Donnerstag, 25. September 2014

Mode 4.0 - Neues MSTextiles Forum zeigt Kleidung als Hightech-Produkt


Quelle: ITA, RWTH Aachen
Textilien sind ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens: Sie umgeben uns tagtäglich und schützen den menschlichen Körper, aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände vor Kälte, Nässe und Schmutz. Die Anforderungen an moderne Textilien steigen seit Jahren. Insbesondere Kleidung soll ein komfortables Tragegefühl mit ansprechendem Design, pflegeleichter Handhabung und funktionaler Ausrüstung vereinen. Das Spektrum der bisherigen Eigenschaften, wie z.B. "wasserabweisend", "atmungsaktiv" oder "reflektierend", kann nun durch miniaturisierte, elektronische Hightech-Komponenten entscheidend erweitert werden.

Leitende Fasern im Stoff sind z.B. in der Lage, elektronische Chips, Sensoren und Aktoren so zu verbinden, dass Warnhinweise auf den Rücken von Kindern im Straßenverkehr aufleuchten. Vitalfunktionen von Patienten, wie Körpertemperatur, Atmungsaktivität, Pulsrate usw. können mit eingewebten Sensoren in Kleidungsstücken gemessen und über Transmitter direkt an den Arzt gesendet werden. "Unsichtbare" RFID-Chips erleichtern zudem die Identifikation der Patienten.

Das erste MSTextiles Forum zeigt am 20. November 2014 in Aachen Einsatzbeispiele und neue Technologien, um z.B. elektronische Bauteile auf flexible, dehnbare Stoffe zu bringen, und wie Elektronik beschaffen sein muss, um zerstörungsfrei tägliche Prozesse, wie z.B. das Waschen von Kleidung, zu überleben. Das MSTextiles Forum 2014 wird vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik gemeinsam mit dem Gastgeber, dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen, und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM organisiert.

>> Weitere Informationen, das Konferenzprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung 

Carpet Design Awards 2015: Bewerbungsfrist läuft

Carpet Design Awards 2015: Bewerbungsfrist läuft
Bewerbungsschluss: 24. Oktober 2014
Jury unter dem Vorsitz von Top-Designer Michael Sodeau

 
Hannover (ots) - Das Bewerbungsverfahren für die Carpet Design Awards 2015 läuft. Noch bis zum 24. Oktober 2014 können Designer von exklusiven handgefertigten Teppichen ihre Beiträge für den renommierten Wettbewerb einreichen. Der Preis wird 2015 in acht Kategorien vergeben. Die Carpet Design Awards gelten als höchste internationale Auszeichnung für kostbare handgefertigte Teppiche. Sie setzten weltweit Maßstäbe in Bezug auf Design und Qualität. Die Gewinner werden am DOMOTEX-Sonntag, 18. Januar 2015, auf der Innovations@DOMOTEX Area in Halle 17 bekanntgegeben.


Carpet Design Awards 2015 presented by Innovations@DOMOTEX

Im kommenden Jahr werden die Carpet Design Awards erstmals unter dem Dach von Innovations@DOMOTEX 2015 präsentiert. Mit dem Zusammenschluss bilden sie einen Anziehungspunkt für neues und spannendes Design handgefertigter Teppiche und bieten Teilnehmern des Wettbewerbs einen deutlichen Mehrwert für die Präsentation und Kommunikation ihrer exklusiven Kreationen.

Eine internationale Jury unter dem Vorsitz des renommierten Londoner Designers Michael Sodeau wählt aus den eingereichten Bewerbungen je drei Teppiche in acht Kategorien aus. Bewertet werden Design und Designkonzept, Material, Ausführung, Struktur und Qualität sowie Nachhaltigkeit und Markenbildung. "Als Designer arbeite ich gern in allen industriellen Bereichen und habe Teppiche, Möbel, Beleuchtungen, Inneneinrichtungen und Ausstellungen gestaltet. Für mich als Designer sind Teppiche die größte Herausforderung, weil man sehr intensiv mit dem Hersteller verbunden ist. Ihre Interpretation deines Designs und der Prozess des Webens und Knüpfens sind einzigartig. Das ist der Grund, warum eine DOMOTEX und die Carpet Design Awards so aufregend sind. Es gibt immer wieder eine große Vielfalt zu entdecken", sagt Michael Sodeau.

Jeder Bewerber kann online unter media.domotex.de bis zu drei Designs pro Kategorie einreichen. Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen, die auf der DOMOTEX 2015 in Hannover ihre exklusiven handgefertigten Einzelstücke präsentieren. Ausschließlich in der Kategorie "Bestes Design Studio - Künstlerteppiche" können sich auch Designer qualifizieren, die nicht auf der DOMOTEX ausstellen. Die Teilnahme an dem renommierten Wettbewerb ist kostenfrei.
Die insgesamt 24 Teppiche der Finalisten werden auf der Innovations@DOMOTEX Area in Halle 17 in Szene gesetzt. Aus diesen Beiträgen wählt die Jury am 16. Januar einen Gewinner je Kategorie aus. Die Sieger werden am DOMOTEX-Sonntag, 18. Januar 2015, ausgezeichnet.
Weitere Informationen über die Teilnahmebedingungen, die Kategorien und die Jury sind online unter www.domotex.de verfügbar.

Die Jury: 

Jury-Vorsitz: Designer Michael Sodeau, Michael Sodeau Partnership, London
Jochen Ehresmann, Teppichspezialist, Einrichtungshaus Böhmler, München
Linda O'Keeffe, Autorin und Designjournalistin, New York
Michael Pourvakil, Branchenexperte und Händler für hochwertige handgefertigte Teppiche, Weavers Art, Toronto
Ross Urwin, Design- und Lifestyle-Experte, Hongkong

Die Kategorien 

-   01 Bestes Design Studio - Künstlerteppiche
-   02 Bestes modernes Design Superior
-   03 Bestes modernes Design Deluxe
-   04 Bestes klassisches Design
-   05 Bestes klassisch-modernes Design
-   06 Beste moderne Kollektion
-   07 Beste klassische Kollektion
-   08 Beste Innovation

Das ökoRAUSCH Festival für Design & Nachhaltigkeit

Ob Gemüseanbau mitten in der Großstadt, hippe Design Textilien aus Upcycling Projekten oder ethisch-moralisch korrektes Banking - Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind absolute Trendthemen. Nicht nur in den Großstädten streben viele Menschen einen grüneren Lebensstil an und tragen zu einer lebendigen, hoch dynamischen Szene bei.

