihr Heimatland zurückgekehrt.

Stan Douglas, Disco Angola, 2012, Series of 8 color photographs, Digital C-print mounted on Dibond aluminum, Edition of 5, # 50, Two Friends, 1975, © Stan Douglas, courtesy the artist, David Zwirner, New York/London, and Victoria Miro, London


"Luanda-Kinshasa", 2013 

Diese Video-Musik-Installation hat ihre Europapremiere im Haus der Kunst. Sie erzählt von einer Studioaufnahme, die Miles Davis nach der Veröffentlichung seines Albums "On the Corner" im Jahr 1972 hätte gemacht haben können. Etwas naiv war Miles Davis der Meinung, Anleihen bei klassischer indischer Musik und bei Karlheinz Stockhausen seien das richtige Rezept für den Kontakt zu einem jüngeren Publikum. Allerdings beschloss Columbia Records, "On the Corner" mit Blick auf eine ältere Zielgruppe von Jazzfans zu vermarkten; das Album wurde Miles Davis' größter Flop.

"Luanda-Kinshasa" imaginiert, dass Miles Davis - statt mit seiner Tourband bis zu seinem Bühnenabschied 1975 drogenselige Jams aufzunehmen - versucht haben könnte, mit einer anderen, neuen New Yorker Jugendkultur in Kontakt zu treten. Er hätte hierfür etwa sein Interesse an Weltmusik ausdehnen und den Dialog mit dem Afrobeat von Manu Dibango aus Kamerun suchen können, der ebenfalls synthetischen Jazz und Funk fusionierte.

Realisiert hat Stan Douglas das Projekt in einem Nachbau des Columbia-Studios in der 30. Straße, in dem Miles Davis von 1954 bis 1981 alle seine Studioalben aufgenommen hatte. Zeitkodiert und synchronisiert filmen zwei bewegliche Kameras auf Schienen die wartenden, zuhörenden, plaudernden, spielenden Musiker und ihre Entourage. Wie in "Journey Into Fear" (2001) bildet eine begrenzte Anzahl von Kameraeinstellungen und Handlungsfragmenten - hier Ensembleauftritten - die Grundlage für eine nahezu endlose Anzahl möglicher Variationen: Immer wenn ein Musiker oder eine Musikerin nicht im Bild ist, kann seine oder ihre Darbietung durch eine alternative Aufnahme ersetzt werden. Miles Davis selbst ist durch Abwesenheit präsent - im Ensemble von Stan Douglas gibt es keinen Trompeter.

"Helen Lawrence", 2014 

Die kinohafte Bühnenproduktion "Helen Lawrence" spielt in Vancouver im Jahr 1948 und zitiert die Ästhetik des Film Noir. Das Setting ist "eine heimtückische, wechselhafte Umgebung mit Polizisten, Rotlichtmilieu, Soldaten, Flüchtlingen, beschädigten Waren und geisterhaften Lovern, die im Treibsand Fuß zu fassen suchen" (Stan Douglas). Die Hauptfigur, Helen Lawrence, ist psychisch instabil und bleibt höchst ambivalent: Hat sie ihren Ehemann getötet, oder war der Mörder ein anderer?

"Helen Lawrence" verbindet Theater mit Film und computergenerierter Bildwelt. Die Schauspieler agieren gleichzeitig als Kameraleute, deren Abbild in übergroßen Projektionen präsent ist. "Helen Lawrence" hatte im März 2014 Weltpremiere am World Premiere Arts Club Theatre, Vancouver, und kommt als Gastspiel an die Münchner Kammerspiele.

Die Premiere findet am Mittwoch, den 18. Juni 2014 um 18 Uhr statt, weitere Vorstellungen am 19., 20., 21., 22., 24., 25. und 26. Juni. Karten an der Tageskasse der Münchner Kammerspiele, den Vorverkaufsstellen von München Ticket oder online über die Homepage www.muenchner-kammerspiele.de. Der Vorverkauf beginnt am 16. April. Akkreditierung für Pressevertreter in der Pressestelle vom Haus der Kunst.

"Circa 1948", 2014 

Diese jüngste Arbeit macht das Vancouver der Nachkriegszeit als App erfahrbar. Erstmalig arbeitet Stan Douglas mit diesem Format für iPhone. 31 Geschichten ereignen sich in Hotel, in dem auch "Helen Lawrence" spielt, weitere 14 in einer kleinen Gasse.

Zur Ausstellungsbiografie von Stan Douglas, geb. 1960 in Vancouver, Kanada, gehört neben zahlreichen Einzelausstellungen die mehrfache Teilnahme an der documenta sowie an der La Biennale di Venezia.
Der Katalog erscheint bei Prestel, mit Beiträgen von David Campany, Diedrich Diederichsen, Seamus Kealy, León Krempel, Chantal Pontbriand; in Englisch, Französisch und Deutsch, 49,95 €, ISBN 978-3-7913-5347-0.

