Montag, 18. Januar 2016

„Förderung unternehmerischen Know-hows“: Seit dem 01.01.2016 gelten neue Förderprogramme

Bei den Förderungen für Beratungsleistungen hat sich mit dem Jahreswechsel viel getan. Die neuen Regelungen sind für Gründer, Unternehmer und Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten bares Geld wert.

Junge Unternehmer, bestehende Unternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen auch künftig nicht auf die Unterstützung kompetenter Berater verzichten. Mit Ablauf der Förderprogramme „Gründercoaching Deutschland“ sowie dem Beratungsprogramm für bestehende Unternehmen zum 30.12.2015 wurden bereits zum 01.01.2016 neue Beratungsförderprogamme mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ lanciert. Die vergangene Förderperiode zeigte deutlich, dass Existenzgründer und Unternehmer, die die Unterstützung kompetenter Berater in Anspruch nehmen, dem Erfolg schneller näherkommen und eine sich möglicherweise anbahnende Schieflage frühzeitiger erkennen als so mancher Einzelkämpfer. Externe mit ihrer Außensicht können eingefahrene Strukturen und potenziell vorhandene Risiken besser erkennen und neue Richtungen aufzeigen. Sie können junge, aber auch bereits etablierte, Unternehmen bei Organisation und Planung unterstützen, um beispielsweise Wachstumsschwellen zu überwinden.
 
Einige wichtige Änderungen sind jedoch bei den neuen Förderprogrammen zu beachten. So wird künftig jedes Förderprogramm über das BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle – beantragt und abgewickelt. Angesprochen sind junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind, Unternehmen ab dem dritten Jahr nach Gründung (sogenannte Bestandsunternehmen) und, seit dieser Förderperiode, nun auch Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Je nach Bundesland erhalten junge Unternehmen bis zu € 6.400,00 und Bestandsunternehmen bis zu € 4.800,00 Zuschüsse vom Bund für eine Beratung. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten unabhängig vom Standort eine Förderung von 90% auf die Beratungskosten, maximal € 5.400,00.

Es werden Beratungen zu allgemeinen Themen, wie z.B. Wirtschaftliches, Finanzielles, Personelles und Organisatorisches. Dies beinhaltet unter anderem Fragen zu Marketing und Vertrieb, Liquidität und Finanzierungsbedarf, Einkauf und Produktion, Absatzchancen im Ausland, Prozessoptimierung und unternehmerische Ausrichtung. Aber auch spezielle Beratungen wie z.B. für Unternehmerinnen, für Migrantinnen und Migranten, zur Nachhaltigkeit und Umweltschutz, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und vieles mehr werden durch das neue Beratungsprogramm gefördert.

Bei Unternehmern, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, geht die Beratung insbesondere in die Thematik der Wiederherstellung von Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, da dies oftmals der Unternehmer aufgrund des bestehenden Drucks nicht mehr alleine bewältigen kann. Einzelne Schritte dieser Unternehmenssicherungsberatung werden innerhalb einer Folgeberatung vertieft betrachtet und strukturiert.

Neu ist auch, dass für sämtliche aufgeführten Programme die Anträge vor Beratungsbeginn online bei einer Leitstelle des BAFA gestellt und auch bewilligt werden müssen. Der zeitliche Aufwand hierfür hält sich in Grenzen. Laut BAFA sollen die Zusagen, dass die Fördervoraussetzungen bestehen, innerhalb eines Tages erfolgen, so dass auch sehr kurzfristig mit der Beratung begonnen werden kann.

Beantragen können die Förderung Angehörige der freien Berufe sowie kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Sämtliche Unternehmer, die bereits eine Beratungsförderung aus den vorherigen Programmen in Anspruch genommen haben, sind übrigens wieder auf Null gestellt und können nun die Fördermittel erneut beantragen.

Für Existenzgründer in der Vorgründungsphase, wenn das Unternehmen also noch nicht gegründet worden ist, sind weiterhin die Förderprogramme der einzelnen Bundesländer zuständig.

Insgesamt bieten die neuen Förderprogramme beste Möglichkeiten, um sich und sein Unternehmen unterstützen zu lassen oder frischen Wind in sein Unternehmen zu bringen. Es ist daher sehr empfehlenswert, diese zu nutzen. Zeit hierfür bleibt Ihnen bis zum 31.12.2020.

Nähere Informationen zu den Förderprogrammen gibt Ihnen die Unternehmensberatung Bianca Seidel Consulting, die sich in ihrer Beratungstätigkeit ganz auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Designern spezialisiert hat. Telefon: 0211-4 40 90 21 oder E-Mail an info@bianca-seidel.de.

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