Das dritte ökoRAUSCH Festival für Design & Nachhaltigkeit bildet genau diese Szene ab.
Es gibt wichtige Impulse und ist ein stetig wachsender Magnet für alle, die sich für ein bewussteres Leben interessieren.

Vom 28. September bis zum 5. Oktober 2014 wird das Forum VHS im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum an der Cäcilienstraße zum Mittelpunkt des Festivals. Das diesjährige Motto »create« komplettiert den 2012 begonnenen Dreiklang »identify, react, create« und versteht sich als Aufforderung, die Welt und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Eine Vielzahl von Workshops und Vorträgen, Mitmachaktionen, Ausstellungen oder Filmvorführungen steht für jeden Festivaltag unter einem anderen Motto - vom Urbanen Gärtnern bis zu umweltpolitischem Kunst-Aktivismus.

Ergänzend zum Programm im Rautenstrauch Joest-Museum gehören außerdem rund 60 "Satelliten" zum ökoRAUSCH Festival. Über die ganze Stadt verteilt, beteiligen sich vielfältige Vereine, Läden oder Ateliers mit eigenen Angeboten und Aktionen.

>> Mehr über das Festival und das Programm


BDG-Vortrag on Tour: »Bewegte Zeiten - Agiles Publishing« in Münster, Wuppertal, Berlin und Münster

Unsere Zeit schreit nach Veränderung: Nach wie vor arbeiten wir in der Entwicklung von Kommunikationsprodukten mit linearen Prozessen. Dabei passen diese nur noch bedingt zum Verhalten heutiger Medien und zur extremen Marktdynamik. Wir brauchen andere Arbeitsweisen, um die Dynamik um uns herum und in unseren Medien vorwegzunehmen. Die innovativsten Branchen machen es vor: Sie haben etablierte Prozessmodelle wie Scrum, die auf dem Konzept der Agilität beruhen und darauf ausgerichtet sind, mit der Geschwindigkeit am Markt Schritt zu halten.

Mit dem Vortrag »Agiles Publishing« lädt der BDG alle Designerinnen und Designer ein, von den Erfahrungen dieser Branchen zu lernen. Möglichkeiten dazu bestehen Anfang Oktober in on Tour Münster, Wuppertal, Berlin und München.

Der Referent Georg Obermayr ist Co-Autor des Buches »Agiles Publishing«. Anhand vieler praktischer Beispiele erklärt er in seinem Vortrag, wie Agilität verwirklicht werden kann. So werden organisatorische Ideen diskutiert und Prozessmodelle beschrieben. Das praktische Handwerkszeug agilen Publishings wird sichtbar und mit kreativen und technologischen Mitteln ausgestaltet. Das Ergebnis ist nicht nur mehr Spaß an der (Zusammen-) Arbeit, es entstehen auch fast automatisch crossmediale Vernetzung und Storytelling - die entscheidenden Zutaten für erfolgreiche Kommunikation. Ein inspirierender Vortrag mit vielen neuen, herausfordernden Gedanken!

Georg Obermayr ist Co-Autor des Buches "Agiles Publishing" - laut Jürgen Siebert ?vielleicht das wichtigste Buch des Jahres für (Print-)Mediendesigner". Das Buch beschreibt wie mit einer agilen Form der Medienproduktion die User Experience und das Storytelling ins Zentrum rücken. Als Leiter der Crossmedia Produktion in einer bayrischen Werbeagentur konzipiert und realisiert Georg Obermayr integriertes Publishing in digitalen und gedruckten Medien. Er schreibt für verschiedene Fachpublikationen, berät bei Digital-Publishing-Projekten und arbeitet im Schweizer Verein PDFX-ready an Industriestandards mit.

Tourdaten:

Münster:
6.10,2014, 19:30 Uhr,
Bunter Vogel, Alter Steinweg 41
Der Eintritt ist frei

Wuppertal:
7.10.2014, 18:00 Uhr
VillaMedia, Viehhofstraße 123
BDG-Vortragsabend im Doppelpack:
18:15 Uhr »PANTONE - Farben richtig kommunizieren«
19:30 Uhr »Agiles Publishing«
Der Eintritt ist frei

Berlin:
8.10.2014, 18:00 Uhr
design akademie berlin, Paul-Lincke-Ufer 8e
Eintritt für BDG-Mitglieder und Studierende der design akademie berlin kostenfrei,
Gäste zahlen 5,00 Euro

München:
10.10.2014, 18:00 Uhr
Akademie U5, Einsteinstraße 42
Eintritt für BDG-Designerinnen und Designer und Studenten der Akademie U5 kostenfrei,
Gäste zahlen 5,00 Euro


Donnerstag, 18. September 2014

SPOT: Canal+ - Cameramen



Wenn's um Fußball geht, zeigt der französische TV-Sender Canal+ vollen Körpereinsatz. So nah dran, waren die Zuschauer noch nie. Für den Spot verantwortlich ist die französische Agentur BETC.

PRINT: WWF - Trees save wildlife. Wildlife saves trees.

Großartige Printmotive für den WWF von Ogilvy & Mather India.

Bär

Nilpferd

Panda

SPOTS: Quicken Loans - Save your money




Alle wollen sie nur eure schwer verdiente Kohle. Und sie scheuen keine Mittel, unm dieses Ziel zu erreichen. Es ist Zeit etwas dagegen zu tun - zum Beispiel mit Quicken Loans.



TRAIN - The first spot in the new campaign that DRIVEN created with the team at Quicken Loans from DRIVEN on Vimeo.