PRINT: Miyabi - The beauty of sharpness

Nicht von ungefähr wird von Kochkunst geredet, wenn die Meister ihres Fachs in der Küche werkeln. Aber wie alle Künstler brauchen auch die besten Köche das entsprechende Werkzeug für ihre Kreationen. Wie die Messer von Miyabi, die so scharf sind, dass sie die Schönheit des Materials erst richtig zur Geltung bringen. Agentur: HEREZIE Paris




PRINT: Sprachschule Cultura Inglesa

Kleine Fehler können große Auswirkungen haben - gerade wenn ihr euch in einer Fremdsprache ausdrücken müsst. Gut, dass es Sprachschulen, wie Cultura Inglesa in Brasilien gibt, die euch vor kleinen und großen Katastrophen bewahrt.



Donnerstag, 22. Mai 2014

Dienstag, 20. Mai 2014

VIRAL: Puerto Rico Horror Film Fest: After Death



Für den Spot des Puerto Rico Horror Filmfestivals engagierte die Agentur Badillo Saatchi & Saatchi eine ungewöhnliche Drehbuchautorin. Der Film wurde nämlich (angeblich) von einem Toten geschrieben. Die Macher des Kampagne engagierten ein Medium und veranstalteten eine echte Séance, bei der der Geist der Marie Mercé ihre Geschichte erzählte. Was man davon halten soll, ist jedem selbst überlassen. Die Inszenierung der Story ist aber richtig klasse!

SPOT: Citroen - The Sleeping Supporter



Das Warten hat ein Ende. Jetzt ist es wieder Zeit für mehr oder weniger geistreiche WM-Spots. Der von Citroen gehört jedoch eindeutig in die Rubrik mehr.

Mittwoch, 14. Mai 2014

designertreff düsseldorf am 20.05.2014: Sabine Beaujean und Falko Wübbecke sind ‘Designer of the Day’

Sabine Beaujean
Jeden 3. Dienstag im Monat treffen sich Düsseldorfs Kreative ab 19.30 Uhr in der PAIISE auf dem Platz der Ideen, um sich gegenseitig zu inspirieren. Am 20.05.2014 sind hierfür als ‚Designer of the Day‘ die Kommunikationsdesignerin Sabine Beaujean und der Fotograf Falko Wübbecke zuständig. Eingeladen sind alle Designer der Landeshauptstadt und Umgebung. Der Eintritt ist kostenfrei.

Marken sind etwas ganz Besonderes. Einige lieben, andere wiederum hassen wir. Es gibt Marken, denen wir blind vertrauen und welche, die alle Alarmglocken in unseren Köpfen schrillen lassen. Marken sind wie Lebewesen. Genau das ist der Aufhänger des Kurzvortrags „Eine Marke ist wie ein Mensch – sie hat nicht nur ein Gesicht, sie spricht auch“. 

Falko Wübbecke
Was sie auf welche Art und Weise von sich verrät und wie sie kommuniziert, ist entscheidend für ihren Erfolg. Wie sich dieser Grundsatz in der Zusammenarbeit der Kommunikationsdesignerin Sabine Beaujean und des Fotografen Falko Wübbecke manifestiert, erläutern sie in ihrem Vortrag als ‚Designer of the Day‘ am 20.05.2014 beim designertreff düsseldorf.

Als eingespieltes Team verhelfen Sabine Beaujean und Falko Wübbecke mit maßgeschneiderten Konzepten Unternehmen zu unverwechselbaren Auftritten, die sich mit ganzheitlichem Anspruch in allen Unternehmensbereichen und Kommunikationskanälen wiederfinden. Ein besonderes Merkmal ist, dass dieses mit großer Achtsamkeit und viel Liebe zum Detail geschieht ohne Verkleidung, dafür authentisch, nah und am Puls der Zeit.

Der Einlass zum designertreff düsseldorf beginnt ab 19.30 Uhr.


Sabine Beaujean

  • 2001 - 2003 Berufsausbildung zur staatlich geprüften gestaltungstechnischen Assistentin (GTA) in Aachen
  • 2003 Studium im Fach Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Dortmund University of applied Sciences & Arts
  • Februar 2008 Abschluß als Diplom-Designerin. Während des Studiums Mitarbeit bei der BBDO Campaign GmbH, Düsseldorf
  • 2008 Gründung von « beaujean » design für Kommunikationsdesign
  • Juni 2010 Umzug in das selbst gestaltete Büro: Arbeits-, Lebensräume und Wohlfühlräume für frische Ideen und schöne Dinge.