AUSSTELLUNG: AUGEN AUF! 100 JAHRE LEICA FOTOGRAFIE

24. OKTOBER 2014 – 11. JANUAR 2015
HAUS DER PHOTOGRAPHIE / DEICHTORHALLEN HAMBURG

Christer Strömholm. Nana, Place Blanche, Paris 1961. © Christer Strömholm/Strömholm Estate, 2014. 


Die Ausstellung »Augen auf! − 100 Jahre Leica Fotografie« beleuchtet in rund 14 Kapiteln Aspekte der Kleinbildfotografie − von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. U.a. werden Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Höpker, Ulrich Mack, Bruce Gilden, Alex Webb präsentiert.

Ein Eintrag im Werkstattbuch belegt: Spätestens im März 1914 hatte Oskar Barnack, seinerzeit Feinmechaniker bei Ernst Leitz, Wetzlar, das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinkamera für 35 mm-Kinofilm fertiggestellt. Mit der kriegsbedingt erst 1925 eingeführten Leica (= Leitz / Camera) war nicht einfach ein neuer Fotoapparat erfunden. Die kleine, verlässliche, stets einsatzbereite, mit einem von Max Berek eigens gerechneten Hochleistungsobjektiv ausgestattete Leica markiert einen Paradigmenwechsel in der Fotografie. Nicht nur gestattete sie fotografierenden Amateuren, Quereinsteigern, emanzipierten Frauen einen leichteren Zugang zur Fotografie. Auch war mit der bequem in der Manteltasche zu tragenden Leica das Fotografieren zum selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. Der vergleichsweise billige Kleinbildfilm stimulierte das fotografische Experiment. Neue Perspektiven wurden erprobt. Insgesamt gestaltete sich der visuelle Zugriff auf die Welt innovativer, mutiger, dynamischer. Keine Frage: Die von Oskar Barnack entwickelte, von Ernst Leitz II 1924 auf den Weg gebrachte Leica war so etwas wie die Antwort der Fotografie auf die phänomenologischen Bedürfnisse einer neuen, temporeichen Zeit.

Die Ausstellung unternimmt zum ersten Mal den Versuch, den durch die Erfindung bzw. Markteinführung der Leica provozierten Umbruch in der Fotografie umfassend darzustellen. Dabei wird die Geschichte der Kamera nicht isoliert bzw. um ihrer selbst willen betrachtet. Vielmehr richtet sich der Blick auf die durch die technische Innovation Leica ausgelöste visuelle Revolution. Aus kunst- und kulturgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wie sich durch die Leica bzw. das Kleinbild das fotografische Sehen verändert hat. Welche Auswirkungen die Miniaturisierung der Fotografie auf das Schaffen von Amateuren, Künstlern, Fotojournalisten hatte. Und nicht zuletzt: Welche neuen Themen die Systemkamera mit ihrer breiten Palette an Wechselobjektiven erschlossen hat bzw. wie eingeführte Themen auf neue Art gesehen wurden: eine andere Wahrnehmung der Welt durch den Leica-Sucher.

Rund 500 Fotografien, ergänzt um dokumentarisches Material − Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme − rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage. Insgesamt folgt die von Hans-Michael Koetzle (München) kuratierte Ausstellung dem Gang der Technik- bzw. Fotografiegeschichte. In vierzehn Kapiteln beleuchtet die Schau unterschiedliche Aspekte der neueren Kleinbildfotografie − von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen.

Gezeigt werden Arbeiten international bekannter Leica-Fotografen (Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Sergio Larrain, William Eggleston, René Burri, Thomas Höpker, Bruce Gilden, Alex Webb), aber auch weniger bekannte Aufnahmen von Amateuren oder Künstlern, deren Namen bis dato nicht wirklich mit dem Thema Kleinbild in Verbindung gebracht wurden – wie Ilja Ehrenburg, Alfons Walde, Ben Shahn oder George Grosz. Wichtige, zum Teil noch nie gezeigte Leihgaben kommen aus dem Werksarchiv der Leica Camera AG (Wetzlar), aus internationalen Sammlungen und Museen sowie von privaten Leigebern (Sammlung F. C. Gundlach, Sammlung Skrein, Sammlung WestLicht).

MAK Specials zur VIENNA DESIGN WEEK 2014

Mit der departure-Jubiläumsausstellung TOMORROW IS..., einer departure/MAK d>nite, Talks, Führungen und vielem mehr bietet das MAK ein hochkarätiges Programm

Wien (OTS) - Als verlässlicher Programmpartner bietet das MAK zur achten VIENNA DESIGN WEEK, die von 26. September bis 5. Oktober 2014 veranstaltet wird, auch dieses Jahr mit einer departure/MAK d>nite, Spezialführungen, Late-Night-Shopping und mit zahlreichen hochkarätigen Gästen ein facettenreiches Programm. Neben den beiden Ausstellungen "HANNA KRÜGER. [DIE SAMMLUNG] a collective structure" und der in Kooperation mit designforum Wien/kulturen in bewegung realisierten Schau "SOUTH MEETS NORTH: Local Innovation. Global Conversation" ist die Eröffnung der departure-Jubiläumsausstellung "TOMORROW IS..." ein Höhepunkt der departure/MAK d>nite am 30. September 2014. Die Zwischennutzungsspezialisten der Betonküche sorgen an diesem Abend mit ihrer foodistisch-futuristischen Intervention in der MAK-Säulenhalle für eine kulinarische Stärkung der besonderen Art. Auch in der MAK-Expositur Geymüllerschlössel ist mit einer international besetzten Matinee für anspruchsvolles Diskussionsprogramm zu Design gesorgt.