Kontakt:
«beaujean» design, Wurmbenden 4, D-52531 Übach-Palenberg, Fon: 02451.4901022, http//www.beaujean-design.de


Falko Wübbecke

  • 1998: Studium im Fach Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund University of applied Sciences & Arts
  • Juli 2003: Abschluss als Diplom Fotodesigner. Während des Studiums tätig als freiberuflicher Fotodesigner
  • 2003: freiberuflicher Fotodesigner mit den Schwerpunkten: fashion | people stilllife | food sowie Hotelfotografie
  • 2005: Eröffnung des Fotostudio »Falko Wübbecke | Fotostudio« in Düsseldorf
  • 2006 - 2009: Masterstudium im Fach Szenografie & Kommunikation an der Fachhochschule Dortmund University of applied Sciences & Arts
  • Februar 2009 Abschluss Master of arts Szenografie & Kommunikation
  • »HotelHotel - Szenografie in der Hotellerie«, »Die Stadt im Hotel – Das Hotel in der Stadt«, Dokumentationsfilm mit Matze Knop Pullman Hotels and Resorts | Dortmund
  • 2010: Gründung der Designagentur »Goldfuchs & Flieger« in Dortmund


Kontakt:
Falko Wübbecke, Volmerswerther Str. 21, D-40221 Düsseldorf, Fon: 0211 58 00 42 21, http://www.hotelfotodesign.de

Dienstag, 13. Mai 2014

OPEN HOUSE des Design Departement am Freitag, den 16.05.2014


1. MARKETING AWARD: DÜSSELDORF - Bewerbungsfrist bis zum 30. Juni verlängert

Jubiläumsgala mit Award-Verleihung am 12. September 2014

Düsseldorf, 08. Mai 2014. Mit dem ersten MARKETING AWARD: DÜSSELDORF zeichnet der Marketing–Club Düsseldorf herausragendes Marketing von Unternehmen in und rund um Düsseldorf aus. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dirk Elbers wird diese Auszeichnung im Rahmen der Feier zum 60. Jubiläum, am 12. September 2014 verliehen. Noch bis zum 30. Juni 2014 können sich Unternehmen, Institutionen oder Vereine aus der Region Düsseldorf, die in den letzten zwei Jahren eine besondere Marketing-Kampagne, - Aktion oder ein Marketingkonzept realisiert haben, bewerben. Es wird jeweils ein Award in den Kategorien Firma, Unternehmer und Start-Up vergeben.

Eine hochkarätige Jury, mit unter anderem Dirk Krüssenberg (Präsident Marketing Club Düsseldorf), Gerald Schomburg (RWE Deutschland AG), Uwe Kerkmann (Stadt Düsseldorf) und Dr. Stephan Langer (Bayer Vital GmbH) sowie Alexandra Iwan (Presseagentur Textschwester), wird die Einreichungen hinsichtlich ökonomischen Erfolgs bzw. Nutzen und konsequenter Markt- und Zielgruppenorientierung bewerten.

MCD 6.0 – Vernetzt in die Zukunft
Seit nun mehr 60 Jahren steht der Marketing-Club Düsseldorf für innovative und visionäre Ideen. MCD 6.0 steht für die digitalen Quantensprünge im Marketing. Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 12. September möchte der Marketing-Club Düsseldorf diese Zeitenwende feiern und durch ausgewählte Key Note Speaker symbolisieren.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsunterlagen und –kriterien finden Sie auf der Webseite www.marketing-club.net. 

Videos aus 35 Jahren Ars Electronica erstmals online verfügbar

(Linz, 13.5.2014) Das Online-Archiv von Ars Electronica präsentiert sich seit heute, 13.5.2014, mit einem neuen Internet-Auftritt. Neben unzähligen Bild- und Textdateien rund um Ars Electronica stellt das Archiv unter dem Titel Talks and Lectures erstmals auch eine Video-Sammlung von Vorträgen, Diskussionen und Präsentationen renommierter SprecherInnen beim Ars Electronica Festival zur Verfügung, darunter bemerkenswerte Persönlichkeiten wie Otto Piene, Peter Weibel, John Lasseter, Paul Virilio, Derrick deKerckhove, Oliviero Toscani oder Richard Kriesche.
Foto: von Ars Electronica

Talks and Lectures

Unter dem Titel Talks and Lectures finden sich im Online-Archiv von Ars Electronica nicht nur eine Auswahl an Vorträgen, Diskussionen und Präsentationen nationaler und internationaler SprecherInnen beim Ars Electronica Festival – bei der Auswahl der Beiträge waren auch KuratorInnen beteiligt, deren persönliche Highlights und Empfehlungen im Menüpunkt Kuratierte Lectures zu finden sind. Umgesetzt werden konnte das Projekt Talks and Lectures durch die Förderung des Bmukk. Neben der Online Präsentation stand dabei auch die Konservierung, Inventarisierung und nachhaltige Sicherung der zur Verfügung stehenden Materialien im Vordergrund.

Ars Electronica Archiv

Ars Electronica verfügt über eines der weltweit umfangreichsten Archive zur digitalen Medienkunst der letzten 30 Jahre. Es umfasst ein Archiv mit Dokumentationen zum Ars Electronica Festival seit 1979, das Archiv des Prix Ars Electronica mit knapp 50.000 Einreichungen von KünstlerInnen, sowie Dokumentationen zu Projekten des Ars Electronica Futurelab, zu Ausstellungen des Ars Electronica Center und von Ars Electronica Export. Im Sinne eines lebendigen Archivs ist es nun möglich den Großteil des Bestandes des Ars Electronica Archivs auf http://archive.aec.at/ öffentlich zugänglich zu machen. Demzufolge wurde ein serverbasiertes digitales Archiv entwickelt, das sich auf eine komplexe Datenbankstruktur mit umfangreichen Metadaten stützt.

Im Mai treffen sich die führenden europäischen Kommunikationsdesigner in Köln!

Die European Design Conference sowie die Preisverleihung finden am Samstag, den 24. Mai 2014 im Comedia Theater in Köln statt.

Die European Design Awards werden von europäischen Kommunikationsdesign-Medien gemeinsam vergeben und prämieren die besten Arbeiten aus Grafik- und digitalem Design, Illustration sowie Typografie aus Europa.

Die diesjährigen Veranstaltungen zum Wettbwerb finden in Köln im Comedia Theater statt. Zunächst präsentiert die European Design-Konferenz Schwergewichte und aufsteigende Sterne der Branche: Mutabor (Deutschland), SILO (Niederlande) R2 ( Portugal), Design von Atlas (Spanien) und Anti (Norwegen) – fünf  Vorträge, die Sie sicherlich inspirieren werden.

Im Anschluß erfolgt die Preisverleihung der European Design Awards 2014. Die von lokalen Designschulen und -organisationen unterstützte Zeremonie wird vonden Preisträgern und den Design-Medienvertretern unter der Moderation von Stand-up-Komiker Bob Maclaren gestaltet. Schließlich sind alle Preisträger und Gäste zur großen ED-Awards-Afterparty eingeladen: Eine jährlich stattfindende Veranstaltung und ideale Gelegenheit, um in entspannter Atmosphäre neue berufliche Kontakte zu knüpfen.

Tickets für die Konferenz sowie die Abendveranstaltung sind in Kürze im Webshop unter www.europeandesign.org erhältlich. Designstudenten erhalten eine Ermäßigung.

Fotoausstellung „Ruhrpott-Leuchten“ im Knappschaftskrankenhaus

„Nachts sind alle Katzen grau“ heißt es im Volksmund, doch das stimmt nicht, weiß Danuta Lornatus, denn bei ihren fotografischen Streifzügen quer durch das nächtliche Ruhrgebiet hat sie ein faszinierend farbenfrohes Lichterspiel festgehalten. Egal ob die illuminierte Brücke „Slinky Springs to Fame“ im Oberhausener Kaisergarten, ein Kettenkarussell auf der Cranger Kirmes, die beleuchtete dreißig Meter hohe Grubenlampe auf der Moerser Halde Rheinpreußen oder eine Lasershow bei der Extraschicht im Nordsternpark Gelsenkirchen: Angestrahlte Bauten mit viel Licht und Farbe faszinieren die Bochumer Hobbyfotografin, die nun erstmals dreißig ihrer Werke der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen ist die Ausstellung mit dem Titel „Ruhrpott-Leuchten“ ab sofort im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, im Gang zur Cafeteria.

Fotoausstellung "Ruhrpott-Leuchten"
 „Es ist einfach Leidenschaft“, strahlt Danuta Lornatus wenn sie von ihrem Hobby der Fotografie erzählt. Aufgewachsen ist sie mit vier Geschwistern, da war das Geld knapp und Fotos damals dementsprechend rar. Von ihrem ersten selbst verdienten Geld kaufte sie sich einen Fotoapparat. Die erste Spiegelreflexkamera folgte und wurde ihr ständiger Begleiter – auch im Winterurlaub in Neustift/Tirol. Mit der Knipse um den Hals fuhr sie Ski, bis das gute Stück bei minus 30 Grad einfror. 400 Bilder machte sie. Zu analogen Zeiten ein teures Vergnügen. Die Zeiten haben sich geändert. Mittlerweile hat sie eine digitale Spiegelreflexkamera, alles sofort sichtbar auf dem Display, aber die Menge an Bildern ist deshalb keineswegs geringer geworden. „Mit der Zeit wachsen die Ansprüche und von den vielen Fotos werden am Computer immer mehr aussortiert“.

 Auch wenn sie eigentlich alles gern fotografiert, so hat sie doch eine besondere Vorliebe für Landschaften. Um das richtige Licht einzufangen geht sie noch vor Sonnenaufgang in den Wald oder harrt bei Eiseskälte im Ruhrtal aus, um Schnee und aufsteigenden Nebel bildlich festzuhalten. „Dabei kann ich regelrecht die Zeit vergessen“, sagt Lornatus.

 Immer auf der Suche nach neuen Motiven kam ihr schließlich die Idee, das Ruhrgebiet mehr und mehr zu erkunden und illuminierte Industriekultur zu fotografieren. „Man lernt seine Heimat dadurch sehr gut kennen und merkt, wie schön es hier ist“. Und wer weiß, vielleicht regen ihre Bilder ja die Betrachter zum nächsten Ausflug an.