MAK-Programm im Rahmen der VIENNA DESIGN WEEK 2014

SAMSTAG, 27.9.2014, 11:00 Uhr
Führung
"VORBILDER. 150 Jahre MAK: Vom Kunstgewerbe zum Design"
Rund um die Frage "Wer oder was sind VORBILDER im Design heute?" dreht sich die Führung durch die MAK-Jubiläumsausstellung mit Gastkuratorin Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, Dresden, und den Ausstellungsgestaltern LichtwitzLeinfellner visuelle Kultur KG.
MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 11.6. - 5.10.2014

SAMSTAG, 27.9.2014, 13:00 Uhr
Ausstellungsgespräch
"THONET-TALK: MEINE VORBILDER"
In dem von Amelie Klein, Vitra Design Museum, Weil am Rhein (DE), moderierten Talk sprechen die Designer Stefan Diez und Steffen Kehrle sowie breadedEscalope im Rahmen der MAK-Ausstellung "VORBILDER. 150 Jahre MAK: Vom Kunstgewerbe zum Design" über HeldInnen und Haltungen im Design. Ein Gespräch, in Kooperation mit Thonet und Nespresso. MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 11.6. - 5.10.2014

SONNTAG, 28.9.2014, 11:00 Uhr
Matinee
"MAK DESIGN SALON #03: ROBERT STADLER. Back in 5 min"
In Kontrast zum Empire- und Biedermeierambiente der MAK-Expositur Geymüllerschlössel reinterpretiert Robert Stadler in seiner Designintervention simple Möbeltypen ländlicher Stuben und schafft durch seine Rauminszenierung eine Dekonstruktion des Ortes. In der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde spricht der Kurator des MAK DESIGN SALON Thomas Geisler, Kustode MAK-Sammlung Design, mit dem Designer Robert Stadler, der Londoner Autorin und Kuratorin Emily King und mit Jana Scholze, Kuratorin für zeitgenössische Möbel und Design, Victoria and Albert Museum, London, über die Verwandtschaft von Kunst und Design in Stadlers Arbeit. Mit freundlicher Unterstützung von DOROTHEUM Wien.

MAK-Expositur Geymüllerschlössel, Pötzleinsdorferstraße 102, 1180 Wien
Öffnungszeiten: Sa und So, 11:00-18:00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten während der VIENNA DESIGN WEEK:
Fr, 26.9.2014, 14:00-18:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 13.9. - 30.11.2014

DIENSTAG, 30.9.2014, 17:00 Uhr
departure/MAK d>nite
Präsentation der Ausstellung
"SOUTH MEETS NORTH: Local Innovation. Global Conversation" "Südnovation", eine Initiative von kulturen in bewegung aus Wien, zeigt in einer "Wohnzimmer"-Installation, was der Norden etwa durch frugale, also kostengünstige und effizienzorientierte Innovation, Upcycling oder hochflexible und kollektive Arbeitsprozesse, vom Süden für den Alltag lernen kann. Zudem wird der Upcycling-Designer Heath Nash aus Kapstadt in einem dynamischen Work in Progress mit lokalen Partnern aus Österreich diesen kollaborativen Dialog in neue Produkte umsetzen. Als World Design Capital 2014 bietet Kapstadt einen aktuellen Anlass zu dieser Auseinandersetzung mit Design- und Innovationsprozessen in unterschiedlichen Breitengraden. Österreich ist mit der vom MAK mitbegründeten Plattform AustriaDesignNet von 6. bis 13. November 2014 in Kapstadt zu Gast.
In Kooperation mit designforum Wien/kulturen in bewegung.
MAK DESIGN SPACE, Ausstellungsdauer: 26.9. - 26.10.2014
Weitere Informationen und Anmeldung zum Workshop-Programm während der VIENNA DESIGN WEEK unter www.kultureninbewegung.org

DIENSTAG, 30.9.2014, 18:00 Uhr
departure/MAK d>nite
After-Work Meeting Point im MAK Design Shop
"STUDIO FORMAFANTASMA. Alphabet"
Der After-Work Meeting Point im MAK DESIGN SHOP lädt in Anwesenheit der Designer Simone Farresin und Andrea Trimarchi (Studio Formafantasma) zur Österreichpremiere der Präsentation einer speziellen Jubiläumsedition des Glasservice "TS284 Alphabet" von Studio Formafantasma, das in Zusammenarbeit mit der Wiener Glasmanufaktur J. & L. Lobmeyr auf Basis von Dekorentwürfen aus der MAK-Sammlung entwickelt wurde.

DIENSTAG, 30.9.2014, 18:30 Uhr
departure/MAK d>nite
Präsentation der Ausstellung
"HANNA KRÜGER. [DIE SAMMLUNG] a collective structure"
Durch die Neuanordnung und Kombination bereits vorhandener Produkte untersucht die Berliner Designerin Hanna Krüger in ihrem Experiment "Stapeln+Addieren" das Potenzial privater und öffentlicher Sammlungen für die eigene Entwurfspraxis. Für die im MAK erstmals ausgestellte Arbeitspräsentation "[DIE SAMMLUNG] a collective structure", ermöglicht durch das Nespresso Design Scholarship, setzte sich Krüger unter anderem intensiv mit der Online-Sammlung des MAK, insbesondere mit dem Archiv der Wiener Werkstätte, auseinander.
MAK DESIGN LABOR, Hoffmann Geometrisch, Ausstellungsdauer: 26.9. -5.10.2014

DIENSTAG, 30.9.2014, 19:00 Uhr
departure/MAK d>nite
"TOMORROW IS ... TONITE"
Eröffnung der departure-Jubiläumsausstellung "Tomorrow is ..."
Die Ausstellung ist eine Wien-spezifische, begehbare, multimediale Installation, die sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von departure - Das Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien mit der Gegenwart und Zukunft selbständiger kreativer Arbeit auseinandersetzt. Im Rahmen der Kooperation "design>neue Strategien" von MAK und departure ist die d>nite nicht nur Ausstellungseröffnung, sondern auch Experimentierfeld dieser Fragestellungen. Die Zwischennutzungsspezialisten der Betonküche begeben sich mittels foodistisch-futuristischer Intervention an diesem Abend mitten hinein in die Debatte: "Tomorrow Is ... Tonite!"
Führungen durch die Ausstellung mit den Kuratorinnen Eva Kraus und Martina Fineder sowie den Gestaltern Andreas Pawlik (dform) und Julian Roedelius (r-g.io) am Mi, 1.10.2014, 17:00 Uhr sowie Fr, 3.10.2014, 16:00 Uhr.
MAK-Säulenhalle, MAK FORUM, Ausstellungsdauer: 1.10. - 2.11.2014

FREITAG, 3.10.2014, 17:00 Uhr
Spezialführung
"MAK DESIGN LABOR: Designrevolution NOW!"
Führung des IDRV - Institute of Design Research Vienna durch das kürzlich eröffnete MAK DESIGN LABOR. Auf der Suche nach Möglichkeitsräumen für einen gemeinsamen Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Gesellschaft thematisieren die MAK-Designers-in-Residence 2014 in dieser Führung bereits bestehende Entwicklungen und finden Potenziale im MAK DESIGN LABOR.