Montag, 12. Mai 2014

Inspiration pur beim ersten designers’ sunday

Ausgewählte regionale Designer, spannende Vorträge, inspirierendes Design und ein eindrucksvolles Ambiente – der erste gemeinsame designers‘ sunday des stilwerk Düsseldorf und des designertreff düsseldorf war ein voller Erfolg. Eine Fortsetzung soll noch in diesem Jahr am verkaufsoffenen Sonntag im Dezember 2014 folgen.

DÜSSELDORF – Es ging Schlag auf Schlag beim designers‘ sunday, den der Center-Manager des stilwerk Düsseldorf Gerrit Haaß gemeinsam mit Bianca Seidel und Immo Schiller vom designertreff düsseldorf, am 11.05.2014 veranstalteten. Elf Designer aus Düsseldorf und Umgebung präsentierten beim designers‘ sunday in jeweils sieben Minuten auf der Bühne außergewöhnliche Designobjekte und innovative Ideen. Das Repertoire reichte von Beton- und Kindermöbeln über Schmuckdesign, Kunstobjekten, Keramik-Design bis hin zu Mode- und Textildesign. Diese enorme Bandbreite ließ beim Publikum keine Langeweile aufkommen – im Gegenteil. Denn viele Zuschauer, die eigentlich für einen Einkaufsbummel in die Düsseldorfer Innenstadt gekommen waren, blieben länger als geplant beim designers‘ sunday, um sich gleich mehrere Präsentationen anzuhören und um persönliche Gespräche mit den Kreativen zu suchen.

Elf Designer präsentierten sich beim designers' sunday am 11.05.2014 im stilwerk Düsseldorf. V.l.n.r: Gerrit Haaß (stilwerk), Enzo Augello, Christine Ruff, Manfred Riedel, Tobias Lindenbeck, Nunzia Galati, Claudia Warda, Claudia Moeller, Jörg Schulze-Roloff, Sarah Fischer, Claudia Hüskes, Bianca Seidel (designertreff düsseldorf) und Nathalie Pagels / Foto: designertreff düsseldorf

„Dieser Erfolg“, so Gerrit Haaß vom stilwerk, „bestärkt uns darin, auf diesem Weg weiterzugehen und weitere Veranstaltungen in Kooperation mit den designertreff düsseldorf durchzuführen. So denken wir beispielsweise daran, gemeinsam mit dem designers‘ sunday am verkaufsoffenen Sonntag, den 15.12.2014, in die zweite Runde zu gehen.“

Die Initiatoren des designertreff düsseldorf, Bianca Seidel und Immo Schiller, deuteten darüber hinaus an, dass es noch weitere Ideen und Projekte gäbe, die sie sich in einer Kooperation vorstellen könnten: „Wir jedenfalls sind begeistert von der Zusammenarbeit und freuen uns, diese in Zukunft zu intensivieren.“

Teilnehmer des 1. designers‘ sunday im stilwerk Düsseldorf waren


Jörg Schulze-Roloff
Beton als Baustoff im Möbelhandwerk - MANUFACTUM 2013 – Staatspreis für das Kunstwerk NRW / www.schulze-roloff.de 

Tobias Lindenbeck
LABLUDO – ein interessantes Kindermöbel - MANUFACTUM 2013 – Nominiert für den Staatspreis für das Kunstwerk NRW

Claudia Hüskes
SPIELEN, VERSTECKEN, AUSRUHEN - Kindermöbel als (halb)öffentliche Bereiche (Möbelserie archipel) - reddot design award – winner 2012 und Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2012 (nominiert) / www.claudiahueskes.de 

Manfred Riedel
LED-Projektorlampe Pi - vielfältige Möglichkeiten zur Veränderung von Licht und Raum. / www.atelier-riedel.com 

Nathalie Pagels
Farbe hat eine Wirkung - also setzt sie Ursachen. / www.pagels-farbkonzepte.de 

Sarah Fischer
Heimatstyle ist das Schmuck-Label für Heimatverliebte / www.galeriecharlotte.de/heimatstyle 

Claudia Moeller
POSH WOOL…Kleider, die uns begleiten möchten auf unserer Suche nach der vergangenen Zeit… - Auszeichnung von Posh Wool – u.a. mit einem Cerificate of merit / World Wool Award – Form 2010 und Form 2011 / http://about.me/poshwool 

Christine Ruff
Keramische Gefäß-Objekte – ihre schlichten, skulpturalen Objekte bewegen sich zwischen Kunst und Design, zwischen Raumobjekt und Gebrauchsgegenstand und sind allesamt im Gießverfahren hergestellt. Staatspreisträgerin für das Kunsthandwerk in der Kategorie Keramik. / www.ruffceramic.de 

Claudia Warda
zweiTnuTz entwirft Tischwäsche, Plaids und Kissen aus den Naturstoffen Leinen, Hanf und Baumwolle. Jedes Stück ist ein Unikat. / www.zweiTnuTz.de 

Enzo Augello
Kunstwerke als räumliche Kompositionen mit besonderer erzeugender Atmosphäre und variierender Wirkung / http://www.enzo-augello.de 