SAMSTAG, 4.10.2014, 11:00 Uhr
Führung und Ausstellungsgespräch
"HOLLEIN"
Die Ausstellung "HOLLEIN" taucht in den reichhaltigen Kosmos des Universalkünstlers, Designers und Architekten Hans Hollein (1934-2014) ein. Sie unternimmt anhand von großteils unveröffentlichten Archivmaterialien eine erste umfassende Neubetrachtung seines Gesamtwerkes und eröffnet durch die fotografischen Arbeiten der KünstlerInnen Aglaia Konrad und Armin Linke ungewohnte Perspektiven auf Holleins Schaffen. Gastkurator Wilfried Kuehn und MAK-Kuratorin Marlies Wirth führen gemeinsam mit Lilli Hollein, Direktorin, VIENNA DESIGN WEEK durch die Ausstellung. In Anwesenheit von Aglaia Konrad und Armin Linke. MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsdauer: 26.9. - 5.10.2014

SAMSTAG, 4.10.2014, 18:00-1:00 Uhr
"Lange Nacht der Museen 2014" im MAK
Informationen zum diesjährigen MAK-Programm zur Langen Nacht unter www.MAK.at.

SAMSTAG, 4.10.2014, 19:00-21:00 Uhr
Late-Night-Shopping im MAK Design Shop
"DESIGNER'S NEWS: MEGUMI UND DAISAKU ITO"
Die in Wien und international vor allem als Lampen-Designerin aktive Megumi Ito präsentiert mit ihrem Zwillingsbruder Daisaku Ito und dessen Label Colinetta aus Tokyo eine neue Serie von handgemachten Lederaccessoires, u.a. Leder-Clutches gefüttert mit exklusiven Vintage-Kimono-Stoffen.

Weitere Informationen unter MAK.at sowie viennadesignweek.at

6. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG - INTERNATIONALES FOTOFESTIVAL VOM 18. BIS 28. JUNI 2015


10 Tage für die Fotografie – Ausstellungen in Museen, kulturellen Institutionen und im Containerdorf - Internationale Konferenzen – Ted Talks - Künstlergespräche – Workshops - Portfoliosichtungen - Parties - nächtliche Projektionen - unter dem Motto „THE DAY WILL COME“.

2015 wird Hamburg vom 18. bis 28. Juni zum sechsten Mal das Zentrum für Fotografie in Deutschland. In zehn Tagen konzentriert die Triennale der Photographie außergewöhnliche Ideen, Begeisterung und Engagement für die Fotografie in Vorträgen, Filmen, Projektionen, Begegnungen sowie Ausstellungen, die auch über den Festivalzeitraum hinaus zu sehen sein werden. Zehn Tage, in denen an der Fotografie und an Kunst Interessierte die Möglichkeit haben, sich intensiv mit Fotografie auseinanderzusetzen.

Die künstlerischen Leitung übernimmt der neue Kurator Krzysztof Candrowicz, der für das gesamte Programm des internationalen Festivals verantwortlich zeichnet. Krzysztof Candrowicz, 35, ist Gründer des Internationalen Fotofestivals in Lodz (Fotofestiwal Łódź), der Stiftung für Visuellen Erziehung (Fundacja Edukacji Wizualnej) und des Łódź Art Centers in Polen. Darüber hinaus rief er 2004, unter dem Namen PhotoFestivalUnion, ein Netzwerk von 30
Europäischen Fotofestivals ins Leben. Als Kurator und Redner ist er bei zahlreichen Museen, Fotoschulen und Fotofestivals europa- und weltweit zu Gast. Im Januar 2014 wurde er zum künstlerischen Leiter der 6. Triennale der Photographie berufen.

Unter dem Motto des Fotofestivals „THE DAY WILL COME“ präsentieren die Hamburger Kunsthalle, das Haus der Photographie/ Deichtorhallen, das Museum für Kunst und Gewerbe, die Stiftung Historische Museen, das Bucerius Kunstforum und der Kunstverein in Hamburg Ausstellungen mit Künstlern von internationalem Rang. Weitere Sonderausstellungen werden im Oberhafen, bei Designxport und in Galerien gezeigt. Ergänzt werden die Ausstellungen von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

Im Zentrum der Triennale und seiner Aktivitäten steht ein Containerdorf vor den Deichtorhallen, in dem zehn europäischen Fotofestivals und zehn europäischen Fotoschulen eine Plattform geboten wird und damit auch den Austausch zwischen Besuchern und europäischen Fotografen anregt. Im Vorfeld der Aktivitäten wird die Triennale im September 2014, in gegenseitiger Partnerschaft mit Photoville, in einem der Container auf dem Festivalgelände des Brooklyn Bridge Parks in New York, eine Ausstellung des Hamburger Fotografen Henrik Spohler zeigen.

Das Motto der Triennale „THE DAY WILL COME“ ist ein Bibelzitat und soll anregen, über die Zukunft der Fotografie in technischer und vor allem in ästhetischer Hinsicht nachzudenken. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Kuratoren, Künstlern, Futurologen und Soziologen wird eine Brücke in die Zukunft geschlagen. Dabei sollen verschiedene Aspekte von unterschiedlichen Standpunkten aus beleuchtet werden. Die Stiftung historischer Museen erforscht unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN THE PAST MEETS THE FUTURE“ ihre fotografischen Sammlungsbestände in Zusammenarbeit mit fünf zeitgenössischen Künstlern der Gruppe Sputnik.