Nunzia Galati
Lifestyle-Kollektion „ama“ – Interpretation des abstrakten Liebestanz auf unterschiedliche Weise / www.nunziagalati.de 

Samstag, 10. Mai 2014

Mit Super Mario gegen Alzheimer - Junge Designer präsentieren ihre Arbeiten bei new talents

new talents – biennale cologne
Kunst – Film – Musik – Design – Tanz
10. - 25. Mai 2014

Ein greiser und an Alzheimer erkrankter Superheld als Hauptcharakter eines Computerspiels? Carmen Johann hat diesen Weg für »Super Old Alfonso« gewählt. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Alzheimer wird die gewohnte lebhafte Spielemechanik bewusst gebrochen, zugleich leistet das Spiel Aufklärungsarbeit über die Betreuung und Pflege eines Patienten. Carmen Johann ist eines der new talents aus der Sparte Design, die ihre Arbeiten in einer eigenen Ausstellung sowie in Einzelpräsentationen am 17. und 24. Mai 2014 vorstellen.

»Die sechs bei new talents vertretenen Designer arbeiten unter anderem an den Schnittstellen zu Musik und Medizin, erforschen Darstellungsformen mit neuen Technologien, analysieren Ordnung und setzen sich mit Alltagsthemen wie vermeintlicher Sicherheit auseinander. Das Design ist immer auch Mittler zwischen den unterschiedlichen Sparten und Kompetenzen, nicht zuletzt dies vermittelt new talents anhand herausragender Beispiele«, sagt Christian Heufelder, Kurator der Sparte Design.

Die Ordnung in einem unaufgeräumten Zimmer mag nicht jeder verstehen, Tamara Amalia hingegen entdeckt die vielschichtigen Methoden, mit denen wir Objekte um uns herum arrangieren. Sie möchte die unterschiedlichen Auffassungen von Ordnung verstehen, die in Natur, Gesellschaft und Design existieren. Ihre Arbeit »The Order of Things« beleuchtet die Art und Weise, wie wir Objekte platzieren, je nach Bedürfnis oder Tagesroutine.

»Die Dinge sprechen mit uns«: Jakob Florczyk gestaltete ein auf Augmented Reality basierendes Navigationskonzept, das Museumsbesucher anhand von virtuellen Querverweisen, die im physischen Raum platziert werden, durch Ausstellungen führt. Augmented Reality steht für die Anreicherung realer Umgebungen mit digitalen Inhalten. Mit ihrer Hilfe können Räume, insbesondere Museen, eine Vielzahl nicht visualisierter Informationen in sich tragen, durch die Objekte und Umgebungen mit mehreren Sinnen erfahren werden können.

Direkte Erfolgserlebnisse ohne musikalisches Vorwissen: Peter Haas entwickelte ein innovatives elektronisches Musikinstrument anhand zeitgemäßer Anforderungen. Das Instrument »Kontrolle« setzt diese hinsichtlich Klangcharakter, Barrierefreiheit, Persönlichkeit, Begehrlichkeit und Funktionalität um. Der gestalterische Fokus liegt auf der intuitiven Bedienung, dem Erlernen von Harmoniefolgen und der Verstärkung des emotionalen Ausdrucks beim Musizieren - für Anfänger und Profis.

»I also like to Live Dangerously«: Heutzutage werden wir mehr denn je über Risiken informiert. Doch wie reell sind diese Risiken tatsächlich und welche Interessen verbergen sich hinter der Art und Weise, wie diese durch das Medium der Gestaltung in Erscheinung treten? Willi Hartmanns Arbeit zeigt verschiedene Analysen von Methoden der Beeinflussung von Wahrnehmung. Die resultierten Erkenntnisse können genutzt werden, um in Gestaltungsprozessen behutsamer mit derartigen Beeinflussungen umzugehen, besonders, wenn diese zu übertriebener Verunsicherung oder sogar Angst führen.

Eine Oberklassenorthese zum Preis von 5 Euro? Bei Marina Scheinbergs »Orthostruct« handelt es sich um eine funktionale Notfallorthese zur Stabilisierung und Immobilisierung des Handgelenks nach Frakturen und Verletzungen. Die Orthese ist aufgrund der einfachen und kostengünstigen Herstellung zum primären Einsatz für die massenhafte Patientenversorgung in Entwicklungsländern, Krisen- und Katastrophengebieten bestimmt und bietet eine preiswerte Lösung für medizinische Versorgungsprobleme.

new talents – biennale cologne ist die Zukunftsplattform für künstlerische und gestalterische Berufseinsteiger aus den Bereichen Kunst, Film, Musik, Design und Tanz. Vom 10. bis 25. Mai 2014 werden rund 60 ausgewählte Hochschulabsolventen aus der Region sowie nationale und internationale Gäste präsentiert – u.a. in Ausstellungen, Konzerten, Tanzaufführungen und Filmvorführungen.

Runde zwei für das NYCxDESIGN Festival

Vom 09. bis zum 20. Mai 2014 steht die Design-Metropole New York City ganz im Zeichen der Ästhetik

(New York, 25.04.2014)  NYCxDESIGN, das offizielle Design-Festival der Stadt New York, findet in diesem Jahr vom 09. bis zum 20. Mai statt. Die zweite Ausgabe des künftig jährlich ausgerichteten Festivals präsentiert diverse Design Communities und stellt deren Beitrag zum Gefüge und zur Wirtschaft der fünf Stadtteile heraus. Das sämtliche Design-Disziplinen umfassende Event schafft somit eine Plattform für kulturelle und kommerzielle Kooperationen, fördert bereits etablierte sowie neu aufkommende Designs und erhöht deren Bekanntheit.

Die NYCxDESIGN Events sind auf das gesamte Stadtgebiet verteilt und finden unter anderem in Kongresszentren und Gallerien, Design Akademien und öffentlichen Parks statt. Eine vollständige Liste aller Eventdetails sowie hilfreiche Anreiseinformationen sind auf www.nycxdesign.com erhältlich.

Ausgerichtet in der weltweit führenden Design-Metropole New York vereint NYCxDESIGN die Disziplinen Design, Handel, Kultur, Bildung und Unterhaltung in einem breit gefächerten, abwechslungsreichen Programm. Dieses umfasst unter anderem Ausstellungen, Installationen, Messen, Diskussionsrunden, Launches und Offene Ateliers. So zählte das Eröffnungsevent im Jahr 2013 bereits 350 Einzelveranstaltungen, angeboten von 183 Organisatoren an 190 auf die Stadt verteilten Orten und deckte eine Vielzahl an Themengebieten von Grafikdesign und Architektur, Technologie- und urbanem Design sowie Mode-, Möbel- und Produktdesign bis hin zu Innenraum- und Landschaftsgestaltung ab.

NYCxDESIGN wird präsentiert von NYC & Company in enger Zusammenarbeit mit einem Ausschuss, in dem einige der angesehensten Design-Institutionen, Händler, Handwerker, Unternehmer, Kuratoren, Ausbilder, Herausgeber und – selbstverständlich – Designer der Stadt vertreten sind. Mit dabei sind Führungskräfte der Architectural League of New York, des National Design Museums, des Metropolitan Museum of Art des The Center for Arts Education und vielen mehr.

Einige beispielhafte Events des NYCxDESIGN Festivals sind:

International Contemporary Furniture Fair, 17. - 20. Mai 2014
Die 26. Ausgabe der jährlich stattfindenden Messe erstreckt sich auf 15.300 Quadratmeter. 500 Aussteller aus 33 Ländern präsentieren ihre Ausstellungsstücke in 11 Kategorien, wie zum Beispiel im Bereich Textilien, Küchen- und Gartenmöbel. Im Jacob K. Javits Convention Center werden an diesen Tagen Zukunftstrends für globale Designs gesetzt. http://www.icff.com/ 

 BKLYN DESIGNS – 09. - 11. Mai 2014
 Im St. Ann’s Warehouse in DUMBO, Brooklyn sind Besucher drei Tage lang herzlich eingeladen, zeitgenössische Einrichtungsgegenstände und Accessoires zu entdecken – hergestellt oder entworfen vor Ort und handverlesen von einer Jury führender Designmagazine. http://www.bklyndesigns.com/´

WantedDesign – 16. - 19. Mai 2014
Mit einem starken Fokus auf den amerikanischen Kontinent und beachtlicher Repräsentanz aus Europa und anderen Erdteilen vereint WantedDesign renommierte und aufstrebende Namen der globalen Designindustrie und erzielt so eine eindrucksvolle Darstellung von Talenten. Das Event umfasst unter anderem 360-Grad-Installationen, interaktive Erfahrungen, gesellige Lounges und Workshops, die zum Nachdenken anregen. Im Terminal Stores Building auf der 11th Avenue dient es internationalen Design-Liebhabern als Treffpunkt. http://www.wanteddesignnyc.com

Sight Unseen Offsite, 16. – 20. Mai 2014
Mit Sight Unseen OFFSITE launcht das einflussreiche Online Magazin Sight Unseen in diesem Jahr eine brandneue Design-Ausstellung, die den Stil der zwischen 2010 und 2013 ausgerichteten Plattform für neue Ideen und Talente, Noho Design District, fort- und weiter ausführt. Die Messe findet auf zwei Etagen im denkmalgeschützten Soho Gebäude 200 Lafayette statt und präsentiert eine große Bandbreite an Produkten unabhängiger Designer und trendorientierter Marken. http://offsite.sightunseen.com/

Auf der Suche nach der passenden Unterkunft während der NYCxDESIGN Veranstaltungen bietet New York City eine große Bandbreite an Optionen – unter Ihnen die Design Collection Hotels, bei denen extravagante Designs einen essentiellen Teil des Erlebnisses ausmachen. Auf www.nycgo.com/designcollection erhalten Sie Informationen zu Verfügbarkeiten und speziellen Angeboten während des NYCxDESIGN Festivals.