Im Fokus des Hauses der Photographie/Deichtorhallen stehen unter dem Titel THE DAY WILL COME WHEN MAN FALLS verschiedene Werkgruppen des zeitgenössischen New Yorker Fotografen Phillip Toledano, der gesellschaftsrelevante und persönliche Zukunftsvisionen entwickelt. Inhaltlich und thematisch ergänzend zu den Arbeiten von Phillip Toledano werden in einer Kabinettausstellung sechzig historische und zeitgenössische Porträts unterschiedlichster Fotografen aus der Sammlung F.C. Gundlach gezeigt. Das Bucerius Kunstforum thematisiert unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN WATER MATTERS“ die Ressource Wasser in Fotografie und Malerei, und das Museum für Kunst und Gewerbe wird das Phänomen des Netzwerkens aufgreifen unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN WE SHARE MORE THAN EVER“. Die Hamburger Kunsthalle widmet sich in der Ausstellung „THE DAY WILL COME WHEN THERE IS HOPE“ den ambivalenten und höchst kontrov ersen Momenten des „Prinzips Hoffnung“ in der zeitgenössischen Photographie, während der Kunstverein in Hamburg unter dem Titel „THE DAY WILL COME WHEN PHOTOGRAPHY REVISES“ sechs Fragen an die Fotografie stellt, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse umreißen.

Zur Triennale erscheinen ein Katalogkompendium und ein kostenloser Guide. Es wird ein Triennale-Ticket, gültig während der zehn Tage des Festivals, geben und einen Professional Pass für Fotokuratoren und Fotofachleute.

Die erste Triennale der Photographie Hamburg, initiiert durch den Fotografen und Sammler F. C. Gundlach, fand 1999 in vier Museen und Institutionen sowie in vierzig Galerien und anderen Veranstaltungsorten statt. Die letzte Triennale der Photographie 2011 hatte doppelt so viele Veranstalter und Veranstaltungsorte und sie zog über 200 000 Besucher an. Wir hoffen mit unserem diesjährigen Programm noch mehr Besucher anzulocken, besonders aus den europäischen Nachbarländern.

Produkt- und Markenpiraterie: Gefahr für Wirtschaft und Verbraucher - Negativpreis „Plagiarius“ rückt skrupellose Fälschungen ins öffentliche Licht -

Plagiarius-Wettbewerb 2015
Einsendeschluss: 30. November 2014
Frühbuchertarif für Anmeldungen bis 31. Oktober 2014

Plagiarius Zwerg



Bereits zum 39. Mal schreibt die Aktion Plagiarius e.V. den Plagiarius-Wettbewerb aus. Unternehmen, Designer und Erfinder sind aufgefordert, ihre Originalprodukte sowie vermeintliche Nachahmungen einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler - als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen.

In Ergänzung zur juristischen Verfolgung hat sich die Teilnahme am Wettbewerb für viele Betroffene als sehr erfolgreich erwiesen: Die Angst vor öffentlicher Blamage hat schon so manchen Plagiator dazu gebracht z.B. Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder seine Lieferanten preiszugeben.

Zudem sind Praxis-Beispiele von Produkt- und Markenpiraterie wichtig für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Konsumenten. Die Aktion Plagiarius vereint beides: Abschreckung der Plagiatoren (Angebot) und Aufklärung der Verbraucher (Nachfrage).

Zum Wettbewerb einzureichen sind:

- Das Originalprodukt (sofern die Verpackung nachgemacht wurde in Original-Verpackung)
- Das vermeintliche Plagiat (inkl. Verpackung)
- Das ausgefüllte Anmeldeformular (1 x ausgedruckt, 1 x per email an info@plagiarius.com)
- Korrespondenz mit dem Plagiator, falls erfolgt
- Kopien von eingetragenen Schutzrechten (Urkunden), falls angemeldet
- Ggfs. weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten (kurz/ präzise)

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. Februar 2015 auf der Frankfurter "Ambiente" - der weltweit größten Konsumgütermesse – statt. Während der Ambiente (13.-17. Februar 2015) werden alle eingereichten Originale und Plagiate im Foyer 5.1 / 6.1 an prominenter Stelle ausgestellt. Anschließend werden die Preisträger-Objekte u.a. im Museum Plagiarius in Solingen sowie bei weltweiten Wanderausstellungen einem breiten Publikum präsentiert.

Bearbeitungsgebühr „Frühbuchertarif“ bis 31. Oktober 2014: 
1. Anmeldung: EUR 300,00 - jede weitere Anmeldung: EUR 150,00

Bearbeitungsgebühr bis 30. November 2014: 
1. Anmeldung: EUR 350,00 - jede weitere Anmeldung: EUR 200,00

Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen - das Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen können unter www.plagiarius.com in der Rubrik „Wettbewerb“ herunter geladen werden.

Fragen beantwortet Christine Lacroix, Tel. +49(0)7308 / 922 422 oder e-Mail info@plagiarius.com.

AUSSTELLUNG: "Fette Beute. Reichtum zeigen" - Darstellung von Reichtum in Fotografie, TV und in den Neuen Medien

17. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Juergen Teller, Ed´s Godmother, Stephanie Simon Hale and Artur Teller, Werbung für Phillips de Pury & Co Magnificent Jewels, London, 2005, Offsetdruck, 76 x 115 cm, © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York


Mit der Ausstellung „Fette Beute“ widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Darstellung von Reichtum und der Selbstdarstellung von Reichen in der Fotografie und den Massenmedien. Während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wird Reichtum offenbar immer exzessiver vorgezeigt. In einer umfassenden Ausstellung wurde dieses Phänomen bisher noch nicht behandelt. „Fette Beute“ versammelt 20 zeitgenössische interna-tionale Positionen, darunter künstlerische Arbeiten, Reportage-Fotografie, Dokumentarfilme und Videoarbeiten von Tina Barney, Gabriel Mascaro, Martin Parr, Julika Rudelius, Juergen Teller, Paolo Woods u.a. Hinzu kommen Amateur-aufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“. Die thematischen Kapitel werden durch 13 historische Pendants aus der Zeit vor der Jahrhundertwende bis zum Bildjournalismus der 1960er Jahre ergänzt. Dazu zählen Aufnahmen von Jacques Henri Lartigue, Lisette Model, Regina Relang, Edward Steichen u.a. Die 150 Werke umfassende Ausstellung nähert sich dem Thema mit soziologischem Interesse. Sie fragt nach kulturellen Prägungen und nationalen Unterschieden von Reichtum, nach den Auswirkungen der Globalisierung auf die Darstellung von Luxus, beleuchtet die Motivation und Rolle von Zeigenden und Betrachtern und reflektiert den Wandel der Bildmedien.

„Niemand hat, soweit ich weiß, das soziale Phänomen des Reichtums fotografiert“, äußerte 1964 die Fotografin Dorothea Lange, die ihr Leben der Dokumentation von Armut gewidmet hat. Tatsächlich ist Reichtum im Verhältnis zu Armut sehr viel seltener Thema sozialdokumentarischer Fotografie gewesen. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die privilegierte Schicht den forschenden Blicken der Fotografen entzieht und bewusster die Bildproduktion steuert. Seit den 1980er Jahren aber gehen renommierte Fotografen dem Phänomen nach; oftmals stammen sie selbst aus gehobenen Verhält-nissen. Neben sozialdokumentarischen und künstlerischen Projekten wirft die Ausstellung einen Blick auf die Darstellungskonventionen in der Reportage-Fotografie und auf die Selbstdarstellung junger Reicher in Fotosharing-Portalen und Fernsehformaten. Reality TV-Sendungen wie „Rich Kids of Beverly Hills“ und die in den letzten Jahren aufgekommene Handy- und Tagebuchfotografie, die in Blogs wie „Rich Kids of Instagram“ auf Webportalen geteilt, kommentiert und ausgestellt werden, sind von der Geste des Zeigens geprägt. Mit den neuen medialen Verbreitungsmög-lichkeiten kann jeder zum Reporter der eigenen Lebensumstände werden, der Blogger wird zum Paparazzo in eigener Sache; Printmedien, Internet und TV präsentieren die Insignien einer neuen ultrareichen Gesellschaftsschicht: goldene Mobiltelefone, eine goldene Kalaschnikow oder die Quittung einer Champagnerflasche für 100.000 Euro. Die Ausstellung fragt, welche Rolle die Fotografie für die Selbstinszenierung spielt, und wie sie als Medium den Blick auf das Phänomen „Reichtum“ lenkt.

Das Verhalten Wohlhabenden gegenüber ist ambivalent: Einerseits werden sie um ihren Reichtum beneidet, andererseits bereitet selten etwas so viel Vergnügen wie der Anblick von Neureichen und ihr vermeintlich schlechter Geschmack, der in eigenen Realtiy TV-Formaten wie „Die Geissens“ vorgeführt wird. Daneben beschäftigt sich die Schau mit den Repräsentationsansprüchen, den kulturellen Prägungen und dem Habitus der Reichen, die sich in Porträts spiegeln.

Aufnahmen aus China, Russland und Brasilien knüpfen an koloniale Darstellungsmuster des 19. Jahrhunderts an und thematisieren damit die Auswirkungen der Globalisierung. Die räumliche Abgrenzung der Wohlhabenden und die Demonstration von Machtstrukturen werden anhand der „Orte des Reichtums“ zur Diskussion gestellt. An diesen Orten der Macht scheinen Fotografen und Filmer aufgefordert, die Autorität der Kamera ins Feld zu führen.

Arm und Reich

Den Auftakt der Ausstellung bildet das Projekt „Rich and Poor“ des US-amerikanischen Fotografen Jim Goldberg. In seinem Porträtprojekt (1977-1985) stellt er Arm und Reich einander gegenüber und fragt danach, welchen Stellenwert Geld in der Gesellschaft hat. In den Kommentaren der Porträtierten, die auf den Fotografien zu lesen sind, wird deutlich, dass Geld eine wesentliche Rolle dabei spielt, wie sich Menschen in der Gesellschaft einordnen und ob sie ihr Leben als gelungen verstehen. Das historische Pendant zu dieser Serie bilden die Porträts des in Hamburg geborenen Briten Bill Brandt. Für sein Buch „The English at Home“ setzt er 1936 der sozialen Not der englischen Arbeiterklasse das mondäne Leben der Oberschicht entgegen. Im Rahmen der Ausstellung sind Goldbergs und Brandts Arbeiten die einzigen, die Reichtum und Armut unmittelbar gegenüberstellen. Gleichzeitig sind sie beispielhaft für das Anliegen der sozialdokumentarischen Fotografen, über gesellschaftliche Phänomene aufzuklären. Diese Absicht schwingt bei vielen gezeigten Arbeiten mit.


Die feine Gesellschaft

Bälle, Opern oder Pferderennen sind traditionell Anlässe zu denen sich die gehobene Gesellschaft trifft. Die Fotografen rücken die aufwendigen und kostspieligen Kleider, den opulenten Schmuck und das ausgelassene Fest ins Bild. Der ironische Blick auf die „feine“ Gesellschaft begleitet die Arbeit der Fotografen und zeigt auch die Ambivalenz von Reichtum. So hält der Schweizer Jakob Tuggener fasziniert die rauschende Stimmung der Ballnächte der High Society fest, zeigt jedoch auch Stillleben von ausufernden Genüssen, die sozialkritisch gelesen werden können. Die Porträts der Amerikanerin Lisette Model auf der „Promenade des Anglais“ im französischen Badeort Nizza bleiben mehrdeutig. Die Gesichter der Fotografierten werden durch sie zu Karikaturen von Reichen. Die „feine“ Gesellschaft nehmen auch der Brite Martin Parr und der Niederländer Otto Snoek in den Blick und übersteigern sie. Mit entlarvender Geste fokussieren sie auf Haut, Frisuren, Kleider und Juwelen und enttarnen jene Momente, in denen das sorgfältig arrangierte Make-up sich als Maske entpuppt und die Gestik und Mimik zum Zerrbild des demonstrativen Vorzeigens werden.