Montag, 5. Mai 2014

designers’ sunday – Bühne frei für Designer

Es ist eine Premiere für Düsseldorf: Zwölf Designer des designertreff düsseldorf, präsentieren am verkaufsoffenen Sonntag, den 11.05.2014, ab 13.30 Uhr ihre Idee live auf der Bühne im stilwerk Düsseldorf. Der designers’ sunday ist die erste Veranstaltung innerhalb der neuen Kooperation. Weitere gemeinsame Events sollen folgen.
 
Kinetisches Tischobjekt TO-002, Michael Berger
DÜSSELDORF – Beim Stichwort Designer fallen vielen Menschen sofort die berühmten Namen aus Metropolen wie New York, London, Paris oder Mailand ein. Dass herausragendes, vielfach preisgekröntes, Design auch hier direkt vor unserer Tür entsteht, wird oft übersehen. Zu Unrecht, da sind sich Bianca Seidel und Immo Schiller, die Initiatoren des designertreff düsseldorf, und der neue Center-Manager des stilwerk Düsseldorf Gerrit Haaß einig.

Keramische Gefäß-Objekte, christine ruff ceramic
Tausendfüssler, Jörg Schulze-Roloff
„Hier in Düsseldorf und in der näheren Umgebung“, so Bianca Seidel und Immo Schiller vom designertreff düsseldorf, „gibt es so viele bemerkenswerte Designer, die auf einem ebenso hohen Niveau arbeiten, wie ihre berühmten Kollegen. Wir freuen uns, dass diese Designer mit dem designers’ sunday im stilwerk eine Bühne bekommen, auf der sie sich und ihre Ideen präsentieren können. So etwas fehlte bisher in der Designstadt Düsseldorf.“

Das Programm des designers’ sunday ist breit gefächert. „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Designer“, erläutert Gerrit Haaß, Center-Manager des stilwerk Düsseldorf, „mit dabei sind exzellente Designer aus den Bereichen Produkt-, Interior-, Objekt- und Fashion-Design.“

Am 11.05.2014 ist nun soweit. Zwölf regionale Designer präsentieren sich in siebenminütigen Vorträgen ab 13.30 Uhr live auf der Bühne im Foyer des stilwerk Düsseldorf in der Grünstraße.






Teilnehmende Designer des 1. designers‘ sunday


Jörg Schulze-Roloff
Beton als Baustoff im Möbelhandwerk - MANUFACTUM 2013 – Staatspreis für das Kunstwerk NRW / www.schulze-roloff.de

Tobias Lindenbeck
LABLUDO – ein interessantes Kindermöbel - MANUFACTUM 2013 – Nominiert für den Staatspreis für das Kunstwerk NRW

Claudia Hüskes
SPIELEN, VERSTECKEN, AUSRUHEN - Kindermöbel als (halb)öffentliche Bereiche (Möbelserie archipel) - reddot design award – winner 2012 und Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2012 (nominiert) / www.claudiahueskes.de

Manfred Riedel
LED-Projektorlampe Pi - vielfältige Möglichkeiten zur Veränderung von Licht und Raum. /
www.atelier-riedel.com

Nathalie Pagels
Farbe hat eine Wirkung - also setzt sie Ursachen. / www.pagels-farbkonzepte.de

Sarah Fischer
Heimatstyle ist das Schmuck-Label für Heimatverliebte / www.galeriecharlotte.de/heimatstyle

Claudia Moeller
POSH WOOL…Kleider, die uns begleiten möchten auf unserer Suche nach der vergangenen Zeit… - Auszeichnung von Posh Wool – mit einem Cerificate od merit / world woolaward – im Wettbewerb 2010 & 2011 / www.claudiamoeller.com

Christine Ruff
Keramische Gefäß-Objekte – ihre schlichten, skulpturalen Objekte bewegen sich zwischen Kunst und Design, zwischen Raumobjekt und Gebrauchsgegenstand und sind allesamt im Gießverfahren hergestellt. Staatspreisträgerin für das Kunsthandwerk in der Kategorie Keramik. / www.ruffceramic.de

Claudia Warda
zweiTnuTz entwirft Tischwäsche, Plaids und Kissen aus den Naturstoffen Leinen, Hanf und Baumwolle. Jedes Stück ist ein Unikat. / www.zweiTnuTz.de

Enzo Augello
Kunstwerke als räumliche Kompositionen mit besonderer erzeugender Atmosphäre und variierender Wirkung / www.enzo-augello.de

Nunzia Galati
Lifestyle-Kollektion „ama“ – Interpretation des abstrakten Liebestanz auf unterschiedliche Weise / www.nunziagalati.de

Michael Berger
Kinetisches Tischobjekt TO-002. Das kinetische Objekt entzieht sich einer funktionalen Eingruppierung, ist Kunst- und Dekorationsobjekt und vor allem aber ein „conversation piece“/ www.atelier-berger.de