Globalisierter Reichtum

Wie wird der Reichtum verschiedener Ländern dargestellt? Gibt es Unterschiede in der Selbstinszenierung von Wohl-stand zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern? Wie spiegelt sich die Veränderung der Einkommens-verhältnisse im Alltag und in der Selbstdarstellung der Bevölkerung wider? In Staaten wie Brasilien, Russland und China, die durch politische und wirtschaftliche Transformationsprozesse große Veränderungen in der Einkommensverteilung durchlaufen, scheint das Thema besonders virulent. Die Amerikanerin Tina Barney dokumentiert in ihrem Projekt „The Europeans“ ab 1996 die selbstverständliche Gesetztheit der wohlhabenden Familien im „alten Europa“. Die weiße Geld-Elite, die Lamia Maria Abillama in „Ladies of Rio“ in der südamerikanischen Metropole porträtiert, umgibt sich mit den Insignien dieses alten Reichtums. Ihre Wohnungen schmücken sie etwa mit altniederländischer Malerei und kostbaren antiken Möbeln. Die Auswirkungen des globalisierten Reichtums verhandelt der Holländer Paolo Woods. Er zeigt in seiner Arbeit „La Chinafrique“(2007) neokoloniale Tendenzen. Die chinesischen Investoren, die er in Nigeria fotografiert, manifestieren ihren Status, indem sie ihr hierarchisches Verhältnis zu den nigerianischen Arbeitern betonen. Der südafrikanische Fotograf Muntu Vilakazi beobachtet von 2009 bis 2013 in „Politics of Bling“ wiederum das große Bedürfnis der aufsteigenden südafrikanischen Mittelklasse nach materiellem Besitz.

Die Orte des Reichtums

Die Orte des Reichtums zeichnen sich durch ihre Exklusivität aus. Zahlreiche Fotografen beschäftigen sich mit ihrer begrenzten Zugänglichkeit und setzen sich mit dem Verhältnis von Macht und Architektur auseinander. Der US-Amerikaner Jim Dow zeigt die mit wertvollen Möbeln und Materialen ausgestatteten Clubräume der privaten Zirkel von New York City, wie die „Harvard Hall“ oder den „Metropolitan Club“. Gabriel Mascaro interviewt 2009 in seinem Dokumentarfilm „High-rise“ neun vermögende Brasilianer zu ihren Penthäusern und ihrem Leben “at the top“. Die amerikanischen Fotografen Julius Shulman und Slim Aarons fotografieren die repräsentative Architektur privater Anwesen vor Ort, während sich der französische Paparazzi-Fotograf Sébastien Valiela zwischen 2005 und 2008 den Besitztümern kalifornischer Stars mit Drohnenkameras nähert. Giacomo Bianchetti verhandelt in „Can I?“ den Zugang zu den abstrakten Orten des Geldes, indem er seine Kamera vor den Eingangsbereichen börsennotierter Unternehmen in der Schweiz platziert und die Gespräche aufzeichnet, die er vor Ort mit Sicherheitskräften führt.


Born Rich

Die Fotografie war in ihren Anfängen zunächst ein kostspieliges Hobby für Gutbetuchte. Jacques Henri Lartigue, Sohn wohlhabender Eltern, fotografierte seit Anfang des 20. Jahrhunderts Freunde und Verwandte bei ihren extravaganten und exklusiven Hobbies. Fasziniert von der neuen Geschwindigkeit, fing er Tempo und Bewegung beim Flugsport und bei Autorennen ein. Die vermögenden Foto-Amateure von heute beschränken sich auf das Abbilden ihres Lifestyles mit schnellen Handy-Aufnahmen, die auf dem Internet-Portal „Rich Kids of Instagram“ in einem Tumblr-Blog zusammen-gefasst sind. Dort repräsentieren typische Luxusgüter den „demonstrativen Konsum“: teure Uhren, Sportwagen, ausladende Treppenaufgänge, Swimmingpools, Champagnerrechnungen. In beiden Fällen sind es die Reichen selbst, die mit solchen Bildern Einblicke in eine Welt geben und den meisten Betrachtern die Rolle von außenstehenden Voyeuren zuweisen. Reich geboren zu sein, bedeutet auch, einen Habitus spielerisch eingeübt zu haben. Diese Rituale macht Julika Rudelius 2009 in ihrem Video „Dressage“ zum Thema. Junge Mädchen kleiden sich in hochpreisige Fashionlabels und schminken sich gekonnt. Das Rollenspiel bricht jedoch auf und die Szene entwickelt sich zu einem vergeblichen Ausbruchsversuch aus der vorbestimmten Welt.


Prestigeobjekte

Typische Statussymbole können auch Gemälde und Kunstobjekte sein. Sie finden sich in vielen Darstellungen, die Reiche in ihrer häuslichen Umgebung zeigen, wie etwa bei den Aufnahmen von Tina Barney oder Lamia Maria Abillama. Eine Reihe zeitgenössischer Künstler hat die Funktion der Kunst als Prestigeobjekt selbst zum Thema gemacht. Louise Lawler untersucht, was sich mit der Platzierung eines Werks im Sammlerhaushalt ändert und hinterfragt den dekorativen Charakter von Kunst. Wie verändert sich etwa unser Blick auf einen Jackson Pollock, wenn unterhalb des Gemäldes eine Porzellanterrine mit farblich korrespondierendem Dekor platziert wird? Kunstwerke können kulturelles Kapital generieren und den Käufer so über den herkömmlichen Geschmack und den rein materiellen Konsum erheben. Ausgangspunkt für Christian Jankowskis Arbeit „The Finest Art on Water“ war das Eintreffen der Superyacht des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch anlässlich der Biennale von Venedig 2011. Der Künstler bietet in Kooperation mit den Bootsherstellern Riva und CRN 2011 auf der Londoner Kunstmesse Frieze zwei Luxusyachten zum Kauf an und macht damit typische Spielzeuge Megareicher zu Skulpturen. Der potentielle Käufer soll entscheiden, ob er die Objekte als Gebrauchsgegenstand oder als Kunstwerk erwerben würde. Das Boot als Kunstwerk hat dabei den höheren Preis.